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Theaterstück erinnert an Pogromnacht

Zum Gedenken an die nationalsozialistische Pogromnacht am 9. November 1938 präsentiert die Hochmeisterkirche, Westfälische Straße 70, Theateraufführungen des Projekts „Erinnern und nicht vergessen“, das von einem Team aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen entwickelt wurde. Unter dem Titel Die Flucht gibt es am Freitag, 8. November, und am Samstag, 9. November, jeweils ab 19 drei Einakter, die alle auf wahren Begebenheiten beruhen. Dazu singen Mitglieder des Hochmeisterprojekts aus der vom Kirchenmusiker Christian Hagitte komponierten Messe „Missa Popularis“. Am 20. November ab 10 Uhr folgt eine Schüleraufführung im Café Theater Schalotte an der Behaimstraße 22. Der Eintritt ist frei.

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Kampf um Sichtbarkeit. Künstlerinnen der Nationalgalerie vor 1900 – Alte Nationalgalerie

Kampf um Sichtbarkeit

 

Vor 100 Jahren durften Frauen erstmals an der Berliner Kunstakademie studieren. Doch wie schafften sie es, sich vor diesem Umbruch in der Kunstwelt zu etablieren?

Die Ausstellung „Kampf um Sichtbarkeit. Künstlerinnen der Nationalgalerie vor 1919“ geht dieser Frage nach und rückt die Frauen und ihre Kunst in den Fokus

von Karolin Korthase

Anna Dorothea Therbusch: Selbstbildnis, 1782

 

Müssen Frauen nackt sein, um ins Metropolitan Museum of Art zu kommen? Diese Frage stellten Ende der 1980er Jahre Aktivistinnen der feministischen Gruppe „Guerrilla Girls“ auf einem Plakat. Die Guerrilla Girls, die noch immer aktiv sind, wollten damit auf das eklatante Missverhältnis von weiblicher und männlicher Kunst in den Museen hinweisen. In den letzten Jahrzehnten hat sich jedoch in puncto  Geschlechtergerechtigkeit viel getan.

 

Ralph Gleis, Leiter der AltenNationalgalerie, und die Kuratorin Yvette Deseyve im Depot

 

Auch in der Alten Nationalgalerie, die Kunst aus dem 19. Jahrhundert zeigt – einer Zeit, in der Frauen nur auf Umwegen und mit viel Durchhaltevermögen künstlerisch tätig sein konnten –, sind nur knapp zwei Prozent der Werke von Frauen. „Einige Malerinnen wie Sabine Lepsius oder Caroline Bardua werden zwar seit langem in der Dauerausstellung präsentiert, aber Künstlerinnen machen insgesamt nur einen Bruchteil der Sammlung aus“, erklärt der Kunsthistoriker Ralph Gleis, der die Alte Nationalgalerie seit 2017 leitet. Gerade im  internationalen Bereich gebe es große Sammlungslücken: „Protagonistinnen des französischen Impressionismus sucht man bei uns bisher vergeblich.“ Insgesamt 83 Werke von 33 Malerinnen und 10 Bildhauerinnen aus dem „langen 19. Jahrhundert“, von der französischen Revolution und dem Klassizismus bis zum Ersten Weltkrieg und dem Expressionismus, gehören heute zur Sammlung der Nationalgalerie.

Viele dieser teilweise stark restaurierungsbedürftigen Werke lagerten bislang im Depot. Für die Ausstellung „Kampf um Sichtbarkeit. Künstlerinnen der Nationalgalerie vor 1900“ wurden sie aus dem Dornröschenschlaf geweckt und wieder ausstellungsfähig gemacht. Yvette Deseyve, Kuratorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin für den Bereich Skulptur und Plastik in der Alten Nationalgalerie, erzählt: „Wir stellen mindestens ein Werk von jeder Künstlerin aus, um zu zeigen, wie vielfältig die Kunst von Frauen im langen 19. Jahrhundert war.“

Erstaunlich ist, wie viele Werke

von Künstlerinnen in Vergessenheit

gerieten und wie wenig

über ihre Erfolge bekannt ist

Die Frauen mussten steinige Wege beschreiten, die individuell extrem verschieden waren, weiß Deseyve: “Diese spannenden Geschichten hinter den insgesamt 60 ausgestellten Werken wollen wir darstellen.“

Der ungarischstämmigen Künstlerin Vilma Parlaghy gelang es zum Beispiel, dank exzellenter Kontakte und einer perfektionierten Selbstinszenierung zur Malerfürstin aufzusteigen. Ihr größter Förderer war Kaiser Wilhelm II., den sie sieben Mal porträtierte.

Parlaghy wurde mehrfach auf Ausstellungen mit Medaillen ausgezeichnet und war 1902 das erste weibliche Jurymitglied der Großen Berliner Kunstausstellung. Ein historisches Foto zeigt ihren mondän eingerichteten Salon, den sie im New Yorker Plaza Hotel unterhielt.

Wie männliche Kollegen und Kunstkritiker mit Malerinnen wie Parlaghy umgingen, bezeugt ein Zitat aus der Feder des Malers Arthur von Ramberg: „Jedenfalls kann Vilma Parlaghy für sich den Ruhm in Anspruch nehmen, kein malendes Frauenzimmer, sondern ein berufener Bildnismaler — und nur dem Geschlechte nach ein weiblicher — zu sein.“ Lob und Herabwürdigung liegen hier nah beieinander. „Die Aussage, dass eine Frau wie ein Mann male, ist ein durchgängiger Topos in der männlich dominierten Kunstkritik und galt als das höchste Lob, das Künstlerinnen zur damaligen Zeit zugestanden wurde“, erläutert Ralph Gleis. Weit verbreitet war auch die Annahme, dass Künstlerinnen nicht von sich aus kreativ sein konnten und bestenfalls gute Nachahmerinnen männlicher Kunst waren. Umso erstaunlicher ist, wie unbeirrt und erfolgreich manche Frauen trotz des Gegenwindsihrer Berufung folgten.

 

Dora Hitz: Kirschenernte, vor 1905

 

Dorothea Therbusch, eine erfolgreiche Malerindes 18. Jahrhunderts, die sieben Kinder hatte und erst in ihren Vierzigern in vollem Umfang künstlerisch tätig sein konnte, wurde an der Pariser Académie Royale zunächst mit der Begründung abgelehnt, das von ihr eingereichte Bild sei zu gut, um von einer Frau stammen zu können. Spätergelang ihr die Zulassung nicht nur an derAcadémie in Paris, sondern auch an der Akademie der bildenden Künste in Wien,wo sie als erste Frau überhaupt ihr Studium aufnehmen konnte. In der Ausstellung „Kampf um Sichtbarkeit“ wird unter anderem ein kleines Selbstbildnis der Künstlerin zu sehen sein, auf dem sie sich mit auffälligem Augenglas als belesene Kennerin der Künste inszeniert.

 

Maria Slavona: Häuser am Montmartre, 1898

 

Es ließen sich noch zahllose weitere beeindruckende biografische Werdegänge mutiger Künstlerinnen erzählen. Erstaunlich ist jedoch, wie viele Werke weiblicher Urheberschaft im Laufe der Zeit in Vergessenheit gerieten und wie wenig überhaupt über die Netzwerke und Erfolge der Künstlerinnen zur damaligen Zeit bekannt ist.

„Wir wollen mit der Ausstellung zeigen, welchen Beitrag die mutigen Künstlerinnen zum Kunstgeschehen ihrer Zeit geleistet haben“, sagt Yvette Deseyve. Ihrer Ansicht nach gibt es in diesem Bereich noch immer viel zu forschen.

Das Konzept der Ausstellung sieht zwei thematische Blöcke vor: Neben einem chronologischen Rundgang, der einen Zeitraum von 140 Jahren abdeckt, wird es einen weiteren Raum mit Querschnittsthemen geben,  in denen verschiedene Teilaspekte im Kampf um Sichtbarkeit beleuchtet werden.

Was ist erhalten und was nicht? Was macht eigentlich Sichtbarkeiten aus? Welche Möglichkeiten gab es für die Frauen, im Kunstbetrieb und im Ausstellungswesen präsent zu sein? Ein Booklet und eine umfangreiche deutsche und englischsprachige Publikation samt Künstlerinnenbiografien runden die Werkschau ab.

Sicher werden einige Werke nach der Schau einen Platz in der Dauerausstellung bekommen. Darüber hinaus wünscht sich Ralph Gleis für die Alte Nationalgalerie aber, dass zukünftig Sammlungslücken bewusst geschlossen werden können, um den Blick auf das 19. Jahrhundert auch aus der Perspektive der Malerinnen und Bildhauerinnen weiter zu vervollständigen.

Die Restaurierung zahlreicher Werke für die Ausstellung wurde durch die grosszügige Unterstützung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ermöglicht.


Kampf um Sichtbarkeit.

Künstlerinnen der Nationalgalerie vor 1900

Alte Nationalgalerie,

11.10.2019 bis 8.3.2020

Kuratorinnenführung / Do / 18 Uhr /

7.11., 5.12.2019 / 4 € zuzüglich Eintritt

Ausstellungsgespräch

für Kinder 6–12 Jahre /

Sa / 15 Uhr / 2.11., 7.12.2019

 

© Stiftung Preußischer Kulturbesitz

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Berlin – oder: Die Kunst der Flucht

Zeitreise entlang der Berliner Mauer im Jahr 1987: Aus bislang unveröffentlichtem Archiv-Material, unterstützt von Inszenierungen spektakulärer Fluchten aus der DDR, erzählt Jean Bergeron von kleinen und großen Fluchten aus der Realität einer geteilten Stadt, in der sich niemand vorstellen konnte, dass die Mauer eines Tages verschwinden könnte.

 

 
1987: Der kanadische Kameramann Patrice Massenet berichtet seinem Land über die Feierlichkeiten zum 750. Geburtstag Berlins. Er ist fasziniert von der Stadt, bleibt zwei Monate und dokumentiert die gesamten 155 Kilometer der Mauer aus westlicher Sicht. Er begegnet Menschen, die sich in der geschlossenen Stadt eingerichtet haben, er spricht mit Soldaten, die die Grenze bewachen. Er fährt mit der S-Bahn, mit dem Auto, er spaziert an der Mauer entlang, immer begleitet von den Blicken der Grenzpolizisten, die jede seiner filmischen Aktionen misstrauisch beobachten. Ein Katz- und Mausspiel entwickelt sich diesseits und jenseits der Mauer. Erst 30 Jahre später entdeckt der Regisseur Jean Bergeron das bisher unzugängliche Material und schneidet daraus eine historische Momentaufnahme des Lebens in einer geteilten Stadt, das aus heutiger Sicht fast exotisch erscheint. Während die Westberliner sich in ihrem Alltag einrichten und zum Teil kuriose kleine Fluchten aus der Realität des Eingemauertseins erfinden, entwickeln ihre Ostberliner Mitbürger mit unvorstellbarem Einfallsreichtum Pläne, aus ihrem Teil der Stadt in den „freien“ Westen zu fliehen. Ausgewählte Fluchtgeschichten werden nachinszeniert. Die Dokumentation „Berlin – oder: Die Kunst der Flucht“ lässt die Teilung Berlins und den Alltag im Schatten der Mauer wieder sichtbar werden und macht anlässlich des 30. Jahrestags des Mauerfalls ein Stück Zeitgeschichte nachfühlbar.
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Kindertransporte 1938/39 aus aktueller britischer Sicht

Im Rahmen der Open-Air Ausstellung Am Ende des Tunnels und der Fotografie – Ausstellung Wandelhalle, die beide die Kindertransporte vor 80 Jahren aus Berlin thematisieren, findet am Sonntag, dem 13. Oktober 2019, um 14 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema „Kindertransporte 1938/39 aus aktueller britischer Sicht“ statt. Es diskutieren Dr. Andrea Hammel (Universität Aberystwyth), Prof. William Niven und Amy Williams (Universität Nottingham Trent). Die Diskussion wird in englischer und deutscher Sprache geführt. Eintritt frei. Ort: Kommunale Galerie Berlin, Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin, am Do., dem 3.10.2019 geschlossen.

Die Kindertransporte nach Großbritannien waren eine der wichtigsten und beeindruckenden Rettungsaktionen des 20. Jahrhunderts. Sie sind ein fester Bestandteil der kollektiven britischen Erinnerung. Lange Zeit wurde vor allem die positive Rolle der britischen Regierung und Gesellschaft hervorgehoben.

Im aktuellen Diskurs wird eine kritische Sicht auf die historischen Ereignisse mit einbezogen: Inwieweit hat die Trennung von den Eltern und die Übersiedlung zu Traumata geführt? Wie verlief die Integration der Kinder – während der Kriegsjahre und danach?

Einige der damals geretteten Kinder, die heute Personen des öffentlichen Lebens sind, engagieren sich in der aktuellen Flüchtlingskrise. Zum Beispiel fordert die Initiative „Safe Passage“ eine Neuauflage der Kindertransporte für Minderjährige aus syrischen Bürgerkriegsregionen.

Die britischen Experten für Holocaustforschung und Kindertransporte Dr. Andrea Hammel (Universität Aberystwyth), Prof. William Niven und Amy Williams (Universität Nottingham Trent) haben an der Open-Air-Ausstellung „Am Ende des Tunnels“ mitgewirkt. Sie berichten über den aktuellen Stand der Diskussion im Vereinigten Königreich, vergleichen ihn mit der deutschen Erinnerungskultur und zeigen, dass dieser historische Themenkomplex auch in unserer Zeit höchst aktuell ist.

Zugehörige Ausstellungen:

  • Open-Air-Ausstellung Am Ende des Tunnels – Die Kindertransporte vor 80 Jahren aus Berlin
    Ort: Vorplatz des Bahnhofs Charlottenburg
    Stuttgarter Platz, Ecke Lewishamstraße, 10627 Berlin
    Laufzeit: 16.8. – 27.10.2019
  • Von Karen Stuke
    Wandelhalle – Auf den Spuren von Sebalds Austerlitz
    Camera Obscura Fotografie
    Ort: Kommunale Galerie Berlin, Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin
    Laufzeit: 1.9. – 27.10.2019
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Berlin – Weltstadt der Moderne

Eröffnung der Triennale der Moderne in Berlin
am 10. Oktober 2019

Am Wochenende 11. – 13. Oktober 2019 findet in Berlin zum 3. Mal die Triennale der Moderne statt. Im Mittelpunkt stehen die architektonischen Zeugnisse der frühen Moderne über die 1920er Jahre bis zur Nachkriegsmoderne.

Zur Eröffnung lädt das Landesdenkmalamt Berlin zu einem Symposium „Berlin – Weltstadt der Moderne“. Vorgestellt werden Architekten, die für die Moderne in Berlin und Deutschland stehen, etwa Peter Behrens, Peter Grossmann, Paul-Rudolf Hennings, Otto Rudolf Salvisberg, Otto Bartning oder Erich Dieckmann. Staatssekretär Gerry Woop und Prof. Dr. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, eröffnen die Tagung.

Termin: Donnerstag, 10. Oktober 2019, 14.00 – 21.00 Uhr
Veranstalter: Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit Architektenkammer Berlin und Landesdenkmalamt Berlin;
Ort: Curt-Sachs-Saal, Musikinstrumenten-Museum, Staatliches Institut für Musikforschung, am Kulturforum, Eingang Ben-Gurion-Straße
Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei, keine Anmeldung erforderlich.

Die Triennale der Moderne findet seit 2013 alle drei Jahre in den Bauhaus-Städten Weimar, Dessau und Berlin statt.
Weitere Informationen: http://triennale-der-moderne.de/

Berlin bietet vom 11. bis 13. Oktober 2019 ein sehr umfangreiches Programm mit Führungen, Vorträgen, Workshops, Ausstellungen und Sonderaktionen an (teilweise kostenfrei, teilweise Anmeldung erforderlich).
Weitere Informationen:
http://triennale-der-moderne.de/komplettes-programm/
http://triennale-der-moderne.de/triennale-wochenende-i/

Kontakt im Landesdenkmalamt Berlin: Dr. Anke Zalivako, Tel. 030 90 259-3620, Mail: anke.zalivako@lda.berlin.de (nur Montags bis Mittwochs) oder Mail: landesdenkmalamt@lda.berlin.de

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Brecht in echt

Das gab es noch nie. Brecht in echt zeigt alles, was Brecht selbst im Film realisiert oder initiiert hat: Klassiker wie Kuhle Wampe (1932), Hangmen Also Die (1942), Die Dreigroschenoper (1931) und Puntila(1955), die zahlreichen Theaterdokumentationen von Mann ist Mann(1931), Galileo (1947), Urfaust (1952), Die Gewehre der Frau Carrar (1953), Katzgraben (1957), Die Mutter (1958), Mutter Courage und ihre Kinder (1961) und einiges mehr, darunter nie gezeigtes Stummfilmmaterial (teilweise mit Live-Musik), private Filmaufnahmen, Ausschnitte aus Wochenschauen und das berüchtigte Verhör vor dem House Committee on Un-American Activities.

Erstmals wird im Rahmen dieses Festivals Brechts Filmerbe öffentlich zugänglich gemacht. Es wurde von der Akademie der Künste und der Stiftung Deutsche Kinemathek durch die Förderung der Lotto-Stiftung Berlin und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gesichert und digitalisiert.

Programmhöhepunkte bilden die Premiere eines Reenactments von Brechts legendärer Hofmeister-Inszenierung (1950) durch Jürgen Kuttner und Tom Kühnel mit Samuel Finzi, Kathleen Morgeneyer und Peter-René Lüdecke (4.10., 19:30 Uhr), die von Brechts Meisterschüler B. K. Tragelehn und von dem Regisseur und Schriftsteller Holger Teschke kommentierten Aufzeichnungen früher Inszenierungen sowie die Aufführung von Volker Schlöndorffs Baal-Verfilmung (1969) mit Rainer Werner Fassbinder, gefolgt von einem Gespräch mit dem Regisseur, moderiert von Knut Elstermann (5.10., 20:15 Uhr).

Das Literaturforum im Brecht-Haus und das Bertolt-Brecht-Archiv bieten Einführungen und Gespräche an: mit Martin Brady (King’s College London), Anja-Christin Remmert (Akademie der Künste) und Erdmut Wizisla (Akademie der Künste, Bertolt-Brecht-Archiv).
Ein ganzes Wochenende in allen Sälen: Brechts Inszenierungen, seine Filmprojekte, was andere daraus machten, dazu Brecht öffentlich und so privat, dass man ihm über die Schulter schauen kann: Brecht in echt.

Es kooperieren: Babylon, Literaturforum im Brecht-Haus, Akademie der Künste (Bertolt-Brecht-Archiv), Suhrkamp Verlag und Brechtfestival Augsburg.

Das gesamte Programm: www.babylonberlin.de

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FOTO-WETTBEWERB „Die Glienicker Brücke vor, am und nach dem 10. November 1989“ ist gestartet und läuft bis zum 10. Oktober 2019

Am 10. November 2019 jährt sich der 30. Jahrestag des Mauerfalls auf der Glienicker Brücke. Aus diesem Anlass richten die „Potsdamer Neueste Nachrichten“  (PNN) und das Regionalmanagement Berlin SÜDWEST auch einen Fotowettbewerb aus. Die Teilnahme aller, die in jenen Tagen mit der Kamera unterwegs waren, ist wichtig, um der jungen Generation authentische Einblicke in die umwälzenden Geschehnisse vor 30 Jahren zu geben. Alle Berlinerinnen und Berliner sowie Brandenburgerinnen und Brandenburger haben die Möglichkeit, ihre Fotos aus der vergangenen Zeit einzureichen und sich zu beteiligen.

Ziel des Wettbewerbs ist es, am 10. November 2019 auf der Glienicker Brücke mit fotografischen Eindrücken an den Mauerfall vor 30 Jahren zu erinnern. Die Fotos (farbig oder schwarz-weiß) sollen qualitativ so hochwertig sein, dass sie auf wetterfesten Trägermaterialien in einer Größe von 80 x 60 Zentimeter gedruckt werden können. Die Fotos können in analoger oder digitaler Form eingereicht werden. Bei technischen Fragen wenden Sie sich bitte an die angegebene Telefonnummer.

Eine Jury wählt die besten 30 Fotos für diese Ausstellung sowie zusätzlich drei Sieger-Fotos aus. Zur Jury gehören ein Fotograf der PNN, Peter Fauland (Fotograf / Berlin), Jens Arndt (Filmemacher / Regisseur Berlin) sowie die Initiatoren des Wettbewerbs Regionalmanagement Berlin SÜDWEST und Kulturmanagement Berlin.

Die Fotos werden am 10. November 2019 von 10 bis 19 Uhr auf der Glienicker Brücke ausgestellt. Als Dankeschön erhält jeder/ jede Teilnehmer /-in des Fotowettbewerbs nach der Ausstellung sein großformatiges Foto. Die Auszeichnung der drei besten Fotos erfolgt im Rahmen der festlichen Matinee am 10. November 2019 im Schloss Glienicke.

Dieser Fotowettbewerb ist eine gemeinsame Aktion der Potsdamer Neueste Nachrichten und des Regionalmanagement Berlin SÜDWEST zum 30. Jahrestag des Mauerfalls Glienicker Brücke.

Einsendeschluss: 10. Oktober 2019
Foto per Mail an Regionalmanagement Berlin SÜDWEST
Stichwort Fotowettbewerb: office@rm-berlin-sw.de

oder per Post an:
Regionalmanagement Berlin SÜDWEST
Sebastian Clausert
Schloßstraße 48 (Gutshaus Steglitz)
12165 Berlin

Telefonische Rückfragen: 030 707 600 84

Ihr Regionalmanagement Berlin SÜDWEST

Fotohinweis: Glinicker Brücke. Foto:  Landtag Brandenburg, Thomas Spikermann

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Bezirksmagazin 2019/2020 erschienen

Soeben ist die 18. Ausgabe des Bezirksmagazins “Charlottenburg-Wilmersdorf – Ein Bezirk mit Zukunft” erschienen. Das Magazin im DIN-A-4-Format umfasst 96 Seiten. Es wurde von der Euramedia Werbung Berlin Gabriele Jahn durch Anzeigen finanziert, in Zusammenarbeit mit der Pressestelle des Bezirksamtes herausgegeben und in einer Auflage von 50.000 Exemplaren gedruckt. Es liegt kostenlos im Rathaus Charlottenburg, in den Bürgerämtern und demnächst auch in den Stadtbibliotheken und in allen anderen bezirklichen Einrichtungen aus. Darüber hinaus wird es über viele Geschäfte des Bezirks verteilt, in Arztpraxen, Senioreneinrichtungen und -clubs, Krankenhäuser, Kirchengemeinden, u.a. sowie über den Lesezirkel, solange der Vorrat reicht.

Sie können es auch hier downloaden.

ChWi 2019

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Identität – Was ist Heimat?

Über kaum einen politischen Begriff wurde in den vergangenen Jahren so intensiv diskutiert, wie über den Heimatbegriff. Sogar ein Bundesministerium wurde ihm gewidmet. Dabei ist keineswegs eindeutig, worauf sich der Begriff überhaupt bezieht: Ist Heimat ein Ort, ein Gefühl oder ein “Raum aus Zeit”, wie der Filmemacher Thomas Heise vor kurzem poetisch in einem Filmtitel behauptet hat? Klar ist: Im globalen Maßstab hat das Konzept eine überaus prekäre Konnotation. Denn allein im Jahr 2018 waren rund 70 Millionen Menschen auf der Flucht, mussten also ihre Heimat verlassen.

Warum wird der Begriff also gerade heute so exzessiv bemüht? Benötigen Menschen eine Vorstellung von Heimat für ihre persönliche Identität? Und gilt dies möglicherweise ganz besonders in Zeiten globaler Migrationsbewegungen und eines tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandels? Schafft die Vorstellung einer gemeinsamen Heimat gar gesellschaftlichen Zusammenhalt? Oder befördert sie vielmehr Abgrenzung, Ausgrenzung und gegenseitiges Misstrauen? Was bedeutet Heimat denjenigen, die sie verlassen mussten? Und ist es möglich, sich an mehreren Orten heimisch zu fühlen?


Die fünf Debattenbeiträge im PDF-Format können Sie hier downloaden.

Die Debattenbeiträge

Die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann arbeitet vor allem zum Thema Erinnerungskultur und erhielt 2018 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels.

Heimat als gemeinsames Projekt

Für die Kulturwissenschaftlerin und Friedenspreisträgerin Aleida Assmann bedeutet Heimat Zugehörigkeit und Zusammenhalt.

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Der vielfach ausgezeichnete Philosoph und Schriftsteller Peter Sloterdijk gilt als einer der einflussreichsten deutschsprachigen Intellektuellen.

Heimat als vorübergehendes Nicht-Exil

Für den Philosophen Peter Sloterdijk ist Heimat Ausgangspunkt unseres Lebensweges und Sehnsuchtsort zugleich.

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Abdul Alzuabi studiert Bauingenieurwesen in Berlin.

Heimat ist kein Ort, Heimat das bin ich

Abdul Alzuabi studiert Bauingenieurwesen in Berlin. Für ihn ist Heimat vor allem ein individuelles Gefühl.

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