Gedenktafeln

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Derzeit werden bereits eine Vielzahl von Persönlichkeiten durch Gedenktafeln an ihren ehemaligen Wohnstätten in der Künstlerkolonie geehrt.

Es ist wichtig sich zu vergegenwärtigen, dass es sich nicht um Vereinzelte handelt, sondern um eine repräsentative Auswahl von Frauen und Männern, die in der von den Nazis als “bolschewistisch” verschrieenen Künstlerkolonie oft in regem Kontakt miteinander standen.

Manche verbrachten die ersten Jahre nach dem Kriege in der DDR, wo sie hofften, daran mitzuarbeiten, eine neue, bessere Welt aufzubauen. Eine ganze Reihe von ihnen wurde enttäuscht, und sie siedelten später in die Bundesrepublik über. Die in der DDR blieben, standen dem Regime nicht unbedingt uneingeschränkt positiv gegenüber, so z. B. Ernst Busch, dem man auf Grund seiner Popularität aber nichts anhaben konnte. Umgekehrt bedeutete die Übersiedlung nach dem Westen auch nicht unbedingt eine Bejahung der hiesigen gesellschaftlichen Verhältnisse, vielmehr begriffen sich angesichts der Restauration alter Machtstrukturen viele als “Zornige alte Männer” (Axel Eggebrecht).

 

 

 


 

Hier lebte von 1931 bis 1933
ERNST BLOCH
8. 7. 1885 – 4. 8. 1977

 

 

 

 

Philosoph, begann hier sein Werk “Erbschaft dieser Zeit”.
Seit 1933 im Exil, zuletzt in den USA, schrieb dort
“Das Prinzip Hoffnung”. Seit 1949 Professor in Leipzig,
wurde dort 1957 zwangsemerittiert.
Seit 1961 Professor in Tübingen.

Enthüllt am 27. 11. 1991