Das Hokkaidō Universum

ein einzigartiges Universum haben auf der japanischen Insel Hokkaidō die drei alten Kulturen Jōmon, Ochotsk und Ainu entfaltet. Dieses „Hokkaidō Universum“ präsentiert der gleichnamige Dokumentarfilm zu Archäologie und Kulturgeschichte der nördlichsten Präfektur Japans, der im Rahmen einer japanisch-deutschen Forschungskooperation des Deutschen Archäologischen Instituts mit dem Hakodate Jōmon Culture Center, der Southern Hokkaidō History and Culture Foundation, dem Jōmon World Heritage Promotion Office des Hokkaidō Government sowie der Fachrichtung Paläontologie am Institut für Geologische Wissenschaften der Freien Universität Berlin entstand.

Zur öffentlichen Premiere dieses Films sowie zu einer anschließenden Gesprächsrunde von beteiligten Forschenden aus der Archäologie, Ethnologie und Archäobotanik möchte ich Sie und Ihre Kolleg*innen herzlich einladen:

 

Dokumentarfilmpremiere „Das Hokkaidō Universum“ (2020, 50 Minuten; Regie: Prof. Dr. Mayke Wagner; Produzent: DAI.films)

 

und Gesprächsrunde mit

 

ABE Chiharu (Jōmon World Heritage Promotion Office, Hokkaidō Government, Sapporo)

ISHIMORI Shuzo (Hokkaidō Museum, Sapporo)

Prof. Dr. Christian LEIPE (Institute for Space-Earth Environmental Research (ISEE), Nagoya University, Nagoya)

TSUBOI Mutsumi (Southern Hokkaidō History and Culture Foundation, Hakodate)

Prof. Dr. Mayke WAGNER (Deutsches Archäologisches Institut (DAI), Berlin)

Moderation: Cornelia WEGERHOFF (ARD-Journalistin, Köln)

 

am Donnerstag, den 13. Februar 2020, 17.00 – 19.30 Uhr

im Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin (JDZB), Saargemünder Str. 2, 14195 Berlin.

 

Der Film wird auf Deutsch mit japanischen Untertiteln gezeigt. Einführung und Gesprächsrunde werden in deutscher und japanischer Sprache simultan gedolmetscht.

Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es Gelegenheit, mit der Regisseurin und den Expert*innen bei Getränken und Snacks ins Gespräch zu kommen.

Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Programm auf unserer Webseite. Bitte melden Sie sich bis spätestens Donnerstag, den 06. Februar 2020 unter Angabe von Vor- und Nachname, Position, Institution und E-Mail-Adresse bei Sabrina Wägerle unter Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin (JDZB), Saargemünder Str. 2, 14195 Berlinswaegerle@jdzb.de an.

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Vision Code – 33 x Junge Kunst aus China

Malerei | Grafik | Digitale Kunst | Fotografie | Skulptur | Video

Ausstellung

26. Januar bis 22. März 2020

 

Eröffnung am Sonntag, 26. Januar 2020, 12 Uhr
mit Tee- und Trommelperformance

Begrüßung
Yu Zhang | Präsidentin GeKA e.V.
Elke von der Lieth | Kommunale Galerie Berlin

Einführung
Minh An Szabó de Bucs | Kulturjournalistin mit Schwerpunkt chinesische Gegenwartskunst

Ab 26. Januar 2020 präsentiert die Gesellschaft für Deutsch-Chinesischen kulturellen Austausch e.V. (GeKA e.V.) die Kunstausstellung “Vision Code” mit insgesamt 33 jungen Künstler*innen aus China.

Die Ausstellung zeigt eine beeindruckende Bandbreite sowohl an Themen als auch an Medien. Die Auswahl reicht von Tusche- und Ölmalerei über Fotografie, Installation, Video bis hin zur Digitalen Kunst und Gaming. Die meisten der 33 beteiligten Künstler*innen sind nach 1980 geboren, einige auch in den 90ern. Was bewegt diese junge Künstlergeneration, die in einem Land lebt, das sich in rasantem Tempo entwickelt? Diese Generation ist in der so genannten sozialistischen Marktwirtschaft aufgewachsen und genießt eine bis dato in China nie gekannte Freiheit in Bezug auf Konsum, Wohlstand und Reisen. Viele der hier teilnehmenden Künstler*innen haben im Ausland studiert, drei in Deutschland. Die Geschwindigkeit der Umbrüche in ihrem Heimatland stellt die Künstler*innen vor neue Herausforderungen ebenso wie die alles durchdringende Digitalisierung. Auf der Überholspur scheint das Land die Sorge um eine intakte Natur, die Nöte des Individuums und sogar seine alten kulturellen Werte hinter sich zu lassen.

Es sind gesellschaftliche und kulturelle Themen, die die 30- bis 40-Jährigen in ihrer Kunst verarbeiten. Sie hinterfragen traditionelle Künste und Kunstformen als kulturelle Identitätsstifter und wagen neue Interpretationen.

Guo Qi beispielsweise lässt farbige Tusche ganz neu mit dem delikaten Material Seide verschmelzen und erschafft dabei dreidimensionale Farbräume, die einen hypnotischen Sog ausüben. Studiert hat Guo Qi in der Meisterklasse von Sean Scully an der Münchner Akademie der Künste. In ihren Bildern fließen östliche und westliche Denkansätze zusammen.

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© Xi Fangfang 90.000 miles, Bambus, Seidengaze, Feder
 

Ein weiteres Sujet beschäftigt vor allem die elf teilnehmenden Künstlerinnen. Es ist die Rolle der Frau in der chinesischen Gesellschaft, die nach wie vor stark patriarchalisch geprägt ist. Xi Fangfang hat in ihrer Installation „90.000 Miles“ eindrucksvoll die Unfreiheit der Frauen thematisiert. Das Herzstück der raumgreifenden Installation bilden vier Bahnen aus Seide, die scheinbar in der Luft hängen. Darauf sind präparierte Flügel montiert, ohne Vogelkörper, in Weiß und Blau. Rund um hängen lange Bambusstäbe vertikal von der Decke. Sie sind so dicht in einer bestimmten Ordnung angebracht, dass ein Davonfliegen unmöglich gemacht wird. Ein Sinnbild für die Situation chinesischer Frauen: Ihre Flügel sind gestutzt und gesellschaftliche Normen engen sie ein. Wie sollen sie sich aus dem sozialen Regelkäfig befreien?

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© Ma Shengzhe Landscape, No 29, 2019, Reispapier
 

Was die junge Generation am stärksten reflektiert, sind die zunehmend digitaler werdenden Wirklichkeiten dieser Welt. Der Künstler Ma Shengzhe aus der Inneren Mongolei etwa malt sich aus, was passiere, wenn ein Computersystem kollabiert. Würde es auch in Schizophrenie und sinnlosem Gebrabbel enden wie ein Mensch unter enormem psychischem Druck? Die abstrakten Bilder auf Reispapier erinnern an fehlerhafte Dateien, die nicht mehr dechiffrierbar sind. Sie können weder Informationen noch Sinn vermitteln, sie bleiben eine ausdruckslose digitale Landschaft.

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© Zhang Wenchao, Shortcut Scenery, Videostill
 

Zhang Wenchao dagegen versucht, neueste Technologien in seiner Kunst zu einer innovativen künstlerischen Ausdrucksform zu verbinden. In seinem Video „Shortcut Scenery“ zeichnet er buchstäblich weiß auf schwarz seine individuellen Wege nach, die er zwischen 2011 und 2016 zurückgelegt hat. Das Ergebnis ist eine sich dauernd verändernde Karte von Gebäuden, Straßen und Symbolen aus der Vogelperspektive, graphisch höchst ästhetisch umgesetzt.

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© Marc Yang, Kurds, Archival Inkjet Print
 

Eher eine stilistische Ausnahme bildet Yang Da, auch Marc Yang genannt. Mit gerade einmal 26 Jahren hält er mit seiner Fotokamera alltägliche Szenen fest. Er zeigt das Leid ethnischer Minderheiten in Indien und im Mittleren Osten, wie etwa in Kurdistan, Iran oder Irak. Seine Fotografien haben gerade in ihrer Alltäglichkeit eine große Wucht. 2019 stand er auf der Shortlist der Magnum Foundation of Photography in New York und war nominiert für den Talent Award bei C/O Berlin.

Alle 33 Künstler*innen versuchen mit ihren künstlerischen Mitteln, die neuzeitlichen Codes visuell lesbar und für die Zukunft deutbar zu machen. Und sie schaffen das mit Ideenreichtum, Humor und visionären Ordnungssystemen.

Führung durch die Ausstellung

Sonntag, 23. Februar 2020 um 12 Uhr
Andreas Schmid | Experte für zeitgenössische chinesische Kunst

Vision Code zeigt Werke von

Chen Haishu (Fotografie), Chen Wencun (Grafik), Ding Hui (Malerei), Guo Mengyao (Malerei), Guo Qi (Malerei), Huang Fangqi (Malerei), Huang Jiayan (Video), Huang Wenya (Fotografie), Ji Chuan (Skulptur), Jin Dian (Video), Jiang Dandan (Malerei), Jiang Xina (Digitale Kunst), Ling Hui (Digitale Kunst), Lao Jiahui (Digitale Kunst), Liu Junli (Malerei), Lian Mingqiao (Fotografie), Lu Qiumo (Malerei), Li Zhuwei (Fotografie), Ma Shengzhe (Grafik), Qiu Aiyan (Fotografie), Qian Honglin (Digitale Kunst), Qin Lingsen (Malerei), Wan Duoyun (Skulptur), Wu Jian (Malerei), Wang Chengpu (Video), Wang Huayun (Malerei), Wu Chenkai (Video), Xi Fangfang (Skulptur), Marc Yang (Fotografie), Yue Xiaofei (Malerei), Zhang Mingming (Malerei), Zhang Wenchao (Video), Zhu Yujie (Digitale Kunst)

“Vision Code” ist das dritte Kooperationsprojekt der Gesellschaft für Deutsch-Chinesischen kulturellen Austausch mit der Kommunalen Galerie Berlin. Es wurde 2017 von der GeKA initiiert. Kuratorin der Ausstellung ist Li Rui, Peking. Sie hat die ausstellenden Künstler*innen aus einem Pool von über 200 Bewerber*innen ausgewählt.

Mit der Präsentation ihrer Werke nehmen die Künstler*innen zugleich an einem Wettbewerb um eine Künstlerresidenz der GeKA teil. Eine Fachjury wird die Positionen in Berlin bewerten und die Gewinnerin oder den Gewinner während der Eröffnung bekannt geben. Als Preis winkt ein vierwöchiger Aufenthalt in Berlin während der Art Week im ereignisreichen Kunstherbst.

Der Jury 2020 gehören an: Leonie Baumann (Rektorin Weissensee Kunsthochschule), Dr. Ludger Derenthal (Sammlung Museum für Fotografie), Heiner Wemhöner (Sammler), Gudrun Wurlitzer (Sammlerin), Dr. Andreas Bienert (Digitalisierungsbeauftragter der SMB), Constanze Kleiner (Galeristin), Gudrun Wurlitzer (Sammlerin) und Elke von der Lieth (Kommunale Galerie Berlin). Die Jurysitzung wird von Prof. Yu Zhang (Präsidentin der GeKA e.V.) geleitet.

Weitere Informationen zur Gesellschaft für Deutsch-Chinesischen kulturellen Austausch e.V. finden Sie hier.

 

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Musikalisches mit Violine und Klavier

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Es werden Werke von J. Bach und J. Strauss, sowie von Beethoven gespielt. Neben dem bekannten “Tschardasch von Montie“ hört man auch Dojna und Syrba aus Transsilvanien, Frey Lechs Klezmer-Musik, sowie das bekannte Roma-Lied “Zwei Gitarren” u.a.

Mit zwei großartigen Musikern, Konstantin Nazarov am Klavier und Alexander Babenko an der Violine, sind Virtuosität und temperamentvolle Interpretationen garantiert.

Ort: Club Steglitz, Selerweg 18 – 22, 12169 Berlin

Termin: 12.02.2020

Einlass: 15:00 Uhr

Beginn: 16:00 Uhr

Kosten: 3,50 €, zzgl. Kaffeegedeck 2,50 €

Anmeldung unter der Tel.-Nr. (030) 39 50 14 18 wird empfohlen.

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+++ abgesagt +++ Frühjahrsputz am Ludwig-Barney-Platz

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blankMit Unterstützung des Gartenbauamtes laden wir ein mit uns gemeinsam am

21. März 2020 ab 10:30 Uhr

den Ludwig-Barney-Platz mit einem gemeinsamen Frühjahrsputz auf den Frühling vorzubereiten und die sonnige Jahreszeit zu starten.

Sei dabei, wir freuen uns auf Sie/Dich.

Kaffee- und Kuchenspenden sind herzlich willkommen.

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68. Berliner Woche der Brüderlichkeit

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Seit 1952 veranstalten die Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im März eines jeden Jahres die Woche der Brüderlichkeit. In allen Teilen des Landes werden aus diesem Anlass Veranstaltungen durchgeführt, um auf die Zielsetzung der Gesellschaften und auf ihr jeweiliges Jahresthema hinzuweisen. Im Rahmen der zentralen Eröffnungsfeier wird die Buber-Rosenzweig-Medaille an Persönlichkeiten und/oder Organisationen verliehen, die sich im christlich-jüdischen Dialog außerordentliche Verdienste erworben haben. Mit einer Sondersendung wird über die Eröffnungsfeier wechselnd in ZDF und ARD berichtet.

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Die Zukunft beginnt jetzt – politische Bildung in globaler Perspektive

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Eine Tagung der Berliner Landeszentrale für politische Bildung geht der Frage nach, inwieweit Prozesse der Globalisierung in der politischen Bildung zunehmend wichtig werden. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Politikdidaktik und politische Bildung am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin (Frau Professorin Sabine Achour) durchgeführt.

Die Tagung findet statt am

Dienstag, 28. Januar 2020,

von 14:00 bis 19:30 Uhr

in der Berliner Landeszentrale für politische Bildung,

Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin.

Die „Fridays for Future“-Proteste machen deutlich, dass globale Zukunftsfragen (nicht nur) junge Menschen in Bewegung setzen. Sie bringen auf diesem Weg ihre Interessen in den politischen Diskurs ein und entwickeln sich so zu politischen Akteuren. Ein Glückfall auch für die politische Bildung. Für diese bietet sich die Chance, die gestellten Fragen nach der Zukunft unserer Art zu leben und zu wirtschaften durch vielfältige Angebote der politischen Bildung zu begleiten.

Aber ist die politische Bildung auch so aufgestellt, dass sie diese Chance nutzen kann? Hat sich die Pro-fession in ausreichendem Maße mit den globalen – auch ökonomischen – Zusammenhängen, den internationalen politischen Gestaltungsfragen, der Bedeutung der internationalen Menschenrechte, den Themen Klima, internationale Migration, Protest als politische Artikulationsform und globalen Entwicklungszielen in ausreichendem Maße auseinandergesetzt und (pädagogische) Konzepte entwickelt, damit diese mit Angeboten der politischen Bildung aufgegriffen werden können?

Mit der Tagung soll die globale Perspektive politischer Bildung einer Prüfung unterzogen werden. Was verstehen wir unter globaler Perspektive? Welche Bedeutung haben in diesem Kontext die Menschenrechtskonventionen der UN? Welche „blinde Flecken“ weist die politische Bildung auf? Welche Ansätze einer politischen Bildung in globaler Perspektive wurden bereits entwickelt und wie können wir diese auf eine breitere Grundlage stellen?

Die Tagung bildet den Abschluss der Veranstaltungsreihe „Menschenrechte, Menschenrechtsbildung und politische Bildung: Das Recht auf politische Teilhabe anerkennen, schützen und gewährleisten“.

Die Teilnahme ist nach Anmeldung entgeltfrei. Anmeldung unter: www.berlin.de/politische-bildung/veranstaltungen/veranstaltungen-der-berliner-landeszentrale/die-zukunft-beginnt-jetzt-politische-bildung-in-globaler-perspektive-872542.php

Ansprechpartner in der Berliner Landeszentrale für politische Bildung:

Thomas Gill, Leitung der Berliner Landeszentrale für politische Bildung, thomas.gill@senbjf.berlin.de

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Literarischer Lesesalon 2020

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Die Künstlerkolonie am Breitenbachplatz- erbaut 1927-1929 als soziales Projekt für Kulturschaffende besteht aus drei Häuserblocks rund um den heutigen Ludwig-Barnay-Platz und wurde bereits kurz nach ihrer Fertigstellung zum Wohnort bedeutender Persönlichkeiten des Kulturlebens der Weimarer Republik und bildete ein ganz spezielles Bohemé in Berlin Wilmersdorf welches weltweit Strahlkraft hatte.

Ort: Geschäftsstelle der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e.V. Laubenheimer Str. 19, 14197 Berlin

 

Anmeldung: GCJZ Berlin, E-Mail: gcjz.berlin@t-online.de / Telefon: 030 – 821 66 83

 

Referenten: Alwin Schütze oder Christian Sekula, Vorstand des Künstlerkolonie Berlin e.V.

 

Eintritt frei

 

Veranstalter: Künstlerkolonie in Berlin e.V. in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e.V.

 

-> www.kueko-berlin.de, www.gcjz-berlin.de

 


 

DIENSTAG, 20. OKTOBER, 18.30 UHR

STEFFIE SPIRA

 

Schauspielerin

 

 

Steffie Spira war die Tochter des Schauspielerehepaars Lotte und Fritz Spira. 1924 besuchte sie eine Schauspielschule und erhielt 1925 ihr erstes Engagement. 1926 arbeitete sie bei der Gewerkschaft der Schauspieler. Ab 1928 spielte Spira bei der Berliner Volksbühne. 1931 trat sie in die KPD ein und wurde dort Mitbegründerin der Theater-Truppe 1931. Verheiratet war sie seit 1931 mit dem Regisseur Günter Ruschin. 1933 emigrierte sie in die Schweiz. In 14 Jahren Exil erfolgte Theaterarbeit in Paris und dem Kabarett „Die Laterne“ sowie Brecht-Uraufführungen. Nach der Trennung von ihrem Mann wurde sie im Gefängnis in La Roquette und dem Frauenlager Camp de Rieucros inhaftiert, von wo aus die Flucht der Familie nach Mexiko erfolgte. Dort engagierte sie sich unter anderem im Heinrich-Heine-Klub.

1947 kehrte sie auf einem sowjetischen Frachter nach Deutschland zurück und spielte ab 1948 am Deutschen Theater unter Wolfgang Langhoff, vorwiegend in der Volksbühne in vielen großen Rollen (beispielsweise auch die Mutter Wolffen in „Der Biberpelz“ von Gerhart Hauptmann) und am Theater am Schiffbauerdamm. Im ersten Ernst Thälmann-Film Ernst Thälmann – Sohn seiner Klasse (1954, Regie Kurt Maetzig), der das offizielle Geschichtsbild der SED noch kurz vor der Entstalinisierung widerspiegelt, spielt sie die Clara Zetkin.

Am 4. November 1989 hielt sie auf dem Berliner Alexanderplatz während der Alexanderplatz-Demonstration eine Rede vor rund einer halben Million Menschen und sprach sich gegen die Arroganz der Macht und für die Freiheit ihrer Nachkommen aus: „Ich wünsche für meine Urenkel, dass sie aufwachsen ohne Fahnenappell, ohne Staatsbürgerkunde und dass keine Blauhemden mit Fackeln an den hohen Leuten vorübergehen!“

Steffie Spira starb mit 86 Jahren. Ihre Grabstätte befindet sich auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde in Berlin. Ihr Sohn Thomas Ruschin arbeitet als Synchronregisseur. Ihre Schwester Camilla Spira war ebenfalls Schauspielerin.

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Literarischer Lesesalon 2020

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Die Künstlerkolonie am Breitenbachplatz- erbaut 1927-1929 als soziales Projekt für Kulturschaffende besteht aus drei Häuserblocks rund um den heutigen Ludwig-Barnay-Platz und wurde bereits kurz nach ihrer Fertigstellung zum Wohnort bedeutender Persönlichkeiten des Kulturlebens der Weimarer Republik und bildete ein ganz spezielles Bohemé in Berlin Wilmersdorf welches weltweit Strahlkraft hatte.

Ort: Kulturraum der Künstlerkolonie Berlin, Breitenbachlatz 1, 14195 Berlin

 

Anmeldung: GCJZ Berlin, E-Mail: gcjz.berlin@t-online.de / Telefon: 030 – 821 66 83

 

Referenten: Alwin Schütze oder Christian Sekula, Vorstand des Künstlerkolonie Berlin e.V.

 

Eintritt frei

 

Veranstalter: Künstlerkolonie in Berlin e.V. in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e.V.

 

-> www.kueko-berlin.de, www.gcjz-berlin.de

 


DIENSTAG, 11. AUGUST, 18.30 UHR

HELENE JACOBS

 

Widerstandskämpferin

 

Jacobs war im Dritten Reich Sekretärin eines jüdischen Patentanwaltes und seit 1934 Mitglied der Bekennenden Kirche. Sie schloss sich einer Gruppe um den Juristen Franz Herbert Kaufmann an, die seit 1940 half, dass jüdische Verfolgte untertauchen und das Land verlassen konnten. Jacobs versteckte aus christlich-sozialer Motivation heraus einige Menschen in ihrer Wohnung, bis sie 1943 denunziert und anschließend zu Zuchthaus verurteilt wurde. In der Bundesrepublik Deutschland arbeitete Jacobs als Beamtin im Entschädigungsamt in West-Berlin und wurde dort 1963 strafversetzt, weil sie sich zu sehr für die Antragsteller eingesetzt hatte.

Jacobs war seit der Gründung 1949 Mitglied der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin. Sie wurde von der Gedenkstätte Yad Vashem als Gerechte unter den Völkern geehrt. Sie verstarb 1993 und wurde auf dem Waldfriedhof Dahlem beigesetzt. Ihr Grab ist seit 2004 als Ehrengrab der Stadt Berlin gewidmet.

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+++ abgesagt +++ Literarischer Lesesalon 2020

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Die Künstlerkolonie am Breitenbachplatz- erbaut 1927-1929 als soziales Projekt für Kulturschaffende besteht aus drei Häuserblocks rund um den heutigen Ludwig-Barnay-Platz und wurde bereits kurz nach ihrer Fertigstellung zum Wohnort bedeutender Persönlichkeiten des Kulturlebens der Weimarer Republik und bildete ein ganz spezielles Bohemé in Berlin Wilmersdorf welches weltweit Strahlkraft hatte.

Ort: Geschäftsstelle der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e.V. Laubenheimer Str. 19, 14197 Berlin

 

Anmeldung: GCJZ Berlin, E-Mail: gcjz.berlin@t-online.de / Telefon: 030 – 821 66 83

 

Referenten: Alwin Schütze oder Christian Sekula, Vorstand des Künstlerkolonie Berlin e.V.

 

Eintritt frei

 

Veranstalter: Künstlerkolonie in Berlin e.V. in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e.V.

 

-> www.kueko-berlin.de, www.gcjz-berlin.de

 


DIENSTAG, 12. MAI, 18.30 UHR

DINAH NELKEN

 

Drehbuchautorin und Schriftstellerin

 

Dinah Nelken, eigentl. Bernhardine Ohlenmacher-Nelken, geb. Schneider war eine deutsche Schriftstellerin und Drehbuchautorin. Dinah Nelken stammt väterlicherseits aus einer alten Berliner Handwerkerfamilie, mütterlicherseits von Hugenotten, die in Berlin sesshaft wurden. Der Vater war Schauspieler. Sie besuchte ein Lyzeum, bildete sich autodidaktisch weiter. In den 1920er Jahren hatte sie ihre ersten Erfolge mit Kurzgeschichten und Feuilletons für die Berliner Presse und Texten für das von ihr mitbegründete politisch-literarische Berliner Kabarett „Die Unmöglichen“. Ende der 1920er Jahre zog sie in die Künstlerkolonie Wilmersdorf und schrieb dort 1932 den Schlüsselroman Eineinhalb Zimmer Wohnung (1932) über eine typische Wohnung in der Künstlerkolonie. 

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+++ abgesagt +++ Literarischer Lesesalon 2020

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Die Künstlerkolonie am Breitenbachplatz- erbaut 1927-1929 als soziales Projekt für Kulturschaffende besteht aus drei Häuserblocks rund um den heutigen Ludwig-Barnay-Platz und wurde bereits kurz nach ihrer Fertigstellung zum Wohnort bedeutender Persönlichkeiten des Kulturlebens der Weimarer Republik und bildete ein ganz spezielles Bohemé in Berlin Wilmersdorf welches weltweit Strahlkraft hatte.

Ort: Geschäftsstelle der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e.V. Laubenheimer Str. 19, 14197 Berlin

 

Anmeldung: GCJZ Berlin, E-Mail: gcjz.berlin@t-online.de / Telefon: 030 – 821 66 83

 

Referenten: Alwin Schütze oder Christian Sekula, Vorstand des Künstlerkolonie Berlin e.V.

 

Eintritt frei

 

Veranstalter: Künstlerkolonie in Berlin e.V. in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e.V.

 

-> www.kueko-berlin.de, www.gcjz-berlin.de

 

 

DONNERSTAG, 30. APRIL, 18.30 UHR

Dr. EUGEN OHLISCHLAEGER

 

Schriftsteller, Komponist, Jurist, Kritiker, Journalist,
Drehbuchautor, Liederdichter, Hörspielautor

 

Geboren am 4. November 1898 im Rheinland. Evangelisch. Schrieb mit sechs Jahren das erste Märchen, mit 15 das erste Lied, mit 22 Jahren das erste Chanson für Gerti Kutschera in der „Bonbonniere“ von Hans Gruss in München, mit 23 die ersten Satiren für „Jugend“ und Simplizieslmus sowie die ersten Gedichte für sein Auftreten bei Kati im „Simpl“ und bei „Papa Bonz“, Schwabing, mit 25 die ersten Buchkritiken und Feuilletons für das „Berliner Tageblatt“, mit 28 die erste Hörfolge „Glocken“ mit Walter Gronostay„ für W. Blschoff, Breslau und für diesen das erste Hörspiel „Das Wasser steigt“, für Intendant Dr. Flesch die ersten Reportagen des Berliner Rundfunks aus Moabit. Arbeitete während seiner Schulzeit als Bergmann im Kohlenpott. Nahm am Ersten Weltkrieg (Frankreich) teil, Studierte von 1919 bis 1922 Jura in Jena, München  und Würzburg. Promovierte zum Dr. Jur. anschließend Bankbeamter, Kunstseide-Vertreter, Getreidehändler, Pressechef des Hotels Russischer Hof, Berlin, Redakteur der Zeitschriften des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Redakteur der Redaktionen des Verlages Ullstein, Theater-, Film-,und Variete-Kritiker der „B.Z. am Mittag“, der „Berliner Morgenpost“ und des „Tempo“. Pressephotograph seit 1918 Gerichtsreporter des RIAS und SFB 1954/56. Reiseleiter Busch-Reisen Berlin-Paris, Schriftsteller, Komponist und Pressephotograph…..

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