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Informeller Verbund der Mieterinitiativen Charlottenburg Wilmersdorf

Die Mieterinitiativen unseres Bezirkes haben sich zu einem informellen Netzwerk zusammengeschlossen. Wir sammeln und berichten dort über den gesamten Bezirk hinweg über Probleme, Initiativen, Veranstaltungen, Statements der Politik, Bürgerinitiativen und erfolgversprechende Vorgehensweisen.

Wer sich beteiligen möchte – sei es auch nur durch Informationen oder kleine Spenden – ist herzlich willkommen.

 


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„RESPEKT FÜR DIE MENSCHEN IN UNSERER STADT“

Netzwerk der
Bürgerinitiativen Breitenbachplatz und Wilmersdorfer Mitte,
Initiativen Bundesplatz, Friedrich-Wilhelm-Platz und Prinzregentenstraße,
Stadtteilinitiative um den Leon-Jessel-Platz

Die Qualität der Stadträume in Wilmersdorf, Friedenau und Dahlem zeitgerecht neu denken, reparieren und wieder sichtbar machen sowie Nachbarschaften stärken. Darum geht es unserem Netzwerk von Bürgerinitiativen!

Unser Stadtraum – zwischen Lietzenburger Straße im Norden und der Bezirksgrenze nach Dahlem am Breitenbachplatz im Südwesten, von der Konstanzer Straße im Westen, über den Bundesplatz bis zur Prinzregentenstraße im Osten und der Gegend um den Friedrich-Wilhelm- Platz in Friedenau als südlichem Abschluss – ist Zeugnis einer einzigartigen historischen Stadtbaukunst.

Frühere Stadtplanung zielte auf die Lebensqualität der Quartiere

Mit der Carstenn ́schen Planung entstand ein Netz aus repräsentativen Boulevards wie Hohenzollerndamm und Bundesallee sowie Stadtplätzen wie Bundes-, Prager oder Friedrich- Wilhelm-Platz. Die durchdachten, hochwertigen Plätze boten den dort wohnenden und arbeitenden Menschen urbane Orte der Begegnung und Erholung und verliehen den Quartieren mit ihrer hervorragenden Aufenthaltsqualität eigene Identitäten.

So schufen die früheren Stadtplaner einen repräsentativen und dennoch sozialraumorientierten Stadtraum, der die Menschen aller Schichten zueinander brachte und in dem Straßen und Plätze gleichberechtigt für alle Verkehrsteilnehmer, vom Fußgänger bis zum Automobilisten, angelegt waren.

Diese städtebauliche Qualität ist in weiten Bereichen zerstört

Unser Stadtraum wurde zunächst durch die Bomben des Zweiten Weltkrieges teilweise und ab den 60er Jahren durch die überdimensionierten Verkehrsplanungen der „autogerechten Stadt“weitgehend zerstört. Unter dem Motto „Der Verkehr muss fließen“ wurden vertraute Umgebungen, Straßen, Plätze und Nachbarschaften geopfert, gewachsene Strukturen „funktional gegliedert“. Mitdem Siegeszug des Autos verschoben sich die Prioritäten: erst das Auto, dann der Mensch. Mehrspurige Straßen und Schneisen kreuzungsfreien Fahrens wurden zum obersten Gebot des Städtebaus. Nicht mehr die Attraktivität für die Anwohner sondern die für die „Durchfahrenden“ war nun oberstes Ziel der Stadtplanung. Plätze, Sichtachsen und Quartiere haben vielerorts ihr Gesicht, ihre Bezüge, ihre Geschlossenheit verloren.

Es ist Zeit, die verfehlte Stadtplanung der Nachkriegsjahrzehnte zu korrigieren

Zwar führte in Berlin der Protest gegen die Planung der Westtangente schon Mitte der 70er zu einem zaghaften Umsteuern der Politik; der Abriss der Brücke über den Kurt-Schumacher-Platz, das Zuschütten des Tunnels am Breitscheidplatz waren weitere Zeichen des Abschieds vom Glauben an aufwändige Verkehrsbauten. Der sich nun ankündigende Abriss der Brücke über den Breitenbachplatz setzt ein aktuelles Ausrufezeichen: Die „autogerechte Stadt“ ist an ihreGrenzen gestoßen, an soziale, wirtschaftliche und ökologische. Das Netzwerk fordert daher einProgramm für den Rückbau der autogerechten Stadt.

Menschengerecht heißt nicht autofeindlich

Es geht darum, dass unsere Stadt wieder vom Menschen her gedacht und für Menschen gebaut wird. Dazu muss die Aufteilung der Verkehrsräume vom Kopf auf die Füße gestellt werden: Die Verkehrsplanung der Zukunft muss bei den Bedürfnissen der Fußgänger ansetzen, dann der Radfahrer, schließlich des ÖPNV und erst dann beim motorisierten Individualverkehr.

Gemeinsam fordern wir:

Politik, Verwaltung und Planung müssen die historische und städtebauliche Qualität unseres Stadtraumes erkennen, durch ihr Handeln bewahren und stadtverträglich neu definieren:

  • Die Kieze müssen am Menschen orientiert weiterentwickelt, die Nachbarschaften gestärkt und wiederhergestellt werden.

  • Den Magistralen muss das Trennende genommen, die Strukturen und Sichtachsen der Carstenn’schen Planungen müssen als erhaltenswerte Elemente der Orientierung und sozialräumlichen Gliederung einbezogen und erlebbar werden,

    Verkehrs- und Stadtgestaltung müssen unter den Prämissen der Flächengerechtigkeit und der Gleichwertigkeit aller Verkehrsteilnehmer generell neu fokussiert werden und sich wegbewegen von der auto- hin zur menschengerechten Stadt:

  • Kiezzentren erhalten, stärken oder sogar erst erstellen

  • die Bedeutung der Plätze als Zentren der Begegnung und Erholung sowie zur Kiezbindung

    erkennen und ihren Erlebnis- und Aufenthaltswert neu herstellen, sichern oder steigern

  • Stadträume rekonstruieren durch Schließen von Baulücken, Bildung von Raumkanten sowie durch gartenarchitektonische Maßnahmen, Entsiegelung und Anlage neuer Grünflächen

  • attraktive Freiräume durch Einschränkung des Privatverkehrs in die City und Parkraumbewirtschaftung schaffen

  • Lösungen entwickeln für eine optimale und faire Nutzung der Verkehrsflächen für ÖPNV, Liefer- und Individualverkehr durch modifizierte Mobilitätskonzepte und verändertes Mobilitätsverhalten

  • Verkehrsflüsse optimieren durch modal Mix, verbesserten, verbilligten und umsteigefreundlichen ÖPNV und Umstrukturierung des Lieferverkehrs durch innerstädtische Verteilerzentren

  • Verkehrsflüsse beruhigen, verlangsamen und gerechter organisieren durch Tempolimits, Kreisverkehre, Zebrastreifen, intelligente Ampelregelungen, Ausbau des Fahrradwege- Netzes durch Fahrradstraßen und Schnellwege für Radler; eigene Zonen für Lieferverkehr

    Die Wunden der „autogerechten Stadt“ müssen durch behutsame Reparatur geheilt werden, um so die Lebens- und Aufenthaltsqualität für die Menschen zu verbessern und diehohe Stadtqualität dieses Großraumes wiederzuerlangen und weiterzuentwickeln:

  • Rekonstruktion der Bundesallee als Boulevard und Promenade mit Baumreihen, ebenso die Wiederherstellung des Südwestkorsos mit begrünter Mittel-Promenade (Entsiegelung)

  • Reduzierung der Fahrstreifen auf Bundesallee, Hohenzollerndamm, der Uhlandstraße und der Mecklenburgischen Straße

  • Rückbau der Breitenbachplatzbrücke und Wiederherstellung des historischen Platzgrundrisses

  • Zuschütten der beiden Bundesallee-Tunnel.

  • Unterbindung des Durchgangsverkehrs in der Wilmersdorfer Mitte, Wiederzusammenführung

    der Teile von Volkspark und Wilhelmsaue mit Möglichkeiten zur ebenerdigen Querung der

    Straßen

  • Schließung der Prinzregentenstraße (für Autos) im Bereich Volkspark

    Respekt vor diesem einzigartigen Berliner Stadtraum!
    Heilen und reparieren! Menschengerecht umgestalten! Aktiv werden jetzt!

    Daher arbeiten wir Initiativen, die wir in diesem Stadtraum aktiv sind, zusammen.

    Mit unserem Netzwerk wollen wir diese hohe Stadtqualität bewahren, reparieren und auf zeitgemäße Weise weiterentwickeln. Den beteiligten Initiativen ist bewusst, dass wir unsere jeweils lokalen Aktivitäten und Projekte in ein übergeordnetes Konzept und Vorgehen einbinden müssen. Als engagierte Bürgerschaft müssen wir diesen Stadtraum im Großen denken. Konzepte und Lösungen für die Teilräume müssen sich nahtlos in eine Gesamtschau einordnen und diese stützen. Nur so können wir Politik und Verwaltung auffordern, ebenfalls im Großen zu handeln.


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Künstlerkolonie verliert ihre Mieter in Berliner Abendblatt

Steigende Mietkosten verändern die Bewohnerschaft am Breitenbachplatz.

Die Wilmersdorfer Künstlerkolonie ist seit jeher Herberge für Künstler und Kulturschaffende aus ganz Berlin. Doch immer mehr von ihnen können sich die Mieten in der Siedlung am Breitenbachplatz nicht mehr leisten. Von den einst mehr als 300 Kunstschaffenden sind heute nur noch knapp 150 geblieben. Grund für den rasanten Anstieg der Mieten sind unter anderem Sanierungen, die der aktuelle Vermieter, die Vonovia SE, in den vergangenen Monaten durchführen ließ. Noch 2015 hieß es in einer Pressemitteilung der ohnehin umstrittenen Eigentümergesellschaft zum historischen Ort in Wilmersdorf: „Mieterwechsel gibt es kaum: Wer hier einzieht, der bleibt gerne.“ Das scheint sich in den vergangenen vier Jahren geändert zu haben.

Auf die Umstrukturierung der Mieterschaft reagiert nun auch das Bezirksamt. Bevor Berlin eine kulturpolitisch so wichtige Struktur verliere, erklärt Baustadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) auf Anfrage, müsse schnell gehandelt werden. „Wir würden diese Struktur gerne erhalten und zu einem Wohnort machen, an dem ältere erfahrene Künstler und junge Künstler gemeinsam Wohnen und das Quartier gestalten. Der Rückkauf dieser Wohnungen für das Land Berlin wäre auch notwendig, um in diesem Ortsteil ein Quartier mit mietpreisdämpfender Wirkung und somit positiver Auswirkung auf den Mietspiegel dauerhaft zu sichern.“ 1994 waren die 700 Wohnungen der Künstlerkolonie von der landeseigenen Gehag veräußert worden. Nun will die Stadt das Areal zurückkaufen. Dafür muss Vonovia aber auch bereit sein, diesen Kauf einzugehen. Danach sieht es derzeit noch nicht aus.

Lange Geschichte

Die Geschichte des Kulturareals geht bis auf das Jahr 1926 zurück. Damals kauften die „Berufsgenossenschaft deutscher Bühnenangehöriger“ und der „Schutzverband deutscher Schriftsteller“ das Grundstück zwischen der Laubenheimer Straße und Breitenbachplatz und gründeten gleichzeitig die „Gemeinnützigen Heimstätten m.b.H. Künstlerkolonie“ (Gehag). Ziel war es immer, vor allem gemeinschaftliches Wohnen zu fördern und Kulturschaffenden im Bezirk einen festen Ort zum Wohnen und Arbeiten zu geben. Hohe Wohnqualität zu erschwinglichen Preisen war ein weiteres Ziel der Genossenschaften. Davon ist die Künstlerkolonie heute aber weit entfernt.

Datum: 12. Mai 2019, Text: Katja Reichgardt, Bild: iStock / Getty Images Plus/ Oleg Elkov

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Bezirk setzt sich für Rekommunalisierung der Künstlerkolonie ein in Berliner Woche

 
 

Das Bezirksamt setzt sich per Beschluss für die Rekommunalisierung der Künstlerkolonie ein. Das sagte Grünen-Baustadtrat Oliver Schruoffeneger. Die Senatsverwaltung hat bereits Interesse signalisiert, die rund 700 Wohnungen von der Vonovia zurückkaufen zu wollen.

Damit hätten die Mieter Gehör gefunden, die in dem Viertel zwischen Breitenbachplatz und Laubenheimer Straße wohnen. Denn sie wollen laut Reiner Fischer, Sprecher des Mieterbeirats des Kolonie, nur eines: „weg von Vonovia“. Laut Fischer habe der Vermieter zuletzt die Mieten in mehreren Wohnungen um 50 Euro im Monat erhöht. „Das ist für Menschen mit geringem Einkommen oder einer kleinen Rente eine Menge. Damit hat die Gesellschaft den sozialen Frieden gebrochen.“ Von einer 50-Quadratmeter-Wohnung im Quartier sei ihm berichtet worden, die zu 850 Euro kalt neu vermietet werden soll. „Sie haben eine Wohnung aus einer deutlich besseren Wohngegend zur Vergleichswohnung gemacht und orientieren sich an deren Miete. Das führt zu Mieten, die deutlich über dem Mietspiegel liegen.“

Einst war die Kolonie gebaut worden, um schlecht oder unregelmäßig bezahlten Kreativen bezahlbaren Wohnraum anzubieten. „Sie hat eine kunsthistorische Bedeutung“, sagt Schruoffeneger. „Um sie zu schützen und weil wir mit einem Block von 700 Wohnungen in den Händen einer landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft den Mietspiegel dauerhaft unten halten könnten, wäre ein Ankauf interessant. Das würde sich auch positiv für die umliegenden Wohnungen auswirken.“ Dass Schruoffeneger sich dafür stark machen will, hatte ihm Niklas Schenker, Fraktionsvorsitzender der Linken in der BVV, negativ ausgelegt. Die Vonovia habe keinerlei Verkaufsabsichten geäußert und anstatt den Menschen falsche Hoffnungen zu machen, solle sich der Stadtrat darauf konzentrieren, den Milieuschutz in diesem Quartier voranzutreiben, so Schenker. Als „unverständlich“ bezeichnete der Baustadtrat die Kritik. „Die Linken wollen Deutsche Wohnen & Co enteignen und würden dort jetzt den Milieuschutz bevorzugen? Das passt nicht zusammen.“ Auch wenn die Verkaufsbereitschaft der Vonovia Voraussetzung für einen Ankauf ist, Schruoffeneger glaubt an eine Chance: „Ist doch letztlich immer eine Frage des Preises.“ Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) fände die Idee gar nicht so übel. Das konnte Fischer bestätigen. “Sie hat gesagt, sie wolle mit Vonovia sprechen.“

© Berliner Woche


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Armut ist in Deutschland vor allem ein Problem in den Großstädten

Armut ist in Deutschland nach wie vor ungleich verteilt. Besonders in den deutschen Großstädten ist die Armutsquote höher als im Bundesdurchschnitt und die Bevölkerung in diesen Städten nimmt Armut verstärkt wahr. Verwaltungschefs der Großstädte geben an, dass sie bereits vielfältige Maßnahmen gegen Armut ergriffen haben.

Die Armutsquote in den deutschen Großstädten liegt auf einem deutlich höheren Niveau als in Deutschland insgesamt. So betrug der Anteil der Sozialleistungsempfänger an der Bevölkerung 2016 deutschlandweit 10,1 Prozent. In den Großstädten, also den Städten über 100.000 Einwohnern, lag er dagegen bei 14,0 Prozent, also knapp vier Prozentpunkte höher.

Die Armutsquote hat sich dabei in den einzelnen Großstädten im Zehn-Jahres-Vergleich unterschiedlich entwickelt: In 37 Kommunen (46 Prozent) ist die Quote der Sozialleistungsempfänger gestiegen, in 27 (34 Prozent) ist sie gesunken und in 16 (20 Prozent) ist sie in etwa gleichgeblieben. Das sind die Ergebnisse unseres Monitors Nachhaltige Kommune, für dessen aktuellen Bericht wir uns mit dem ersten Nachhaltigkeitsziel (“Keine Armut”) der 17 Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen beschäftigt haben.

“Nachhaltige Entwicklung ist die große Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Ihr Prinzip setzt voraus, dass wirtschaftliche, soziale und ökologische Belange ausgewogen berücksichtigt werden. Unser Fokus muss dabei auf der Verbesserung der Lebensqualität für alle Menschen liegen. Transparenz ist hierfür der erste Schritt, den wir mit dem neuen SDG-Portal unterstützen”, sagt unser Vorstand Brigitte Mohn.

 

Armut ist in Deutschland regional unterschiedlich verteilt

Unter den Großstädten, in denen die Armut zugenommen hat, befinden sich alle 13 Ruhrgebietskommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern; demgegenüber zählen alle zehn ostdeutschen Großstädte zu den Kommunen mit einer geringeren Armutsquote als noch vor zehn Jahren. Der Anstieg der Armut im Ruhrgebiet lässt sich vor allem auf den noch nicht vollständig bewältigten Strukturwandel zurückführen.

In den ostdeutschen Großstädten haben sich die Lebensverhältnisse im Laufe der Jahre weiter an das Westniveau angeglichen. Da aktuell nur Daten bis 2016 vorliegen, konnten wir die Auswirkungen der starken Zuwanderung ab 2015 auf die Armutssituation in den Großstädten nur zum Teil erfassen.

Großstädter nehmen Anstieg der Armut wahr

Die Bevölkerung der deutschen Großstädte nimmt Armut vor Ort größtenteils als steigend wahr: 46 Prozent der Großstädter waren im Jahr 2018 der Meinung, dass die Armut in ihrer Stadt in den vergangenen zehn Jahren gestiegen sei. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar Emnid in unserem Auftrag. Von allen Bürgern in Deutschland meint dies nur gut ein Drittel (34 Prozent).

Dabei fällt auf: Das Armutsproblem wird für umso dringlicher gehalten, je mehr Einwohner der Wohnort hat. Für 27 Prozent aller Befragten ist die Armut vor Ort “ein großes” oder “sehr großes Problem”. Bei den Befragten aus Großstädten liegt dieser Wert bei 51 Prozent und damit ungefähr doppelt so hoch wie im Durchschnitt.

Armut ist für Verwaltungschefs der Großstädte relevantes Thema

Die Verwaltungschefs der 80 deutschen Großstädte haben das Problem Armut ebenfalls erkannt und Maßnahmen ergriffen. Das hat das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) in unserem Auftrag anhand einer weiteren Befragung ermittelt. Während über alle Kommunen betrachtet die Armut vor Ort nur für sechs Prozent der Verwaltungschefs “ein großes” oder “sehr großes Problem” darstellt, ist dies in Großstädten über 100.000 Einwohner für fast jeden Vierten der Fall (22 Prozent).

Alle befragten Verwaltungschefs von Großstädten geben an, dass sie bereits vielfältige Maßnahmen ergriffen haben, um Armut zu bekämpfen und zu vermeiden. Hierzu gehören Pflichtaufgaben, wie vor allem die Umsetzung der Sozialgesetze des Bundes und der Länder, aber auch freiwillige Aufgaben, wie zum Beispiel die Förderung von Kinder- und Jugendeinrichtungen oder von Sport-, Kultur- und Verkehrsangeboten. Allerdings sehen die Verwaltungschefs noch weiteren Verbesserungsbedarf: bei der Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung sowie bei freiwilligen sozialen Leistungen, die vielfältig, gut zugänglich und gezielt auf einzelne Stadtteile angepasst sind.

Was sollten Großstädte tun?

“Großstädte sollten vor allem für mehr Transparenz darüber sorgen, wie Armut in der jeweiligen Kommune verteilt ist. Dies kann in Form von kleinräumigen Armutsberichten geschehen”, sagt unsere Kommunal-Expertin Kirsten Witte. So zeige sich immer öfter, dass es in Ballungsräumen einzelne Quartiere gibt, in denen sich soziale, aber auch wirtschaftliche und umweltbezogene Problemlagen bündeln.

Transparenz über die Gesamtsituation in einzelnen Stadtteilen sei eine Grundvoraussetzung dafür, so Kirsten Witte weiter, dass Großstädte eine integrierte Strategie für die nachhaltige Bekämpfung und Vermeidung von Armut entwickeln könnten. Hierzu bietet sich vor allem der Aufbau eines kommunalen Nachhaltigkeitsmanagements an, das auf die 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Vereinten Nationen ausgerichtet ist, zumal das SDG 1 auf “Armut” bezogen und eng mit den übrigen SDGs verknüpft ist. So könnten Kommunen die Chancen der Menschen auf Bildung, Gesundheit, Wohnungsversorgung, Freizeitangebote, soziale Gemeinschaft und berufliche Entwicklung systematisch verbessern.

© Bertelsmann Stiftung 2019


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Nur jeder zehnte Berliner Künstler kann von seiner Arbeit leben

Abendschau | 24.04.2018 | Heike Bettermann | Bild: Farbfilm-Verleih/Courtesy Everet

 

Nach New York ist Berlin der weltweit wichtigste Produktionsstandort für Gegenwartskunst. Viele Künstler arbeiten jedoch unter prekären Bedingungen. Besonders alarmierend: Die durchschnittliche Rentenerwartung liegt bei gerade einmal 357 Euro.

Nur jeder zehnte Künstler in Berlin kann von seiner Arbeit leben. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des Instituts für Strategieentwicklung (IFSE). Bei 80 Prozent reichen die Einkünfte noch nicht einmal aus, um die Kosten der künstlerischen Arbeit zu decken. “Künstlerische Arbeit ist ein Verlustgeschäft”, sagte Hergen Wöbken vom Institut für Strategieentwicklung, der die repräsentative Studie am Dienstag vorstellte. Kooperationspartner war der Berufsverband Bildender Künstler*innen Berlin.

357 Euro Rente

Noch deutlicher als eine Untersuchung von 2011 zeigt die Studie, dass Frauen die prekäre Lage besonders zu spüren bekommen. So verdienten Künstler durchschnittlich 11.662 Euro im Jahr, Künstlerinnen kamen lediglich auf 8.390 Euro. Auch waren Männer deutlich häufiger in Einzelausstellungen vertreten.

Alarmierend ist Wöbken zufolge auch die durchschnittliche Rentenerwartung von 357 Euro im Monat. 90 Prozent der Künstler könnten später nicht von ihrer Rente leben. Der Sozialforscher schlug vor, nach dem Vorbild von New York einen umfassenden Kulturplan für Berlin zu erstellen. Mit insgesamt rund 8.000 professionellen Künstlern sei die Stadt nach New York der weltweit wichtigste Produktionsstandort für Gegenwartskunst.

Die gesamte Studie finden Sie hier…

© Rundfunk Berlin-Brandenburg


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Che Guevara vom Breitenbachplatz

Manfred Maurenbrecher “Rotes Tuch”

 

Rente? Nö: „Rotes Tuch!“ So heißt das neue Album des Liedermachers Manfred Maurenbrecher. … Ein Hausbesuch.

von GUNDA BARTELS, in Der Tagesspiegel, 24.02.2015

 

Viel zu verstimmt. Das Klavier dient Manfred Maurenbrecher, Jahrgang 1950, zum Aufstützen und zur Dekoration seines Wilmersdorfer…FOTO: KITTY KLEIST-HEINRICH
 

Jetzt, wo sie von selber kommen, da lässt er sie frei – die Lieder. Das sei ihm noch nie passiert, staunt Manfred Maurenbrecher. Einfach so am Klavier sitzen, nichts zwingen, nichts sollen, nichts wollen und dann einfach so ernten. Die Töne, die Worte. Nur noch aufschreiben, nichts mehr ändern, fertig. Zwei von rund sechshundert Liedern, die der Liedermacher in den letzten 35 Jahren geschrieben hat.

Beide – und das kann kein Zufall sein – sind zärtliche Balladen, das eine gar ein rollender Walzer, getränkt mit Gelassenheit und bildhaft aufgeladen mit ozeanischer Melancholie. Gesungen mehr wie Achim Reichel, getextet mehr wie Reinhard Mey. „Aufbruch“ heißt die eine, die andere „Ein anderes Blau“. Zu finden auf dem neuen Album „Rotes Tuch“, nach dem auch Maurenbrechers Liveprogramm mit Band heißt, das morgen im Mehringhoftheater Premiere feiert.

Die erste Strophe vom „Anderen Blau“ geht so: „Der Maler an der Reling,/ das Meer vor sich im Frühling, / malte es schmutzig grau./ Man fragte ihn: Fehlt Farbzeug?/ Er lachte nur: Was quält euch?/ Das ist ein andres Blau.“ Ein Lob der subjektiven Wahrnehmung, der individuellen Sicht. Poesie made by Maurenbrecher, der sich eigentlich viel lieber Geschichtenerzähler am Klavier statt Liedermacher nennt.

Er will sie freilassen, die Lieder

Auf „No Go“, seinem Album von 2013, hatte er sich seiner angestammten musikalischen Ausdrucksform gerade noch mal umfassend vergewissert und wurde dafür prompt mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Nun will er sie freilassen, die Lieder. Perspektivisch jedenfalls. „Wenn ich so richtig alt bin, will ich diese Form nicht mehr auf der Bühne erfüllen.“ Er habe immer den Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch bewundert, wie der so ewig erzählen konnte. Und den Pianisten Friedrich Gulda, wie der von der Klassik kommend auf der Bühne losjazzte. Einfach noch mehr Musik machen, trotzdem das Wort nicht verlieren und beides auf der Bühne für sich stehen lassen, das könnte doch was sein. „Da will ich mal hinkommen.“ Er gestikuliert, er strahlt, dafür hat der vergnügte Mann scheint’s alle Zeit der Welt gepachtet. Im Mai wird Manfred Maurenbrecher 65 Jahre alt.

 

Geboren ist er in Wilmersdorf. Da wohnt er auch schon etliche Jahre wieder. In der Künstlerkolonie am Breitenbachplatz, die 1927 auf Initiative der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger und des Schutzverbandes deutscher Schriftsteller entstand. Als preiswerter Wohnraum für brotlose Künstler und Denker. Die winterkahlen Bäume und Büsche lassen den Blick auf Gedenktafeln frei: Peter Huchel, Lyriker und Hörspielautor, Alfred Kantorowicz, Literaturwissenschaftler und Schriftsteller, Ernst Bloch, Philosoph. Bei Manfred Maurenbrecher hängt keine am Haus. Da gebührt dem promovierten Germanisten unter den wichtigsten deutschen Songwritern die alleinige Deutungshoheit.

„Das hier ist der Überblick“, sagt er und deutet mit der Hand aus dem Wohnzimmerfenster im vierten Stock. Und in Ostbrandenburg, wo wir seit 1992 ein Häuschen auf dem Dorf haben, das ist das Dickicht.“ Da schaue man aus dem Fenster direkt in Blumen und Büsche.

Er liebt ellenlange, politische Poeme

Die grenzenlos geträumte und die von der Realität begrenzte Welt, das sind Maurenbrechers Pole. Auf „Rotes Tuch“ frönt er wieder der Disziplin, die er sich von seinen verehrten Musikerkollegen Bob Dylan, Woody Guthrie oder Franz Josef Degenhardt abgeschaut hat: ellenlange Poeme. „Reportagen“ nennt Maurenbrecher diese mit wenig musikalischer Ausmalung vorgetragenen Wortkaskaden. Nummern wie „Kiewer Runde“ oder „Wer hat, der kriegt“ beschreiben präzise beobachtet und ebenso getextet verrottete politische und gesellschaftliche Zustände.

Das ist „Spoken Word“. Das macht so nur Maurenbrecher, den die junge Berliner Lesebühnen-Szene in den Neunzigern, als er die Reformbühne Heim & Welt mitgründete, ja auch prompt adoptierte. Eine für den Romanautor und Liederschreiber segensreiche Allianz, aus der die kabarettistischen Dauerbrenner „Mittwochsfazit“ und das jedes Jahr sieben Wochen hintereinander ausverkaufte „Jahresendzeitprogramm“ hervorgegangen sind.

Was es mit der Tenorblockflöte auf sich hat, die in seinem Arbeitszimmer steht? „Ich bin kein allzu schlechter Blockflötenspieler“, sagt er. Das heißt in seinem Sprech – ein guter. Auf dem Notenpult des E-Pianos steht ein Blatt mit einem noch unbetitelten Song über einen Shitstorm im Internet gleich neben Juli Zehs Roman „Die Stille ist ein Geräusch“. Eine Feststellung, die Maurenbrecher blind unterschreiben kann. Die Kombi hat aber weiter nichts zu bedeuten. „Ich vertone das Buch nicht, ich lese es nur.“

Was er dagegen gerade vertont, ist das Leben von Pete Seeger. Zumindest ein Teil davon. „Wie er in der McCarthy-Zeit von Berufsverbot bedroht war und das listig überwunden hat.“ Zusammen mit seinem Freund Diether Dehm, der für die gelegentlich vom „Das Sein bestimmt das Bewusstsein“-Marxisten Maurenbrecher unterstützte Partei Die Linke im Bundestag sitzt. In Bonn soll das Musical rauskommen. Dieses Jahres noch. Was bei dem Roman, den Maurenbrecher gerade in der Mache hat, noch nicht ausgemacht ist. So leicht die Lieder zu ihm kommen, so sehr ringt er mit dem Literatendasein.

Das Handy klingelt. Schon zum zweiten Mal. Immer dieselben Anfangsakkorde. „Ein Song von der vorletzten Dylan-Platte.“ Maurenbrecher ist stolz auf den Klingelton. Er hat lange dran gebastelt. Den Song digital geschnitten, den Ton aufs Telefon gespielt. Das hätte man nun nicht geglaubt, dass er sich mit so was abgibt. Seeger ja, aber Techniktüftelei? So als Anhänger des gestrigen Kunstformats CD. Von „Rotes Tuch“ wird er wohl dreitausend Exemplare verkaufen, in den Achtzigern waren es fünfstellige Stückzahlen. „Mein Sohn ist 25, der hat zu Hause drei CDs.“ Maurenbrecher lächelt. Er tritt auf, er schreibt, er kommt zurecht. Der Titelsong „Rotes Tuch“ sei schließlich ein Plädoyer fürs riskante Leben, sagt er. Ordnung könne man eh keine herstellen, dann lieber angreifen. Das Albumcover ziert sein Konterfei, ironisch stilisiert, als Che Guevara vom Breitenbachplatz.

© Der Tagesspiegel


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Im Schatten des Betonmonsters – Kiezspaziergang mit Manfred Maurenbrecher in Der Tagesspiegel

Der Liedermacher und Autor ist am Breitenbachplatz heimisch.

Er vermisst Cafés, bangt um die Post – und was denkt er über die Autobahnbrücke?

von CAY DOBBERKE in Der Tagesspiegel, 25.02.2018

 

Manfred Maurenbrecher beim Kiezspaziergang am Breitenbachplatz.FOTO: AGNIESZKA BUDEK

 

Den Verkehrslärm von der neuerdings wieder stark umstrittenen Autobahnbrücke am Breitenbachplatz findet Manfred Maurenbrecher „nicht so dramatisch“. Er höre davon so gut wie nichts in seiner Wohnung in der benachbarten Künstlerkolonie Wilmersdorf, sagt der Liedermacher und Autor.

Der heute 67-Jährige ist dort aufgewachsen. Im Alter von 20 Jahren zog er aus – kehrte aber ein Vierteljahrhundert später nach dem Tod seiner Eltern in deren Vier-Zimmer-Wohnung zurück, zusammen mit seiner Frau Kristjane und seinem (inzwischen erwachsenen) Sohn. Über die Künstlerkolonie hat er sogar ein Buch geschrieben, das 2016 im bebra-Verlag erschienen ist.

“Ich würde auf das Losbrausen verzichten”

Sollte die Brücke der Stadtautobahn am Breitenbachplatz abgerissen werden? Die Diskussion darüber ist aktuell geworden, seit sich die Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf einstimmig dafür ausgesprochen hat. Im Nachbarbezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, zu dem Teile des Platzes gehören, haben die Grünen einen wortgleichen BVV-Antrag gestellt.

Manfred Maurenbrecher ist hin- und hergerissen. Auf der einen Seite stört es ihn, dass „die olle Brücke“ den Platz zerschneidet. Der „monströse“ Betonbau aus den 1970er Jahren sei in einer Ära entstanden, in der sich Stadtplaner in Ost- und West-Berlin nach dem Mauerbau „wohl nur wenig an planerischer Willkür nahmen“. Den Bürgern sei trotz ihrer Proteste letztlich „keine Gegenwehr“ geblieben.

Andererseits genießt es Maurenbrecher, wie er in seinem Buch schreibt, über die Autobahnzufahrt „aus der Gegend raus in den Norden zu brausen“. Beim Spaziergang durch den Kiez fügt er dann aber hinzu: „Natürlich würde ich die Rekonstruktion des historischen Platzes begrüßen und dann auf das Losbrausen verzichten.“

Etwas ambivalent ist auch das Verhältnis des Musikers zum ganzen Kiez. Diesen findet er „ein bisschen spießig“, aber auch freundlich und gemütlich. Der heutige Vermieter der rund 90 Jahre alten Künstlerkolonie, das Wohnungsunternehmen Vonovia, „bemüht sich“ und agiere nicht als rücksichtslose „Heuschrecke“.

Seit dem Sommer 2017 sei endlich auch das Grünflächenamt Charlottenburg-Wilmersdorf „wieder aktiver“. Zuvor allerdings habe es den Ludwig-Barnay-Platz in der Mitte der Künstlerkolonie, der nach einem der Gründer der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger benannt ist, lange verwahrlosen lassen.

Vom “Fluch des ständigen Wechsels”

An Treffpunkten für die Anwohner mangelt es. „Erstaunlich ist, dass es hier kein einziges Café gibt“, sagt Maurenbrecher. „In meiner Jugend gab es Versuche, eines zu etablieren, die aber alle gescheitert sind.“ Für ihn und seine Frau ist das italienische Restaurant „Piazza Michelangelo“ am Südwestkorso zum Stammlokal geworden.

Den Nachbarn begegnen beide oft auch in der kleinen Einkaufszeile „Läden der Künstlerkolonie“ zwischen dem Südwestkorso und der Kreuznacher Straße. „Das Reisebüro hier gibt es seit meiner Kindheit.“ Der dortige Supermarkt habe mal bis Mitternacht öffnen wollen, erinnert sich Maurenbrecher. „Aber dann gab es Beschwerden.“ Anwohner befürchteten, dass trinkfreudige junge Leute und Alkoholiker bis spätnachts draußen herumlungern würden. Am Ende beließ es der Marktbetreiber bei den alten Verkaufszeiten.

Ebenso wie viele Nachbarn „bangen wir ums Postamt“, erzählt Maurenbrecher. Ständig gebe es Betriebsversammlungen in der Postbankfiliale an der Kreuznacher Straße, die Zukunft scheine ungewiss. Der Standort sei nicht zuletzt für Geldgeschäfte wichtig, nachdem andere Banken ihre Filialen im Kiez geschlossen und die Sparkasse ihren letzten Geldautomaten abgebaut habe.

Direkt am Breitenbachplatz stehen mehrere Läden und Lokale leer, Maurenbrecher spricht vom „Fluch des ständigen Wechsels“. Ein Beispiel dafür sind die einstigen Räumen des Jazzclubs „Eierschale“, der 1956 an der nordwestlichen Platzseite eröffnet hatte, aber 1977 wegen der hohen Miete an die Dahlemer Podbielskiallee umgezogen war.

Am alten Standort machte zuletzt im Frühjahr 2015 das „Grand Café Tomasa“ auf, schloss aber nur wenige Monate später wieder. Seitdem steht das Café leer, „trotz der schönen Dachterrasse“, an die sich Maurenbrecher gern erinnert. Er vermisst auch eine frühere Obsthandlung, die „etwas Besonders war“ und bedauert die Schließung des traditionsreichen Eisenwaren- und Haushaltswarenladens Weger nach 85 Jahren.

Unterdessen bliebt Manfred Maurenbrecher selbst auf der Erfolgsspur. Soeben erhielt er zum dritten Mal den „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ in der Kategorie Liedermacher – diesmal für sein Album „flüchtig“, das im Oktober erschien und vom Unterwegssein handelt. Die Jury aus deutschen, österreichischen und schweizerischen Musikjournalisten hatte zuvor bereits seine Alben „no go“ (2013) und „Rotes Tuch“ (2015) ausgezeichnet.

© Der Tagesspiegel


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Blick in die Presse – Kauft Berlin die Künstlerkolonie Wilmersdorf zurück ?

Berlin will Wilmersdorfer Künstlerkolonie zurückkaufen in Berliner Morgenpost

 

Berlin soll Wohnsiedlung kaufen in Berliner Kurier

 


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