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Mit seinem Buchprogramm, das die Gebiete Musik, Film, Theater und bildende Künste gleichberechtigt neben unterhaltende Kunstformen wie Kabarett und Varieté stellte, war der Henschelverlag nicht nur in der DDR ein Unikum. Das Verlagsarchiv in der Akademie der Künste gibt Auskunft über ein Stück Kultur- und Zensurgeschichte des „Leselands“ DDR. In Dokumenten und Gesprächen werden Schlaglichter auf die Geschichte des Verlags geworfen. Mit Jenny Erpenbeck, Franziska Galek, Irina Liebmann, Christoph Links, Konstantin Ulmer u. a.
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Am Montag, dem 2. März 2020, findet eine Filmische Lesung mit der Zeitzeugin Margot Friedländer und anschließendem Publikumsgespräch von 18.00 bis 20.00 Uhr in der Aula der Volkshochschule City West, Pestalozzistraße 40/41, 10623 Berlin, statt.
Bezirksstadträtin Heike Schmitt-Schmelz wird diese gemeinsam mit Bernd Streich, Katholischer Vorsitzender der GCJZ Berlin, der die Begrüßung vornehmen wird, eröffnen. Die Moderation übernimmt Dr. Rita Lauter von der ZEIT ONLINE.
Gezeigt wird ein Filmausschnitt, in dem Margot Friedländer – Ehrenbürgerin von Berlin – aus ihrer Autobiographie: “Versuche, dein Leben zu machen – Als Jüdin versteckt in Berlin“, vorliest.
Im Anschluss wird ein moderiertes Publikumsgespräch den Raum eröffnen, um Fragen an Frau Friedländer zu stellen, die im Zusammenhang mit ihrer Lebensgeschichte stehen:
Als sie sich im Alter von 21 Jahren, am Mittag des 20. Januar 1943, mit ihrem Bruder Ralph treffen will, um die Flucht vor der Gestapo aus Berlin vorzubereiten, erfährt sie, dass ihr Bruder kurz zuvor abgeholt wurde und auch ihre Mutter erscheint nicht. Sie hinterlässt ihrer Tochter folgende Botschaft:
“Ich habe mich entschlossen, mit Ralph zu gehen, wohin immer das auch sein mag. Versuche, dein Leben zu machen.”
Margot fühlt sich verlassen und verloren und beschließt unterzutauchen.
In ihrem Buch beschreibt sie 15 Monate im Untergrund. Ihre Mutter und auch ihr Bruder wurden im KZ Ausschwitz ermordet.
Eine vorherige Anmeldung zu der entgeltfreien Veranstaltung ist unter Angabe der Kursnummer: CW101-231Ferforderlich und nach Maßgabe von freien Plätzen möglich unter: vhs@charlottenburg-wilmersdorf.de oder telefonisch: 030 902928873.
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Elisabeth Degen, Schauspielerin, liest aus Carola Stern
„Auf den Wassern des Lebens. Gustaf Gründgens und Marianne Hoppe“
Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005
Quelle: Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln
Gutshaus Steglitz (am Schlosspark Theater), Schloßstraße 48, 12165 Berlin
So, 1. März 2020, 11.00 bis 12:30 Uhr, Einlass ab 10:30 Uhr
Eintritt: 10,00 Euro
In ihrem Buch „Auf den Wassern des Lebens. Gustaf Gründgens und Marianne Hoppe“, erzählt Carola Stern „von den Aufsteigern, den Privilegierten im NS-Staat, zu denen Gustaf Gründgens und Marianne Hoppe gehören und vom Schicksal ihrer verfolgten Kollegen. Auf zwei Bühnen, in zwei Welten bewegen sich die beiden Stars des deutschen Theaters. Gründgens, Görings Günstling, macht Karriere und lässt doch gefährdete Kollegen nicht im Stich. Marianne Hoppe lebt in ihren Filmen vor, wie Hitler sich die deutsche Frau vorstellt und versteckt in ihrer Wohnung den jüdischen Freund Carl Dreyfuss.“ (aus Text im Umschlag des Buches)
Carola Stern starb im Januar 2006 kurz nach ihrem 80. Geburtstag. Sie war eine der bedeutendsten politischen Publizistinnen der Bundesrepublik, hat von 1960 bis 1970 das politische Lektorat beim Verlag Kiepenheuer & Witsch geleitet und danach als Redakteurin und Kommentatorin beim WDR gearbeitet. Sie hat eine Reihe sehr erfolgreicher Biographien geschrieben, u.a. über Dorothea Schlegel, Rahel Varnhagen, Fritzi Massary, ihre Autobiographien In den Netzen der Erinnerung und Doppelleben und über Johanna Schopenhauer. (Quelle www.kiwi-koeln.de)
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Anlässlich des 149. Geburtstages von Rosa Luxemburg veranstaltet das Historische Zentrum der Rosa-Luxemburg-Stiftung, gemeinsam mit Prof. Dr. Frank Jacob (Nord Universität Bodø), am 5.-6. März 2020 in Berlin eine internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz.
Auf dieser Konferenz wollen wir gemeinsam den Stand der neueren Forschungsarbeiten zu Rosa Luxemburg diskutieren. Der Anlass hierfür ist offenkundig: Zwei große Jubiläen von Rosa Luxemburg, ihr 100. Todestag (2019) und ihr 150. Geburtstag (2021), fallen mit einem Umbruch in der Erforschung des Lebens und Werkes der großen jüdischen Polin zusammen. Denn die Gründergeneration der Rosa-Luxemburg-Forschung, auf deren Schultern wir alle stehen, ist mit Annelies Laschitza (1934-2018) endgültig abgetreten. Daher hat sich in der wissenschaftlichen Forschung eine Lücke aufgetan, für deren Überbrückung sich das Historische Zentrum der Rosa-Luxemburg-Stiftung selbst in die Pflicht nimmt.
Grundlage für die Auswahl der Präsentationen war ein Call for Papers, auf den sich im Sommer 2019 fast 50 Interessierte meldeten. Schließlich wurden durch eine Jury 20 Beiträge, vornehmlich von jüngeren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus zehn Ländern, ausgewählt.
Wir laden alle Interessierten ein, an der internationalen Konferenz teilzunehmen und mit uns gemeinsam zu diskutieren. Die Teilnahme ist, wie immer, kostenfrei.
Programm
5. März 2020
10:30-11:00: Begrüßung
Sektion I: Leben
11:00-12:30: Panel 1: Leben und Wirken Rosa Luxemburgs
• Rosa Luxemburg and her comrade-sisters – Dana Mills (Oxford)
• Die Rednerin Rosa Luxemburg – Dietmar Till (Tübingen)
• Go for Freedom: Rosa Luxemburg in WWI – Xiaohong Zhang (Shanghai)
• Moderation: Stefanie Ehmsen (Rosa-Luxemburg-Stiftung)
12:30-13:30 Mittagspause
13:30-15:00: Panel 2: Die Wahrnehmung Rosa Luxemburgs
• Rosa Luxemburg in Dresden: Zwischen Anerkennung, Revisionismus und Antisemitismus – Sven Brajer (Dresden)
• Die Darstellung Rosa Luxemburgs in der biographischen und literarischen Prosa – Julia Killet (München)
• Arbeiterin, Intellektuelle, Märtyrerin: Charakterisierung Rosa Luxemburgs durchs Film-Szenenbild – Kathrin Nachtigall (Berlin)
• Moderation: Marion Schütrumpf-Kunze (Historisches Zentrum der Rosa-Luxemburg-Stiftung)
15:00-15:30: Kaffeepause
Sektion II: Werke
16:00-17:30: Panel 3: Deutungsversuche
• War Rosa Luxemburg «dem deutschen Denken verhaftet», als sie ihre These vom «künstlichen» Lodz formulierte? – Soonim Shin (Wien)
• Rosa Luxemburgs Artikel «Eine taktische Frage» von 1899 und seine Auswirkungen auf die Debatten der KI um das Konzept der Arbeiterregierung 1921/22 – Gerrit Brüning (Bremen)
• Rosa Luxemburgs Antimilitarismus als Fundament einer Politik gegen die Präsenz der Bundeswehr an Schulen – Johanna Panagiotou (München)
• Moderation: Marcel Bois (Gesprächskreis Geschichte der Rosa-Luxemburg-Stiftung)
6. März 2020
9:30-11:00: Panel 4: Luxemburgs Theorien
• Rosa Luxemburgs Theorie der Akkumulation und die SPD – Rosa Rosa Gomes (Sao Paulo)
• Rosa Luxemburg über die Gewerkschaften – und jene über sie – Malte Meyer (Köln)
• «Worldrevolution» and its Requirements: Rosa Luxemburg, the national right to self-determination, autonomy, and non-capitalist zones – Hedwig Lieback (Leipzig)
• Moderation: Riccardo Altieri (Universität Potsdam)
11:00-11:30: Kaffeepause
Sektion III: Nachwirken
11:30-13:00: Panel 5: Rosa 2.0
• Rosa for Future! Nachdenken über den Klimawandel und die Umweltbewegung mit Rosa Luxemburg – Vincent Streichhahn (Halle)
• Rosa Luxemburg als Pädagogin? Interpretationen und Anschlüsse in der aktuellen Erziehungswissenschaft – Sebastian Engelmann (Tübingen)
• Political Action, Revolutionary Parties, and the Transition to a Worker’s Republic – Camila Vergara (New York)
• Moderation: Anika Taschke (Historisches Zentrum der Rosa-Luxemburg-Stiftung)
13:00-14:00: Mittagspause
14:00-16:30: Panel 6: Rosa Luxemburg und der Globale Süden
• Rosa Luxemburg from the Global South: Critical Marxism and Popular Struggles in the 21st Century – Hernán Ouviña (Buenos Aires)
• Rosa Luxemburg’s Dialectics of Socialist Democracy and Its Enlightenment to China – Wu Xinwei (Wuhan)
• Rosa Luxemburg’s Viewpoint on Democracy and Its Lessons for Practicing Grassroots Democracy in Vietnam Today – Nguyen Hong Duc (Hanoi)
• Red Rosa, Red Ghandy: Tracing Reform and Revolution within the Indian Feminist Movements – Jigisha Bhattacharya (Calcutta)
• Rosa Luxemburg, Patterns of Accumulation and Popular Struggles in Contemporary Tanzania – Sabatho Nyamsenda (Daressalam)
• Moderation: Mario Keßler (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam)
16:30-17:00: Schlussbemerkungen
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Der „Totalkünstler“ Timm Ulrichs kämpfte von Anfang an um Unabhängigkeit von den Zwängen des Kunstmarktes, um Freiheit im Stil und im Sinne der Konzeptkunst sowie um die Anerkennung und den Schutz der Idee, nicht des Objektes. Damit schließt er sich einer Utopie der Moderne an, die Leben und Kunst verschmelzen lässt. Die von Ulrichs 1961 gegründete Werbezentrale für Totalkunst / Banalismus / Extemporismus bildet bis heute mit der Verbindung von Lebens- und Arbeitsräumen den Ausgangs- und Bezugspunkt seines Werks.
Im Zentrum steht der Künstler selbst, sein Körper, Geist und gesellschaftlicher und urbaner Umraum, in dem er sich zum Ersten lebenden Kunstwerk inklusive Partizipation des Publikums transformierte. Der Konzeptkünstler besetzt aber auch das weite Feld der Sprache und experimentiert mit ihren Grenzen und den logischen Missverständnissen, die in der Beziehung aus Wort, Begriff, Bedeutung und in Korrelation mit dem Objekt entstehen.
Die Ausstellung „Weiter im Text“, die anlässlich des Käthe-Kollwitz-Preises 2020 stattfindet, ergründet mit einer Auswahl von raumgreifenden Werken, Druckgrafiken, Objekten und Filmen seine künstlerische Vorstellung vom Ende des Sagbaren und Unsagbaren.
Mit freundlicher Unterstützung der Kreissparkasse Köln, Trägerin des Käthe Kollwitz Museum Köln.
Weitere Informationen zum Käthe-Kollwitz-Preis
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Das Musiktheaterstück »Eine ganz normale Klasse« beschäftigt sich mit den Kinderrechten – und zeigt, wie wichtig es ist, sich für diese aktiv im Alltag einzusetzen.
Die Kinderrechts-Konvention möge es geben, meint die 11. Klasse im PW-Unterricht einstimmig, aber deren Inhalt – die Kinderrechte – werden im Alltag der Kinder häufig nicht umgesetzt, sondern manchmal sogar schmerzhaft verletzt. Die Jugendlichen erzählen von Fällen aus ihrem Alltag, die im Widerspruch zu der UN-Konvention über die Rechte des Kindes stehen. Die traurigste Geschichte erlebt einer der Jungs, dessen Vater Alkoholiker ist – und seine Frau und Kinder zu Opfern häuslicher Gewalt macht.
In der Schule bekommen die Schüler und Schülerinnen nun die Aufgabe, sich im Rahmen einer Gruppenarbeit mit den Kinderrechten auseinanderzusetzen und diese kreativ darzustellen. Einige Tage später lernen sie das Flüchtlingsmädchen Kalila aus Pakistan kennen, das einer Zwangsheirat in ihrem Heimatland knapp entflohen ist und sich zurzeit in einem Flüchtlingscamp in Berlin aufhält. Die Klasse reagiert entsetzt auf ihre Geschichte – und entscheidet sich, sie als thematische Ergänzung ihrer Präsentation zu verwenden und dabei auf Verletzungen von Kinderrechten aufmerksam zu machen. Wird der Klassenlehrer, der über die UN-Kinderrechtskonvention aufklärt, auch bereit sein, sich dafür einzusetzen?
(Auszug aus einer Rezension von Margarita und Ina Georgieva, UNICEF Presse. Der vollständige Artikel findet sich hier:
https://www.unicef.de/… )
Es spielt das Jugendensemble Klartext – acht junge Mädchen und Jungen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren und der Grips-Schauspieler Thomas Ahrens.
Regie: Claudia Balko und Wendy Kamp
Komposition: Robert Neumann
Choreografie: Miriam Arndt
Theaterpädagogik: Laura Cadio
Es handelt sich um ein Projekt, das durch Landesmittel für »kiezorientierte Gewaltprävention« gefördert wird, in Kooperation mit der Stabstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf.
Reservierungen unter wendykamp@web.de
Eintritt 9€/ 7€ (nachträglich bearbeitet)
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Katja Brauneis
Die gebürtige Wienerin steht seit 30 Jahren erfolgreich als Musicaldarstellerin auf Bühnen im deutschsprachigen Raum und plaudert in ihrem Soloprogramm EIN HAUCH VON BROADWAY humorvoll und selbstkritisch aus ihrem Leben. Dabei kann sie mit Ausschnitten aus bekannten Musical sowie mit Jazz- und Swing-Standards die ganze Bandbreite ihrer stimmliche Vielseitigkeit zeigen und gibt auch ein paar Kostproben ihrer tänzerischen Eleganz.
Die Show ist ein Portrait einer äußerst sympathischen, ganz und gar nicht divenhaften Darstellerin. verpackt in einen kurzweiligen, höchst amüsanten Abend mit garantiertem Hörgenuß.
Andreas Peschel
war musikalischer Leiter im Schloßparktheater und in Leipzig bei den „Academixern“, sowie Pianist von Franziska Trögner. Im Theater Coupé trat er bereits zusammen mit Frank Brunet auf.
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