Stolpersteine in Berlin Ausstellungseröffnung, Film und Diskussion

Wann:
27. Januar 2020 um 18:30 – 22:30
2020-01-27T18:30:00+01:00
2020-01-27T22:30:00+01:00
Wo:
Rosa-Luxemburg-Stiftung Foyer
Franz-Mehring-Platz 1 10243 Berlin
Preis:
Kostenlos
Stolpersteine in Berlin Ausstellungseröffnung, Film und Diskussion @ Rosa-Luxemburg-Stiftung Foyer
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Stolpersteine sind kleine Gedenksteine, die vor dem letzten freiwillig gewählten Wohnort ebenerdig in den Boden eingelassen werden. Diese kleinen, 10 x 10 cm großen, Messingplatten erinnern an die Einzelschicksale derer, die zur Zeit des Nationalsozialismus in den Tod getrieben oder ermordet wurden. Geht man an ihnen vorbei, muss man sich verbeugen, um die Inschrift lesen zu können und «stolpert» in Gedanken über Geschichte: die Geschichte Deutschlands, des Bezirks und die Geschichte eines einzelnen Menschen. Schaut man wieder hoch, kann man oft nur erahnen, wie das Haus, vor dem man nun verweilt, vor über 70 Jahren aussah. Wer einmal einen Stolperstein bewusst wahrgenommen hat, dem fallen die vielen anderen auf. So werden Opfer des Hitlerfaschismus im Straßenbild sichtbar.

«Stolpersteine» ist ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Die Ausstellung stellt die vielfältigen Facetten dieses europäischen Kunst- und Erinnerungsprojekts vor.

Begrüßung: Dr. Gesine Lötzsch (MdB DIE LINKE), Dr. Silvija Kavčič (Koordinierungsstelle Stolpersteine) und Dr. Florian Weis (Rosa-Luxemburg-Stiftung)
Musik: Frank-Paul Schubert, Saxophon

Im Anschluss im Salon:
«Sterne» von Konrad Wolf
Film und Diskussion mit Anika Taschke (Rosa-Luxemburg-Stiftung) und Dr. Detlef Kannapin (Filmhistoriker); Moderation: Paul Werner Wagner

Griechische Juden haben 1943 auf ihrer Deportation ins Todeslager Auschwitz einen dreitägigen Aufenthalt in einer kleinen bulgarischen Stadt. Hier begegnet der Wehrmachts-Unteroffizier Walter der Jüdin Ruth. Sie bittet ihn um Hilfe für eine gebärende Mitgefangene. Er hilft, so gut er kann, verliebt sich in Ruth und sie sich in ihn. Durch diese Liebe beginnt sich der ehemalige Kunststudent, der als Soldat seine Pflicht erfüllen wollte, zu wandeln. Er gerät in Konflikt mit seinem Vorgesetzten und Freund Kurt, einem überheblichen und brutalen Landser. Zunächst lehnt Walter es ab, den im Wehrmachtsstützpunkt arbeitenden bulgarischen Widerstandskämpfern zu helfen. Sein humanistisches Engagement will er auf die Rettung Ruths begrenzen. Doch er kann ihren Transport nach Auschwitz nicht verhindern.

In Kooperation mit Willi-Münzenberg-Forum, neues deutschland, Aktives Museum und Stolpersteine in Berlin.


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