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Kita- und Schul-Notbetreuung für Eltern mit systemrelevanten Berufen

In Berlin werden ab dem 17. April alle Kitas und allgemeinbildenden Schulen geschlossen. Für die Kita-Kinder und Schulkinder der Grundstufen 1 bis 6 wird es eine Notbetreuung geben. Die Notbetreuung kann nur von Eltern in Anspruch genommen werden, die in systemrelevanten Berufen arbeiten und keine andere Möglichkeit einer Kinderbetreuung organisieren können. Der Senat von Berlin hat sich auf folgende anspruchsberechtigte Berufsgruppen für die Kita- und Schulnotversorgung verständigt:

 

    • Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisationen

 

    • Justizvollzug

 

    • Krisenstabspersonal

 

    • Betriebsnotwendiges Personal von BVG, S-Bahn, BWB, BSR, weiterer Unternehmen des ÖPNV sowie der Ver- und Entsorgung, Energieversorgung (Strom, Gas)

 

    • Betriebsnotwendiges Personal im Gesundheitsbereich (insbesondere ärztliches Personal, Pflegepersonal und medizinische Fachangestellte, Reinigungspersonal, sonstiges Personal in Krankenhäusern, Arztpraxen, Laboren, Beschaffung, Apotheken)

 

    • Betriebsnotwendiges Personal im Pflegebereich

 

    • Betriebsnotwendiges Personal und Schlüsselfunktionsträger in öffentlichen Einrichtungen und Behörden von Bund und Ländern, Senatsverwaltungen, Bezirksämtern, Landesämtern und nachgeordneten Behörden, Jobcentern und öffentlichen Hilfeangeboten und Notdienste

 

    • Personal, das die Notversorgung in Kita und Schule sichert

 

    • Sonstiges betriebsnotwendiges Personal der kritischen Infrastruktur und der Grundversorgung

 

 

Rückfragen: Presse- und Informationsamt des Landes Berlin, Telefon:
presse-information@senatskanzlei.berlin.de

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Weinranken an den Gebäuden der Künstlerkolonie

Wie wir von Bewohnern der Künstlerkolonie informiert wurden, wurden an den Gebäuden der Künstlerkolonie die traditionell dort wachsenden und Gebäudecharakterstiftenden Weinranken gekappt. Dies führte zu Beschwerden denen wir nachgegangen sind und festgestellt haben das die Vonovia diese gekappt hat. Wie uns auf Nachfrage von Vonovia erläutert wurde gibt es zu den Weinranken seit längerer Zeit von der Mieterschaft  beide Meinungen. Manche Bewohner fänden die Fassadenbegrünung sehr schön, andere haben mit Ungeziefer und zugewachsenen Fenstern Probleme. 

Entscheidender Grund für den Rückschnitt ist aber, dass die Fassadenbegrünung durch die Größe inzwischen so schwer geworden ist, dass der Putz diese nicht dauerhaft halten kann.

Dies ist durchaus nachvollziehbar auch wenn Fassadenbegrünung gut für das Stadtklima ist.

Wie uns die BVV Fraktion der FDP in Charlottenburg-Wilmersdorf auf unsere Nachfrage hin hierzu heute mitgeteilt hat, gibt es auch Fördermittelprogramme für moderne Fassadenbegrünungen die man prüfen sollte zumal in der Künstlerkolonie dieser Charakter über Jahrzehnte Bildgebend war.

 

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Verbannte Wissenschaft – Portraits jüdischer Kunsthistoriker im Exil

Vortragsreihe veranstaltet vom Förderkreis „Denkmal für die ermordeten Juden Europas e.V.“, der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und dem Siemens Arts Program, mit der Unterstützung von Grisebach.

Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 18 Uhr, der Eintritt ist frei.

Die Vorträge in der Villa Grisebach

 
Mittwoch, 11.03.2020 
Prof. Dr. Michael Diers (HFBK und Institut für Kunst- und Bildgeschichte der HU Berlin): Mit den Augen denken. Kunst und Anschauung bei Rudolf Arnheim

Dienstag, 31.03.2020 
Prof. Dr. Golo Maurer (Bibliotheca Hertziana, Rom): Rom 1933: Treffpunkt dreier Schicksale: Ludwig Pollak, August Grisebach, Richard Krautheimer

Dienstag, 23.06.2020 
Prof. Dr. Rudolf Preimesberger (FU Berlin): Gerhart Ladner. (1905-1993) Wien-Rom-Toronto-Los Angeles. Kunstgeschichte-Geschichte. Bildlichkeit und die Idee der Reform

Die Vorträge in den Räumen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

Dienstag, 14.04.2020 
Dr. Gabriele Mietke (Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst – Staatliche Museen zu Berlin): Wolfgang Fritz Volbach zwischen Mainz, Berlin und Rom: Wissenschaft und Turbulenz

Donnerstag, 23.04.2020
Prof. Dr. Sybille Moser-Ernst (Universität Innsbruck): Ernst H. Gombrich. Kunst-Wissenschaft als Problemlösung

Donnerstag, 7.05.2020 
Prof. Dr. Karin Gludovatz (Freie Universität Berlin): „Endemische Kunstgeschichte”. Otto Pächts lange Rückkehr nach Wien

Donnerstag, 4.06.2020 
Prof. Dr. Giulio Busi (Freie Universität Berlin): Von Berlin nach Oxford: Edgar Wind und das Exil als Methode

 

Weitere Informationen

finden Sie auf der Webseite des Fördervereins „Denkmal für die ermordeten Juden Europas e. V.“ sowie im Flyer zu der Vortragsreihe.

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Coronavirus – update

Die Hotline der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung 030 / 90 28 28 28 wird derzeit sehr stark in Anspruch genommen. Eventuelle Wartezeiten bitten wir daher zu entschuldigen.

Bei der Hotline geht es vor allem um eine erste Abklärung für möglicherweise selber von einer Infektion betroffene Bürgerinnen und Bürger. Hier noch einmal ein paar wichtige Hinweise dazu, für wen die Hotline gedacht ist

Bürgerinnen und Bürger, die Fragen zu einer möglichen Infektion mit dem neuartigen Coronavirus haben, weil sie:

    • Reiserückkehrerinnen / Reisrückkehrer aus Risikoregionen sind UND Krankheitszeichen haben

und / oder

    • Kontakt zu einem Corona-Kranken hatten oder haben

Neben der Hotline kann auch direkt die Hausärztin / der Hausarzt direkt angerufen werden. Hausarzt / Hausärztin und Patient / Patientin klären dann zusammen das weitere Vorgehen. Das kann auch heißen, dass kein Test vorgenommen wird, wenn es nicht notwendig ist.

Wichtig:

Über unsere Hotline können keine Testergebnisse abgefragt werden. Für Bürgerinnen und Bürger anderer Bundesländer: Viele Bundesländer bieten mittlerweile selbst Hotlines an. Da evtl. eine Vermittlung an das zuständige Gesundheitsamt stattfinden muss, bitten wir, sich nach Möglichkeit an die Hotline des eigenen Wohnortes zu wenden. Niedergelassene Ärztinnen / Ärzte werden gebeten, sich an die Kassenärztliche Vereinigung zu wenden.

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Senat schreibt Studie zum Abriss der Brücke am Breitenbachplatz aus

Senat schreibt Studie zum Abriss der Brücke am Breitenbachplatz aus. Viele Bürger sind sich mit Landes- und Bezirkspolitikern einig darin, dass die Autobahnbrücke über dem Breitenbachplatz verschwinden sollte, weil sie den Platz an der Grenze zwischen Charlottenburg-Wilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf verschandelt. Bereits im Mai 2019 forderte das Berliner Abgeordnetenhaus den Senat auf, eine Machbarkeitsstudie für den Abriss in Auftrag zu geben. Dann geschah lange nichts, wie die Abgeordnetenhausfraktion der CDU im vorigen Januar kritisierte. Nun hat die Senatsverkehrsverwaltung einen Zeitplan vorgestellt.

Im April beginne die Ausschreibung der Studie, hieß es Donnerstag bei einer Präsentation, zu der die Senatsverwaltung in ihre Räume im Haus am Köllnischen Park in Mitte eingeladen hatte. Die eigentliche Untersuchung könne im Sommer starten und solle dem Abgeordnetenhaus vor den nächsten Berliner Wahlen im Herbst 2021 vorgelegt werden. Anschließend sei ein städtebauliches Wettbewerbsverfahren nötig.

Die Brücke könne „theoretisch“ noch acht bis zehn Jahre genutzt werden, schätzt die Verwaltung von Umwelt- und Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne). Eine Sanierung lohne sich nicht mehr. Deshalb stünden nur „entweder ein Ersatzneubau oder der Rückbau/Umbau“ zur Wahl, heißt es in der schriftlichen Fassung der Präsentation. Gemäß dem Abgeordnetenhausbeschluss werde außerdem geprüft, wie man die „Randbebauung des Stadtplatzes wiederherstellen“, den Durchgangsverkehr reduzieren und eine Tempo-30-Zone einrichten könne. Dazu wurde im Haus am Köllnischen Park eine Ausstellung mit Ideen von Studierenden der Hochschule Bremen eröffnet.

 

© leute-c.dobberke@tagesspiegel.de

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Mietendeckel in Berlin in Kraft

Wir halten Sie hier immer auf dem Laufenden zum aktuellen Stand.

 

Sonntag, 23. Februar 2020

Das Gesetz zur Mietenbegrenzung im Wohnungswesen in Berlin (MietenWoG Bln), der sog. Mietendeckel, wurde am 30.01.2020 vom Berliner Abgeordnetenhaus beschlossen und ist seit dem 23.02.2020 in Kraft getreten.

Hier können Sie sich über Ihre Rechte und Pflichten als Mietende oder Vermietende informieren.

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Gedenken an Silja Lésny

Wer will, daß die Welt bleibt, wie sie ist, will nicht, daß sie bleibt.

                                                                                                                      Erich Fried

 

Ende Juli ist unsere liebe Freundin und Kollegin, die unvergessene
„Prinzessin Amarza“,

Silja Lésny

 

ganz still von uns gegangen.

Ihrem Publikum, das in Millionen zählte, hat sie ihren Traum von einer gerechteren Welt vermittelt, und immer war sie begeistert davon, wenn sie ihr Anliegen den Jungen und Allerjüngsten spielerisch nahebringen konnte.  Uns Freunden stand sie stets kritisch, aber liebevoll zur Seite.

Zahlreiche Spenden haben es ermöglicht, für sie eine würdige letzte Ruhestätte auf einem Friedhof mit Gräbern vieler verdienstvoller Berliner zu finden.

Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung fand am Donnerstag, dem 30. September 2010, um 12 Uhr auf dem Friedhof der Sophien-Gemeinde in Berlin-Mitte, Bergstraße Ecke Invalidenstraße, statt.

 

Für den Freundeskreis

Marlies Ludwig

Frank-Burkhard Habel



 

Wohl kaum eine andere Schauspielerin erlangte durch nur einen Kinofilm so große, auch internationale Berühmtheit wie Silja Lésny: Anfang der 1950er Jahre setzte Wolfgang Staudte für die DEFA aufwendig und opulent das Märchen „Die Geschichte vom kleinen Muck1) von Wilhelm Hauff mit Thomas Schmidt1) (1942 – 2008) als Titelheld in Szene. Nach der Ost-Berliner Premiere am 23. Dezember 1953 im Kino „Babylon“ setzte „Die Geschichte vom kleinen Muck1) seinen Siegeszug in mehr als 60 Ländern fort. Bis heute gilt der legendäre Streifen als der erfolgreichste Kinderfilm bzw. als Highlight der DEFA-Produktionen. Mit der Figur der schönen und klugen Prinzessin Amarza, Tochter des Sultans (Alwin Lippisch), spielte sich auch Silja Lésny in die Herzen des Publikums – ihr Name bleibt bis heute untrennbar mit diesem Film verbunden.

Silja Lésny erblickte 11. Dezember 1923 als Gerda Lésny in Hamburg das Licht der Welt, über ihren familiären Hintergrund spann sie zu Lebzeiten einige Legenden, auch ihr Alter wusste sie stets geschickt zu verschleiern. Nach eigenen Angaben war sie javanisch-französischer Abstammung, was durch ihre exotisch anmutende Physiognomie hätte stimmen können. Der Vater sei ein javanischer Arzt gewesen, die Mutter Tänzerin bzw. Schauspielerin. Tatsache ist jedoch, dass sie als die uneheliche Tochter der Kassiererin Martha Lésny geboren wurde, ihr Großvater war Arbeiter in Hamburg, der Vater unbekannt. 1938 begann die damals 15-Jährige eine kaufmännische Ausbildung und arbeitete nach ihrem Abschluss ab 1941 zunächst als Kaufmanns-Gehilfin. Daneben nahm sie Tanzunterricht und sammelte erste Bühnenerfahrungen als Choristin an der „Hamburger Staatsoper“, musste diese Tätigkeit jedoch 1946 aufgrund einer Arthrose-Erkrankung aufgeben und wandte sich nun auf Empfehlung der Ballettmeisterin Isabella Vernici (1915 –1986) der Schauspielerei zu. Vernici, dritte Ehefrau des Schauspielers und Regisseurs Volker von Collande2), vermittelte der jungen Lésny Unterricht bei ihrem Mann, weitere Stunden nahm sie unter anderem bei dem Hamburger Theaterleiter Helmuth Gmelin1)(1891 – 1959), der ihr allerdings wegen ihres asiatischen Typs vom Schauspielberuf abgeraten haben soll.


Doch Silja Lésny ließ sich nicht beirren, ab Ende der 1940er Jahre war sie an verschiedenen Bühnen in Hamburg tätig und wurde mit kleineren Aufgaben betraut. Sie spielte unter anderem in Stücken von Sartre, Giraudoux, Tennessee Williams, Hauptmann und Lorca.3) Dann zog es sie nach Berlin, stand dort noch als Gerda Lésny eine Zeit lang bei Boleslav Barlog am „Schillertheater“ bzw. „Schlossparktheater“ auf der Bühne.3)  


In Berlin kam sie auch mit der Filmszene in Berührung und konnte erstmals in Wolfgang Staudtes Melodram „Schicksal aus zweiter Hand4) (1949) einen winzigen Part ergattern. In Hans Deppes, ganz auf die Stars Mártha Eggerth und Jan Kiepura zugeschnittenen Operettenverfilmung „Das Land des Lächelns“ (1952) gehörte sie als Kleindarstellerin ebenfalls zu Besetzung. Zudem war sie bei der DEFA für die Synchronisation tätig, lieh beispielsweise der Hauptdarstellerin Tatyana Konukhova in der sowjetischen Produktion „Mainacht“ (1953, Maiskaya noch, ili utoplennitsa; Regie: Alexander Arturowitsch Rou) ihre Stimme.


Aufgrund des Volksaufstands in der DDR, der am 17. Juni 19531) von der Roten Armee blutig niedergeschlagen wurde, ging die Schauspielerin kurzfristig nach Großbritannien und war dort in einem Landschulheim tätig. In London lernte sie den Lyriker Erich Fried1) (1921 – 1988) kennen, mit dem sie bis an ihr Lebensende befreundet blieb; durch ihn kam sie auch in Kontakt mit anderen Schriftstellern, darunter dem späteren Literatur-Nobelpreisträger Elias Canetti1) (1905 –1994).
 
Zurück in Deutschland, geriet Silja Lésny, wie sie sich nun fortan nannte, mit der Rolle der Prinzessin Amarza in Staudtes DEFA-Klassiker „Die Geschichte vom kleinen Muck“ dann über Nacht in aller Munde. Von der Kritik wird sie überwiegend positiv besprochen: „Ein Gesicht wird sich einprägen: das engelsreine Antlitz von Silja Lésny als gute Prinzessin Amarza.“ (Märkische Volksstimme, Potsdam, 3.1.1954). Auch abwägende Stimmen mischen sich darunter: „Silja Lésny gibt als Amarza eine warme, kluge, liebenswerte Gestalt, von der man aber stellenweise auch eine differenziertere Darstellung gewünscht hätte. Einer so ausdrucksstarken und vielschichtig gespielten Szene wie der im Gemach des Magiers stehen Szenen mit Hassan gegenüber, die zu blaß und ohne die notwendige innere Spannung bleiben,.“ (E. Zapff, Deutsche Filmkunst, Nr. 2, 1954). Obwohl sie bis dahin nicht glaubt, singen zu können, gelingt ihr ein Lied, das der Komponist Ernst Roters mit ihr einstudiert. „Amarzas Lied ist ganz groß herausgestellt worden, nicht nur in Ihrer Park-Szene, sondern auch in der Titel-Musik und während des Films im Palast, wenn der kl. Muck ihn zum ersten Mal betreten hatte.“ (Ernst Roters an Silja Lesny, 17.11.1953).5)
 
Bedauerlicherweise konnte Silja Lésny ihren filmischen Erfolg nicht wiederholen, sie übernahm zwar neben ihrer Arbeit am Theater weitere Aufgaben vor der Kamera, musste sich jedoch mit mehr oder weniger kleinen Nebenrollen zufrieden geben. Als einen Höhepunkt betrachtet sie die Arbeit bei Gustaf Gründgens ab Mitte der 1950er Jahre am „Deutschen Schauspielhaus“, wenngleich sie auch hier nur kleine Rollen spielt. Sie beschäftigt sich intensiv mit Gründgens‘ Leben und plant später ein Gründgens-Lesetheater-Programm, das sie aber nicht mehr verwirklichen kann.5)


Auf der Leinwand hatte sie 1956 eher unbedeutende Auftritte in den Streifen „Geliebte Corinna1) und „Nina“ (mit Anouk Aimee und Werner Hinz), im Fernsehen spielte sie unter anderem in dem von Fritz Umgelter inszenierten Stück „Montserrat“ (1957; → Die Krimihomepage), einer Geschichte, die zur Zeit der südamerikanischen Befreiungskriege zu Beginn des 19. Jahrhunderts angesiedelt war. Abboniert auf exotische Rollen, zeigte sie sich mit Agnes Fink und Hanns Lothar in „Begegnung in Singapur“ (1958; → Die Krimihomepage), wirkte in der „koreanischen Legende“ mit dem Titel „Die schönste Blume“ (1959) mit.


Doch ihre Filmkarriere war zum Erliegen gekommen, Silja Lésny verabschiedete sich für längere Zeit vom Schauspielerberuf und wandte sich  – veranlasst durch persönliche Kontakte – Forschungsreisen und der Archäologie zu. Sie assistiert dem Forscher Gustav Adolf Baron von Maydell, der 1955–1958 eine große Indien-Expedition unternimmt, und beteiligt sich an archäologischen Ausgrabungen (u.a. bei Pergamon mit Prof. Boehringer1)).5) Dann griff sie auf ihre ihre kaufmännische Ausbildung und ihre künstlerischen Erfahrungen zurück, war unter anderem bei der „Filmbewertungsstelle“ in Wiesbaden als persönliche Mitarbeiterin des Intendanten Hellmuth Matiasek in Braunschweig tätig sowie am „Deutschen Theatermuseum München“. Dies alles geschah gegen den ausdrücklichen Rat von Erich Fried, der ihr am 2. November 1959 in einem Brief schrieb: „Du musst, musst, musst wieder spielen, filmen und Film- und Fernseharbeit machen. Nicht nur verdienst Du als Sekretärin allzu wenig (…), sondern Du gerätst bei Gründgens, im Fernsehen und überall in Vergessenheit oder doch in Dreiviertelvergessenheit.“6)
  
Ab den 1980er Jahren engagierte sich die inzwischen im Rentenalter angekommene Silja Lésny bei Filmforen und veranstaltete literarische Lesungen. Hier widmet sie sich besonders antifaschistischen Themen, dem Oeuvre von Erich Fried und Stefan Heym1), dem Leben von Varian Fry1). Sie stellt osteuropäische Dissidenten wie Václav Havel1) und Lew Kopelew1) vor. Auch Frauenliteratur liegt ihr am Herzen. Sie spricht u.a. Texte von Christa Kozik1) und lässt den Geliebten Bertolt Brechts Gerechtigkeit zuteil werden. In den 1990er Jahren synchronisiert Lésny gelegentlich ausländische Filme und tritt häufig als Märchenerzählerin auf.5)


In ihren letzten Lebensjahren hatte Silja Lésny mit erheblichen finanziellen Problemen zu kämpfen, da ihre Altersicherung nicht ausreichte. Wegen der hohen Lebenshaltungskosten verließ sie die bayerische Landeshauptstadt München und ließ sich mit Beginn des neuen Jahrtausends in Berlin nieder, lebte im Stadtteil Wilmersdorf. Als Zeitzeugin war sie in Diskussionen und TV-Talk-Shows eine gefragte Gesprächspartnerin und somit nie so ganz aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit verschwunden. Auch in der MDR-Hommage „Abschied ist ein leises Wort“ (2008), in der an verstorbene Prominente des Jahres erinnert wurde, wirkte sie mit. Als Gründungsmitglied der „Europäischen Kulturwerkstatt e.V.“ (EKW) bzw. als deren Vizepräsidentin setzte sie sich bis zuletzt für die Förderung des künstlerischen Nachwuchses auf den Gebieten von Musik und Theater, seine Aus- und Weiterbildung sowie den bilateralen kulturell-künstlerischen Austausch im Rahmen der EU-Staaten ein. An kleinen Bühnen wie dem „Jüdischen Theater Bamah7) in Charlottenburg-Wilmersdorf und dem Kindertheater „Varia Vineta“ in Berlin-Pankow spielte sie 2007 und 2008 letzte Rollen. Bis kurz vor ihrem Tod war sie mit ihren Leseprogrammen in Berlin, Wittenberge, Frankfurt (Oder) oder im „Friedrich-Wolf-Haus“ in Lehnitz aufgetreten; aus wirtschaftlichen Gründen arbeitete sie zudem bis wenige Tage vor ihrem einsamen Ableben in einem Call-Center.

Am 5. August 2010 wurde die 86-jährige Silja Lésny von dem mit ihr befreundeten Filmpublizisten Frank-Burkhard Habel1) bzw. von Polizeibeamten tot in ihrer Berliner Wohnung aufgefunden. Das genaue Todesdatum ist ebenso unbekannt wie die Ursache, gestorben ist die einst als Prinzessin Amarza gefeierte Künstlerin vermutlich um den 24. Juli 2010, da sich im Raum eine ungelesene Zeitung mit diesem Datum befand → Nachruf in SUPERillu vom 7. September 2010. Die Trauerfeier mit anschließender Urnen-Beisetzung fand am 30. September 2010 auf dem Friedhof der „Sophienkirche“ in Berlin-Mitte statt.

Quellen: Wikipedia sowie
Frank-Burkhard Habel in: CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film, LG 53
Siehe auch den Nachruf von Frank-Burkhard Habel
bei „Europäische Kulturwerkstatt e.V.“ (EKW)
Link: 1) Wikipedia, 2) Kurzportrait innerhalb dieser HP, 4) filmportal.de, 7) www.berlin.de
Quellen:
3) Artikel von F.-B. Habel nach Auskünften von Silja Lésny und Dokumenten aus dem Nachlass
bei der nicht mehr existenten Website defa-sternstunden.de 
5) CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film, LG 53
6) Frank-Burkhard Habel: Dokument aus dem Nachlass
Filme
Filmografie bei der Internet Movie Database
(Link: filmportal.de, Wikipedia)
  • 1949: Schicksal aus zweiter Hand (ungenannte Nebenrolle) → www.film.at
  • 1952: Das Land des Lächelns (ungenannte Nebenrolle) → Filmlexikon
  • 1953: Die Geschichte vom kleinen Muck (DEFA-Produktion; als Prinzessin Amarza)
  • 1956: Geliebte Corinna (ungenannte Nebenrolle)
  • 1956: Nina (ungenannte Nebenrolle) → Filmlexikon
  • 1957: Montserrat (TV; als Felisa) → Die Krimihomepage
  • 1958: Madame Butterfly (TV)
  • 1958: Begegnung in Singapur (TV; als Empfangsdame des Hotels) → Die Krimihomepage
  • 1959: Die schönste Blume (TV)
  • 1996: Die sieben Wunder der DEFA (Dokumentation; als Zeitzeugin)
  • 2005: Meine Mutter (Kurzfilm)
  • 2007: Wenn Wale weinen (Kurzfilm)
  • 2008: Abschied ist ein leises Wort (TV-Dokumentation; als Zeitzeugin)

© www.steffi-line.de

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EFFI BRIEST | SERIENSTOFF – RBB

Effi Briest (1/12) | rbbKultur Serienstoff © rbb/Inga Israel

 
 

EFFI BRIEST (1/12)

Unbeschwert lebt die siebzehnjährige Effi in ihrem Elternhaus in Hohen-Cremmen. Das Leben könnte ewig so weitergehen. Doch ein gewisser Geert von Instetten, Landrat und mehr als doppelt so alt wie sie, hat seinen Besuch angemeldet und hält um ihre Hand an.

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Effi Briest (2/12) | rbbKultur Serienstoff © rbb/Inga Israel

 
 

EFFI BRIEST (2/12)

Effi wird heiraten. Um die Aussteuer zu komplettieren, fährt sie mit Mutter und Vetter Briest nach Berlin. Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hat, kommen Effi jedoch bange Gedanken. Ist heiraten wirklich das Richtige für sie? Und dieser Instetten – liebt sie ihn wirklich? Noch wäre Zeit …

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Effi Briest (3/12) | rbbKultur Serienstoff © rbb/Inga Israel

 
 

EFFI BRIEST (3/12)

Das Hochzeitsfest war schön und standesgemäß. Doch ganz sicher ist sich Vater Briest nicht über die Aussichten dieser Ehe. Derweil fahren Effi und Instetten auf Hochzeitsreise nach Venedig. Als sie schließlich in Kessin ankommen, sieht Effi zum ersten Mal ihr neues Zuhause.

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Effi Briest (4/12) | rbbKultur Serienstoff © rbb/Inga Israel

 
 

EFFI BRIEST (4/12)

Ein merkwürdig schleppendes Geräusch hat Effi in der ersten Nacht nicht schlafen lassen. Instetten kümmern solche Dinge nicht. Überhaupt hat er als Landrat wenig Zeit. Effi bleibt sich selbst überlassen und ist froh, dass ihr Apotheker Gieshübler seinen Antrittsbesuch macht.

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Effi Briest (5/12) | rbbKultur Serienstoff © rbb/Inga Israel

 
 

EFFI BRIEST (5/12)

Der Winter in Kessin ist zum Sterben langweilig! Instetten erweist sich als redlicher Ehemann, ein Liebhaber aber ist er nicht. Am liebsten verbringt er die Zeit in seinem Arbeitszimmer. Im Juli bekommt Effi ein Kind: Annie. Noch einen Neuzugang gibt es in Kessin: Major Crampas mit Frau.

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Effi Briest (6/12) | rbbKultur Serienstoff © rbb/Inga Israel

 
 

EFFI BRIEST (6/12)

Crampas und Instetten verstehen sich gut. Man reitet zusammen aus. Bald brechen Effi und Crampas allein mit ihren Pferden auf. Die Weihnachtstage verbringt man mit allerlei Empfängen und einer Schlittenpartie. Als Crampas und Effi im selben Schlitten landen, weiß Crampas den Moment zu nutzen …

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Effi Briest (7/12) | rbbKultur Serienstoff © rbb/Inga Israel

 
 

EFFI BRIEST (7/12)

Effi hat kaum noch Lust, sich in das Kessiner Leben zu fügen. Die Affäre mit Crampas belastet sie, und die öden Besuche bei den besseren Familien sind ihr ein Graus. Da wird Instetten zum Ministerialrat in Berlin berufen. Der anstehende Umzug beflügelt Effi. Sie schreibt einen Abschiedsbrief an Crampas.

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Effi Briest (8/12) | rbbKultur Serienstoff © rbb/Inga Israel

 
 

EFFI BRIEST (8/12)

In Berlin begibt sich Effi auf Wohnungssuche und wird schnell fündig. Endlich trifft auch Instetten ein. Sie genießen ihr neues Leben und brechen schließlich in die Sommerfrische nach Saßnitz auf. Aber warum muss das Nachbardorf ausgerechnet „Crampas“ heißen? Die Vergangenheit lässt Effi nicht los.

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Effi Briest (9/12) | rbbKultur Serienstoff © rbb/Inga Israel

 
 

EFFI BRIEST (9/12)

Zurück in Berlin wirkt Effi schwermütig. Doktor Rumschüttel schickt sie zur Kur nach Bad Ems. Instetten bleibt mit Tochter Annie zu Hause. Als sich das Kind bei einem Sturz verletzt, findet Instetten auf der Suche nach Verbandsmaterial ein Päckchen Briefe in Effis Nähtisch.

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Effi Briest (10/12) | rbbKultur Serienstoff © rbb/Inga Israel

 
 

EFFI BRIEST (10/12)

Instetten liest die Briefe, die Major von Crampas an Effi geschrieben hatte und zieht seinen Freund, den Ministerialrath Wüllersdorf, ins Vertrauen. Wüllersdorf gelingt es nicht, Instetten umzustimmen: das Duell findet zwei Tage später am Strand von Kessin statt. Crampas stirbt.

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Effi Briest (11/12) | rbbKultur Serienstoff © rbb/Inga Israel

 
 

EFFI BRIEST (11/12)

Effi ahnt nichts. Bis ein Brief ihrer Eltern eintrifft und sie über Crampas Tod und die anstehende Scheidung informiert. Da Effi Schuld auf sich geladen habe, blieben ihr fortan nicht nur Instettens Haus, sondern auch ihr Elternhaus verschlossen. Auch ihr Kind dürfe sie nicht wiedersehen.

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Effi Briest (12/12) | rbbKultur Serienstoff © rbb/Inga Israel

 
 

EFFI BRIEST (12/12)

Einsam und abgeschieden lebt Effi in ihrer Berliner Wohnung. Der Besuch ihrer Tochter, den sie mühsam erwirkt hat, wird zur großen Enttäuschung. Auf Bitten Dr. Rummschüttels nehmen ihre Eltern Effi wieder auf. Doch sie erholt sich nicht mehr. Ihr Gesundheitszustand verschlimmert sich zusehends.

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Effi Briest © Inga Israel

 
 

EFFI BRIEST – TRAILER

Effi ist 17, als sie sich verheiratet. Es ist keine Liebesheirat, nur eine gute Partie. Die Ehe wird für die junge Frau zum Gefängnis. Da taucht ein gewisser Major von Crampas auf. Jahre später entdeckt ihr Ehemann die Affäre… Fontanes berühmter Gesellschaftsroman als Hörspiel-Serie mit Cordula Trantow als Effi Briest.

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Mietertreffen der Künstlerkolonie

Im Rahmen des monatlichen Mietertreffens der Künstlerkolonie stand dieses Mal der städtebaupolitische Sprecher der BVV CW Bündnis 90/ Die Grünen Ansgar Gusy Rede und Antwort und informierte u.a. zum Berliner Mietendeckel.

Ansgar Gusy gab auch noch mal den Hinweis auf die kostenlose rechtliche Mieterberatung durch das Bezirksamt. Nachstehend die Info dazu

 


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Kulturkurse am Konfuzius Institut

UNTER DER LEITUNG VON REBECCA LEE

Die chinesischen Bewegungsübungen Qigong 气功 und Taiji 太极拳 basieren auf der philosophischen Grundidee der Einheit von Mensch und Natur, vom Yin und Yang und deren Interaktion mit den fünf Elementen. Im Workshop wird Rebecca Lee, langjährige Lehrerin für Qigong und Taiji, gemeinsam mit den TeilnehmerInnen Qigong-Formen wie „Die kostbaren Brokate“ (八段锦 Baduanjin) und einfache Taiji-Sequenzen einüben.

Der Workshop ist für AnfängerInnen und Fortgeschrittene geeignet.

UNTER DER LEITUNG VON WANG LAN

In dem Workshop wird die Künstlerin Wang Lan eine Einführung in die philosophischen Grundlagen der chinesischen Tuschmalerei geben und die verschiedenen Malstile und die Bedeutung der Materialien (Pinsel, Tusche, Papier) vorstellen. Die TeilnehmerInnen können verschiedene Maltechniken einüben und typische Motive wie Blumen oder Bambus selbst gestalten.

Die Materialen werden gestellt. Auf Wunsch können Pinsel während des Workshops erworben werden.

IN KOOPERATION MIT YISHUGE

Kalligraphie hat in China eine lange Tradition und einen hohen Stellenwert. Hierbei werden mit einem Pinsel die Zeichen schwungvoll zu Papier gebracht und gelten ebenso als Kunstobjekt wie z.B. chinesische Malereien – üblicherweise werden Schriftzeichen als Teil des Kunstwerks in Bilder integriert. Die gemeinnützige GmbH Yishuge ist seit 2017 zur Verbreitung und Förderung traditioneller chinesischer Kunst und Kultur in Deutschland tätig. Das Team besteht aus 10 chinesischen und deutschen Künstlern und Lehrern mit langjähriger Erfahrung insbesondere bei der Arbeit mit Kindern.

Der Kurs wird sowohl mit monatlichen Terminen und als Blockworkshop angeboten.

Die Veranstaltungen sind für AnfängerInnen und Fortgeschrittene geeignet. Die Materialien werden gestellt.

KAL002

27.8., 24.9. 29.10., 26.11., 17.12.2020 (5 Termine)

 
Donnerstags, 16:30–18 Uhr
5 Termine 100€ / 50€
 

UNTER DER LEITUNG VON WU MIN

Der TSV Spandau 1860 wurde im Jahr 1860 gegründet und ist einer der ältesten Sportvereine Berlins. Seit 17 Jahren sind die asiatischen Sportarten Wushu, Taiji und Qigong fester Bestandteil des Sportangebotes des TSV Spandau 1860 e.V. Die Trainerin WU Min, ehemalige Trainerin der chinesischen Nationalmannschaft, bietet mit ihrem Team eine große Palette von Programme für Kinder und Erwachsene.


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