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Ausstellung Wohnverhältnisse. Charlottenburg, Wilmersdorf und die Wohnungsfrage

Seine neue Sonderausstellung “Wohnverhältnisse” zeigt das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf ab Freitag, 2. Oktober. Die Ausstellung veranschaulicht, wie sich die Wohnverhältnisse in den einstmals selbstständigen Städte Charlottenburg und Wilmersdorf vor der Gründung Groß-Berlins zu Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelten und welche Antworten auf die drängende „Wohnungsfrage“ gefunden wurden.

Am 1. Oktober 1920 trat das mit knapper Mehrheit beschlossene „Gesetz über die Bildung einer neuen Stadtgemeinde Berlin“ in Kraft. Es entstand Berlin in seinen heutigen Grenzen. Aus der Eingemeindung gingen die Städte Charlottenburg und Wilmersdorf als Bezirke hervor. Bereits in den Jahrzehnten zuvor hatte sich ein Metropolenraum entwickelt, den soziale Unterschiede prägten. Die „Wohnungsfrage“ war eine der drängendsten Herausforderungen im großstädtischen Zusammenleben.

Bereits um 1900 forderten deshalb Reformbewegungen und Sozialpolitiker Veränderungen.

Die Ausstellung gibt Einblicke in die rasante Entwicklung, die Charlottenburg und Wilmersdorf im Zusammenspiel mit dem Bauwesen und Terraingesellschaften nahmen, und stellt Reformideen dieser Zeit vor. Die Anfänge kommunaler Wohnungspolitik in Charlottenburg, die die Gründung eines Wohnungsamtes und die Errichtung des Ledigenheims an der Danckelmannstraße als Maßnahmen wählte, werden in den Blick genommen. Dabei zeigen die Positionen, Maßnahmen und Bauten in dieser Ausstellung: Ging es um “Wohnverhältnisse”, wurde auch soziale Ungleichheit in der Industriegesellschaft, kommunale Verantwortung für die Gesundheit der Bevölkerung und die Stellung von Frauen im öffentlichen Leben verhandelt.

Bauten und Siedlungen, deren Entstehung die Ausstellung thematisiert, prägen bis heute das Stadtbild des Bezirks. Die Villa Oppenheim als Standort des Museums bildet einen Ausgangspunkt der Ausstellung: Einerseits forderten gerade die widrigen Wohnbedingungen im nahen Schlossviertel politisches Handeln der Kommune heraus. Andererseits war es die wachsende Stadt der „Mietskasernen“, die für die Familie Oppenheim den Ausschlag gab, den Charlottenburg Sommersitz aufzugeben und die Gebäude 1911 an die Stadt Charlottenburg zu verkaufen.

Begleitend zur Ausstellung werden thematische Streifzüge durch den Bezirk, Führungen durch die Ausstellung und Programme für Kinder und Familien angeboten.

Die Ausstellung ist Teil eines Kooperationsprojekts der Berliner Bezirksmuseen und des Stadtmuseums Berlin. Weitere Informationen gibt es unter www.grossesb.berlin

Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in der Villa Oppenheim

Schloßstraße 55 / Otto-Grüneberg-Weg

14059 Berlin

Tel.: 030 9029 24106

Email: museum@charlottenburg-wilmersdorf.de

www.villa-oppenheim-berlin.de

Öffnungszeiten Dienstag bis Freitag 10–17 Uhr

Samstag, Sonntag und Feiertage 11–17 Uhr

Eintritt frei. Zugang barrierefrei

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WORKSHOP und GestaltungsKurs für ein Fotobuch

„WIE  GESTALTE  ICH  MEIN  FOTOBUCH“

CEWE Fotobuch für Einsteiger

Dieser Workshop ist für Menschen, die ihre Bilder in Fotoalben sichern oder sortieren wollen.

 

….wie schnell ist es passiert ! Computerabsturz….alle Daten gelöscht !

die Erinnerungen an das Familienfest,    der „runde“ Geburtstag von Mama,  die einmalige Fernreise …

Die Fotografin Mechthild Wilhelmi, zeigt Ihnen in einem 2 tägigen Workshop/Kurs wie Sie in wenigen Schritten IHR erstes Fotobuch mit Hilfe Ihres Laptops erstellen und gestalten können.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf
maximal 6 Personen.

Eine verbindliche Anmeldung ist erforderlich.

kontakt@berlinerkuenstlerkolonie.de

Kosten inklusive Fotobuch 40 €.

Der Workshop findet in der Woche am Vormittag im KunstRaum in der Künstlerkolonie am Breitenbachplatz 1 statt.

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STAATSOPER BERLIN KOSTENLOS FÜR SIE

Damit Sie auch in Corona-Zeiten nicht auf Oper verzichten müssen, hat die Staatsoper einen Spielplan zusammengestellt, für den Sie nicht auf die Straße gehen müssen. Erleben Sie zuhause Aufzeichnungen von Opern und Konzerten mit Ihren Lieblingskünstlerinnen und -künstlern aus der Staatsoper Unter den Linden. Hier finden Sie die Übersicht zum täglichen Online-Spielplan und den Link zum Video-on-Demand-Angebot. Jeden Tag von um 12 Uhr wechseln sie das Programm, das Ihnen dann 24 Stunden zur Verfügung steht. 

Unter den Streams befinden sich beispielsweise Strauss’ »Der Rosenkavalier« in der aktuellen Produktion von André Heller und unter der musikalischen Leitung von Zubin Mehta, Massenets »Manon« von 2007 unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim und mit Anna Netrebko in der Titelrolle und Rolando Villazón sowie Furrers »Violetter Schnee«, 2019 an der Berliner Staatsoper in der Inszenierung von Claus Guth uraufgeführt und u.a. mit Anna Prohaska, Elsa Dreisig, Martina Gedeck, Gyula Orendt, Georg Nigl und Otto Katzameier. Daneben wird es außerdem Aufzeichnungen von Sinfoniekonzerten der Staatskapelle Berlin geben, wie z.B. des Brahms-Zyklus aus Buenos Aires, sowie Ballettaufführungen.

Die täglichen Streams sind hier zu finden

 

Wir danken für die großzügige Unterstützung:    

rbb, Unitel, Accentus music, BelAir media, EuroArts.

17.03.2020    »Manon« Jules Massenet      

MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Barenboim  
INSZENIERUNG Vincent Paterson
MIT Anna Netrebko, Rolando Villazón, Alfredo Daza, Christof Fischesser, Remy Corazza u. a.
Staatsopernchor und Staatskapelle Berlin

18.03.2020    »Tristan und Isolde« Richard Wagner      
MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Barenboim  
INSZENIERUNG Dmitri Tcherniakov
Andreas Schager, Anja Kampe, Stephen Milling, Boaz Daniel, Ekaterina Gubanova u. a.
Staatsopernchor und Staatskapelle Berlin

19.03.2020    »Carmen« Georges Bizet       
MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Barenboim
INSZENIERUNG Martin Kušej
MIT Anita Rachvelishvili, Michael Fabiano, Lucio Gallo, Christiane Karg u. a.
Staatsopernchor und Staatskapelle Berlin

20.03.2020    »Medea« Luigi Cherubini      
MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Barenboim
INSZENIERUNG Andrea Breth
MIT Sonya Yoncheva, Charles Castronovo, Iain Paterson, Elsa Dreisig u. a.
Staatsopernchor und Staatskapelle Berlin

21.03.2020    »Der Rosenkavalier« Richard Strauss      
MUSIKALISCHE LEITUNG Zubin Mehta
INSZENIERUNG André Heller
MIT Camilla Nylund, Michèle Losier, Günther Groissböck, Nadine Sierra, Roman Trekel u. a.
Staatsopernchor und Staatskapelle Berlin

22.03.2020    »Der Nussknacker«       
MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Barenboim
Staatsballett Berlin, Staatskapelle Berlin

23.03.2020    »Staatsoper für alle«-Open Air Konzert
30. September 2017   
Ludwig van Beethoven SINFONIE NR. 9 D-MOLL OP. 125″   
DIRIGENT Daniel Barenboim
MIT Diana Damrau, Okka von der Damerau, Burkhard Fritz, René Pape, Staatsopernchor
Staatskapelle Berlin

24.03.2020    »Schwanensee«       
MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Barenboim
Staatsballett Berlin, Staatskapelle Berlin

25.03.2020    »Falstaff« Giuseppe Verdi     
MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Barenboim
INSZENIERUNG Mario Martone
MIT Michael Volle, Barbara Frittoli, Alfredo DazaNadine Sierra, Francesco Demuro u. a.
Staatskapelle Berlin

26.03.2020    »Hippolyte et Aricie« Jean-Philippe Rameau
MUSIKALISCHE LEITUNG Simon Rattle
INSZENIERUNG Aletta Collins
AUSSTATTUNG Ólafur Elíasson
MIT Anna Prohaska, Reinoud Van Mechelen, Magdalena Kožená, Elsa Dreisig, Gyula Orendt  u. a.
Staatsopernchor und Freiburger Barockorchester

27.03.2020    »Carmen« Georges Bizet 
MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Barenboim
INSZENIERUNG Martin Kušej
MIT Anita Rachvelishvili, Michael Fabiano, Lucio Gallo, Christiane Karg u. a.
Staatsopernchor und Staatskapelle Berlin

28.03.2020    »Macbeth« Giuseppe Verdi       
MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Barenboim
INSZENIERUNG Harry Kupfer
MIT Plácido Domingo, Anna Netrebko, Kwangchul Youn, Fabio Sartori u. a.  
Staatsopernchor und Staatskapelle Berlin

29.03.2020    »Manon« Jules Massenet      
MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Barenboim  
INSZENIERUNG Vincent Paterson
MIT Anna Netrebko, Rolando Villazón, Alfredo Daza, Christof Fischesser, Remy Corazza u. a.
Staatsopernchor und Staatskapelle Berlin

30.03.2020    »Die Zarenbraut« Nikolai Rimski-Korsakow      
MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Barenboim  
INSZENIERUNG Dmitri Tcherniakov
MIT Olga Peretyatko, Anita Rachvelishvili, Johannes Martin Kränzle, Anatoli Kotscherga, u. a.
Staatsopernchor und Staatskapelle Berlin

31.03.2020    »Der Nussknacker«       
MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Barenboim
Staatsballett Berlin, Staatskapelle Berlin

01.04.2020    »Il Trovatore« Giuseppe Verdi       
MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Barenboim
INSZENIERUNG Philipp Stölzl
MIT Anna Netrebko, Gaston Rivero, Plácido Domingo, Marina Prudenskaya u. a.
Staatsopernchor und Staatskapelle Berlin

02.04.2020    »Schwanensee«       
MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Barenboim
Staatsballett Berlin, Staatskapelle Berlin

03.04.2020    »Le nozze di Figaro« Wolfgang Amadeus Mozart      
MUSIKALISCHE LEITUNG Gustavo Dudamel
INSZENIERUNG Jürgen Flimm
MIT Ildebrando D‘Arcangelo, Dorothea Röschmann, Anna Prohaska, Lauri Vasar, Marianne Crebassa u.a.
Staatsopernchor und Staatskapelle Berlin

04.04.2020    Staatskapelle Berlin & Daniel Barenboim spielen Brahms
Johannes Brahms: Sinfonien Nr. 1-4    
Aufzeichnung aus Buenos Aires

05.04.2020    »Così fan tutte« Wolfgang Amadeus Mozart      
MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Barenboim  
INSZENIERUNG Doris Dörrie
MIT Dorothea Röschmann, Katharina Kammerloher, Daniela Bruera, Hanno Müller-Brachmann, Werner Gürer, Roman Trekel u. a.
Staatsopernchor und Staatskapelle Berlin

06.04.2020    »Tannhäuser« Richard Wagner       
MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Barenboim  
INSZENIERUNG Sasha Waltz
Peter Seiffert, Ann Petersen, Marina Prudenskaya, Peter Mattei, René Pape u. a.
Staatsopernchor und Staatskapelle Berlin

07.04.2020    Staatskapelle Berlin & Daniel Barenboim spielen Brahms
Johannes Brahms: Sinfonien Nr. 1-4    
Aufzeichnung aus Buenos Aires

08.04.2020    »Tristan und Isolde« Richard Wagner       
MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Barenboim  
INSZENIERUNG Dmitri Tcherniakov
MIT Andreas Schager, Anja Kampe, Stephen Milling, Boaz Daniel, Ekaterina Gubanova u. a.
Staatsopernchor und Staatskapelle Berlin

09.04.2020    Staatskapelle Berlin & Daniel Barenboim spielen Bruckner 
Anton Bruckner: Sinfonien Nr. 4-9 

10.04.2020    »Parsifal« Richard Wagner      
MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Barenboim  
INSZENIERUNG Dmitri Tcherniakov
MIT  Andreas Schager, Anja Kampe, Wolfgang Koch, René Pape, Tómas Tómasson u. a.
Staatsopernchor und Staatskapelle Berlin

11.04.2020    Daniel Barenboim  & Staatskapelle Berlin spielen Beethoven   
Lidwig van Beethoven: Klavierkonzerte Nr. 1-5    

12.04.2020    Staatskapelle Berlin & Daniel Barenboim spielen Bruckner 
Anton Bruckner: Sinfonien Nr. 4-9 

13.04.2020    »Parsifal« Richard Wagner     
MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Barenboim  
INSZENIERUNG Dmitri Tcherniakov
MIT  Andreas Schager, Anja Kampe, Wolfgang Koch, René Pape, Tómas Tómasson u. a.
Staatsopernchor und Staatskapelle Berlin

14.04.2020    »Violetter Schnee« Beat Furrer      
MUSIKALISCHE LEITUNG Matthias Pintscher
INSZENIERUNG Claus Guth
MIT Elsa Dreisig, Anna Prohaska, Martina Gedeck, Gyula Orendt, Georg Nigl, Otto Katzameier
Staatskapelle Berlin

15.04.2020    »Die Verlobung im Kloster«  Sergej Prokojew     
MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Barenboim  
INSZENIERUNG Dmitri Tcherniakov
MIT Aida Garifullina, Violeta Urmana, Anna Goryachova,
Stephan Rügamer, Andrei Zhilikhovsky, Goran Jurić, Bogdan Volkov, Lauri Vasar u. a. 
Staatsopernchor und Staatskapelle Berlin

16.04.2020    »Der Rosenkavalier«  Richard Strauss     
MUSIKALISCHE LEITUNG Zubin Mehta
INSZENIERUNG André Heller
MIT Camilla Nylund, Michèle Losier, Günther Groissböck, Nadine Sierra, Roman Trekel u. a.
Staatsopernchor und Staatskapelle Berlin

17.04.2020    »Der Spieler« Sergej Prokofjew       
MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Barenboim  
INSZENIERUNG Dmitri Tcherniakov
MIT Vladimir Ognovenko, Kristine Opolais, Misha Didyk, Stefania Toczyska, Stephan Rügamer u. a.
Staatsopernchor und Staatskapelle Berlin

18.04.2020    Daniel Barenboim spielt Beethoven-Klaviersonaten   
Ludwig van Beethoven: Klaviersonaten Nr. 1-32

19.04.2020    »Manon« Jules Massenet      
MUSIKALISCHE LEITUNG Daniel Barenboim
INSZENIERUNG Vincent Paterson
MIT Anna Netrebko, Rolando Villazón, Alfredo Daza, Christof Fischesser, Remy Corazza u. a.
Staatsopernchor und Staatskapelle Berlin

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Verbannte Wissenschaft – Portraits jüdischer Kunsthistoriker im Exil

Vortragsreihe veranstaltet vom Förderkreis „Denkmal für die ermordeten Juden Europas e.V.“, der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und dem Siemens Arts Program, mit der Unterstützung von Grisebach.

Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 18 Uhr, der Eintritt ist frei.

Die Vorträge in der Villa Grisebach

 
Mittwoch, 11.03.2020 
Prof. Dr. Michael Diers (HFBK und Institut für Kunst- und Bildgeschichte der HU Berlin): Mit den Augen denken. Kunst und Anschauung bei Rudolf Arnheim

Dienstag, 31.03.2020 
Prof. Dr. Golo Maurer (Bibliotheca Hertziana, Rom): Rom 1933: Treffpunkt dreier Schicksale: Ludwig Pollak, August Grisebach, Richard Krautheimer

Dienstag, 23.06.2020 
Prof. Dr. Rudolf Preimesberger (FU Berlin): Gerhart Ladner. (1905-1993) Wien-Rom-Toronto-Los Angeles. Kunstgeschichte-Geschichte. Bildlichkeit und die Idee der Reform

Die Vorträge in den Räumen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

Dienstag, 14.04.2020 
Dr. Gabriele Mietke (Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst – Staatliche Museen zu Berlin): Wolfgang Fritz Volbach zwischen Mainz, Berlin und Rom: Wissenschaft und Turbulenz

Donnerstag, 23.04.2020
Prof. Dr. Sybille Moser-Ernst (Universität Innsbruck): Ernst H. Gombrich. Kunst-Wissenschaft als Problemlösung

Donnerstag, 7.05.2020 
Prof. Dr. Karin Gludovatz (Freie Universität Berlin): „Endemische Kunstgeschichte”. Otto Pächts lange Rückkehr nach Wien

Donnerstag, 4.06.2020 
Prof. Dr. Giulio Busi (Freie Universität Berlin): Von Berlin nach Oxford: Edgar Wind und das Exil als Methode

 

Weitere Informationen

finden Sie auf der Webseite des Fördervereins „Denkmal für die ermordeten Juden Europas e. V.“ sowie im Flyer zu der Vortragsreihe.

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EFFI BRIEST | SERIENSTOFF – RBB

Effi Briest (1/12) | rbbKultur Serienstoff © rbb/Inga Israel

 
 

EFFI BRIEST (1/12)

Unbeschwert lebt die siebzehnjährige Effi in ihrem Elternhaus in Hohen-Cremmen. Das Leben könnte ewig so weitergehen. Doch ein gewisser Geert von Instetten, Landrat und mehr als doppelt so alt wie sie, hat seinen Besuch angemeldet und hält um ihre Hand an.

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Effi Briest (2/12) | rbbKultur Serienstoff © rbb/Inga Israel

 
 

EFFI BRIEST (2/12)

Effi wird heiraten. Um die Aussteuer zu komplettieren, fährt sie mit Mutter und Vetter Briest nach Berlin. Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hat, kommen Effi jedoch bange Gedanken. Ist heiraten wirklich das Richtige für sie? Und dieser Instetten – liebt sie ihn wirklich? Noch wäre Zeit …

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Effi Briest (3/12) | rbbKultur Serienstoff © rbb/Inga Israel

 
 

EFFI BRIEST (3/12)

Das Hochzeitsfest war schön und standesgemäß. Doch ganz sicher ist sich Vater Briest nicht über die Aussichten dieser Ehe. Derweil fahren Effi und Instetten auf Hochzeitsreise nach Venedig. Als sie schließlich in Kessin ankommen, sieht Effi zum ersten Mal ihr neues Zuhause.

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Effi Briest (4/12) | rbbKultur Serienstoff © rbb/Inga Israel

 
 

EFFI BRIEST (4/12)

Ein merkwürdig schleppendes Geräusch hat Effi in der ersten Nacht nicht schlafen lassen. Instetten kümmern solche Dinge nicht. Überhaupt hat er als Landrat wenig Zeit. Effi bleibt sich selbst überlassen und ist froh, dass ihr Apotheker Gieshübler seinen Antrittsbesuch macht.

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Effi Briest (5/12) | rbbKultur Serienstoff © rbb/Inga Israel

 
 

EFFI BRIEST (5/12)

Der Winter in Kessin ist zum Sterben langweilig! Instetten erweist sich als redlicher Ehemann, ein Liebhaber aber ist er nicht. Am liebsten verbringt er die Zeit in seinem Arbeitszimmer. Im Juli bekommt Effi ein Kind: Annie. Noch einen Neuzugang gibt es in Kessin: Major Crampas mit Frau.

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Effi Briest (6/12) | rbbKultur Serienstoff © rbb/Inga Israel

 
 

EFFI BRIEST (6/12)

Crampas und Instetten verstehen sich gut. Man reitet zusammen aus. Bald brechen Effi und Crampas allein mit ihren Pferden auf. Die Weihnachtstage verbringt man mit allerlei Empfängen und einer Schlittenpartie. Als Crampas und Effi im selben Schlitten landen, weiß Crampas den Moment zu nutzen …

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Effi Briest (7/12) | rbbKultur Serienstoff © rbb/Inga Israel

 
 

EFFI BRIEST (7/12)

Effi hat kaum noch Lust, sich in das Kessiner Leben zu fügen. Die Affäre mit Crampas belastet sie, und die öden Besuche bei den besseren Familien sind ihr ein Graus. Da wird Instetten zum Ministerialrat in Berlin berufen. Der anstehende Umzug beflügelt Effi. Sie schreibt einen Abschiedsbrief an Crampas.

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Effi Briest (8/12) | rbbKultur Serienstoff © rbb/Inga Israel

 
 

EFFI BRIEST (8/12)

In Berlin begibt sich Effi auf Wohnungssuche und wird schnell fündig. Endlich trifft auch Instetten ein. Sie genießen ihr neues Leben und brechen schließlich in die Sommerfrische nach Saßnitz auf. Aber warum muss das Nachbardorf ausgerechnet „Crampas“ heißen? Die Vergangenheit lässt Effi nicht los.

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Effi Briest (9/12) | rbbKultur Serienstoff © rbb/Inga Israel

 
 

EFFI BRIEST (9/12)

Zurück in Berlin wirkt Effi schwermütig. Doktor Rumschüttel schickt sie zur Kur nach Bad Ems. Instetten bleibt mit Tochter Annie zu Hause. Als sich das Kind bei einem Sturz verletzt, findet Instetten auf der Suche nach Verbandsmaterial ein Päckchen Briefe in Effis Nähtisch.

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Effi Briest (10/12) | rbbKultur Serienstoff © rbb/Inga Israel

 
 

EFFI BRIEST (10/12)

Instetten liest die Briefe, die Major von Crampas an Effi geschrieben hatte und zieht seinen Freund, den Ministerialrath Wüllersdorf, ins Vertrauen. Wüllersdorf gelingt es nicht, Instetten umzustimmen: das Duell findet zwei Tage später am Strand von Kessin statt. Crampas stirbt.

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Effi Briest (11/12) | rbbKultur Serienstoff © rbb/Inga Israel

 
 

EFFI BRIEST (11/12)

Effi ahnt nichts. Bis ein Brief ihrer Eltern eintrifft und sie über Crampas Tod und die anstehende Scheidung informiert. Da Effi Schuld auf sich geladen habe, blieben ihr fortan nicht nur Instettens Haus, sondern auch ihr Elternhaus verschlossen. Auch ihr Kind dürfe sie nicht wiedersehen.

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Effi Briest (12/12) | rbbKultur Serienstoff © rbb/Inga Israel

 
 

EFFI BRIEST (12/12)

Einsam und abgeschieden lebt Effi in ihrer Berliner Wohnung. Der Besuch ihrer Tochter, den sie mühsam erwirkt hat, wird zur großen Enttäuschung. Auf Bitten Dr. Rummschüttels nehmen ihre Eltern Effi wieder auf. Doch sie erholt sich nicht mehr. Ihr Gesundheitszustand verschlimmert sich zusehends.

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Effi Briest © Inga Israel

 
 

EFFI BRIEST – TRAILER

Effi ist 17, als sie sich verheiratet. Es ist keine Liebesheirat, nur eine gute Partie. Die Ehe wird für die junge Frau zum Gefängnis. Da taucht ein gewisser Major von Crampas auf. Jahre später entdeckt ihr Ehemann die Affäre… Fontanes berühmter Gesellschaftsroman als Hörspiel-Serie mit Cordula Trantow als Effi Briest.

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Mietertreffen der Künstlerkolonie

Im Rahmen des monatlichen Mietertreffens der Künstlerkolonie stand dieses Mal der städtebaupolitische Sprecher der BVV CW Bündnis 90/ Die Grünen Ansgar Gusy Rede und Antwort und informierte u.a. zum Berliner Mietendeckel.

Ansgar Gusy gab auch noch mal den Hinweis auf die kostenlose rechtliche Mieterberatung durch das Bezirksamt. Nachstehend die Info dazu

 


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Kulturkurse am Konfuzius Institut

UNTER DER LEITUNG VON REBECCA LEE

Die chinesischen Bewegungsübungen Qigong 气功 und Taiji 太极拳 basieren auf der philosophischen Grundidee der Einheit von Mensch und Natur, vom Yin und Yang und deren Interaktion mit den fünf Elementen. Im Workshop wird Rebecca Lee, langjährige Lehrerin für Qigong und Taiji, gemeinsam mit den TeilnehmerInnen Qigong-Formen wie „Die kostbaren Brokate“ (八段锦 Baduanjin) und einfache Taiji-Sequenzen einüben.

Der Workshop ist für AnfängerInnen und Fortgeschrittene geeignet.

UNTER DER LEITUNG VON WANG LAN

In dem Workshop wird die Künstlerin Wang Lan eine Einführung in die philosophischen Grundlagen der chinesischen Tuschmalerei geben und die verschiedenen Malstile und die Bedeutung der Materialien (Pinsel, Tusche, Papier) vorstellen. Die TeilnehmerInnen können verschiedene Maltechniken einüben und typische Motive wie Blumen oder Bambus selbst gestalten.

Die Materialen werden gestellt. Auf Wunsch können Pinsel während des Workshops erworben werden.

IN KOOPERATION MIT YISHUGE

Kalligraphie hat in China eine lange Tradition und einen hohen Stellenwert. Hierbei werden mit einem Pinsel die Zeichen schwungvoll zu Papier gebracht und gelten ebenso als Kunstobjekt wie z.B. chinesische Malereien – üblicherweise werden Schriftzeichen als Teil des Kunstwerks in Bilder integriert. Die gemeinnützige GmbH Yishuge ist seit 2017 zur Verbreitung und Förderung traditioneller chinesischer Kunst und Kultur in Deutschland tätig. Das Team besteht aus 10 chinesischen und deutschen Künstlern und Lehrern mit langjähriger Erfahrung insbesondere bei der Arbeit mit Kindern.

Der Kurs wird sowohl mit monatlichen Terminen und als Blockworkshop angeboten.

Die Veranstaltungen sind für AnfängerInnen und Fortgeschrittene geeignet. Die Materialien werden gestellt.

KAL002

27.8., 24.9. 29.10., 26.11., 17.12.2020 (5 Termine)

 
Donnerstags, 16:30–18 Uhr
5 Termine 100€ / 50€
 

UNTER DER LEITUNG VON WU MIN

Der TSV Spandau 1860 wurde im Jahr 1860 gegründet und ist einer der ältesten Sportvereine Berlins. Seit 17 Jahren sind die asiatischen Sportarten Wushu, Taiji und Qigong fester Bestandteil des Sportangebotes des TSV Spandau 1860 e.V. Die Trainerin WU Min, ehemalige Trainerin der chinesischen Nationalmannschaft, bietet mit ihrem Team eine große Palette von Programme für Kinder und Erwachsene.


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100 Jahre Groß-Berlin-Gesetz – Die Metropole, die immer weiter wachsen muss

Bild: akg-images/Gebrüder Haecke

Das Groß-Berlin-Gesetz vom 1. Oktober 1920 machte aus einer überfüllten Stadt eine Metropole mit fast vier Millionen Einwohnern. Heute sagt der Stadtentwicklungsexperte des Senats, Jens-Holger Kirchner: Es ist Zeit, dieses Gesetz fortzuschreiben.

rbb: Herr Kirchner, Ortsteile wie Buckow, Buch oder Heinersdorf gehörten bis zum 1. Oktober 1920 nicht zu Berlin. Heute ist das vielen in der Stadt vermutlich gar nicht mehr bewusst.   

Jens-Holger Kirchner: Auch Pankow oder selbst Charlottenburg wären nicht in Berlin gewesen. Damals platzte die Stadt aus allen Nähten. Die Umlandgemeinden prosperierten, die konnten vor Kraft nicht laufen. Aber sie haben sehr wohl auch einen Beitrag geleistet für die städtische Infrastruktur von Berlin. Seien es die Rieselfelder, die Wasserversorgung oder eben die Krankenhäuser. Das sind so Sachen, an die man sich schon erinnern sollte, auch für die Zukunft.  

Pankow 1902 | Bild: Pharus Verlag Berlin

 

War das damalige Berlin also abhängig von seinem Umland?

Ja. Und heute heißt es: Berlin kann nicht ohne Brandenburg, aber Brandenburg ist ohne Berlin auch nix. Und bei den mitunter komplizierten Beziehungen zwischen beiden Ländern, zwischen der großen Stadt und den Umlandgemeinden, sind schon Parallelen zu ziehen zwischen damals und heute. Gucken Sie sich mal in den Umlandgemeinden die Rathäuser an. Der Kreistag und die Kreisverwaltung im Landkreis Barnim – das ist alles vom Feinsten.

Wir Berliner mit unserer notorischen Finanzknappheit waren da immer hochgradig neidisch. Aber es ist eine Illustration dessen, was im unmittelbaren Umfeld von Berlin passiert. Das heißt ja nicht umsonst “Speckgürtel”. Wie groß auch der Nutzen ist, den die Umlandgemeinden aus der Berlinnähe ziehen: Gemeinsames Handeln aber auch gemeinsames Denken für die gesamte Region sind das Gebot der Stunde.

Sie haben alle Ebenen der Berliner Verwaltung erlebt, vom Bezirk bis zum Senat. Wie hat das Groß-Berlin-Gesetz von damals die Verwaltung bis heute geprägt?

Es hat Berlins Grenzen beeinflusst, im doppelten Sinne. Einmal natürlich die Grenze zu Brandenburg, die immer noch in allen Planungen ausgewiesen ist. Und dann die Verwaltungsgrenzen, die ja auch manchmal Denkgrenzen sind. Gerade im Verkehr war es lange so, dass etwa der “Stadtentwicklungsplan Verkehr”  – jetzt heißt er “Stadtentwicklungsplan Mobilität und Verkehr” – weitgehend ohne Brandenburg stattgefunden hat. Obwohl die vielfältigen verkehrlichen Verflechtungen zwischen Brandenburg und Berlin virulent sind, das erleben die Bürgerinnen und Bürger jeden Tag. Trotzdem weiß bis heute niemand, wie eigentlich die Aufteilung der Verkehrsmittel für die Pendlerinnen und Pendler ist: Es gibt zwar Vermutungen. Aber wer nun wirklich unterwegs ist und womit – Straßenbahn, U-Bahn, Auto – das weiß keiner.

1920 – ein Jahr der Gegensätze

Bild: akg-images/Otto Haeckel

 

Er hat’s erfunden: Der damalige Oberbürgermeister Adolf Wermuth hat das “Groß-Berlin-Gesetz” auf den Weg gebracht.

Und wie sieht es konkret mit dem Verhältnis zwischen Bezirken und Landesregierung aus?

Es gab schon damals Konflikte ohne Ende, auch markige Sprüche wie “Es schütze uns des Kaisers Hand vor Großberlin und Zweckverband” [der Zweckverband Groß-Berlin bestand von 1912-21]. Das müssen also schon heftige Auseinandersetzungen gewesen sein. Das ist allerdings schon lange her, und spielte lange keine Rolle. Nach der Wende war dann der Unterschied Ost-West wichtiger, die Mauer in den Köpfen und die unterschiedlichen Standards, etwa in den Infrastrukturen. Doch seit zehn, fünfzehn Jahren ist nun wieder die wachsende Stadt Thema. Und es ist nicht bloß die Stadt, sondern die Metropolregion. Wie gesagt: Berlin ist ohne Brandenburg nix; Brandenburg ohne Berlin auch.

Rixdorf 1902, heute NeuköllnBild: Pharus Verlag Berlin

 

So dachten wohl auch 1920 viele Menschen. Aber trotzdem: Warum gab es diese Mega-Fusion, nach der Berlin plötzlich fast vier Millionen Einwohner hatte?

Aus Praktikabilitätsgründen. Wenn ich mir überlege, wie das damals alles organisiert war: Zigtausend Straßenbahnlinien, etliche Einzelunternehmen etwa bei der Wasserversorgung oder der Müllentsorgung. Das war für eine Metropole schwer zu organisieren. Dazu kam dann sicherlich auch ein fiskalischer Aspekt: Warum sollten die Bürger, die in Berlin arbeiten und vielleicht schon damals gutes Geld verdient haben, in Brandenburg Steuern zahlen? Das ist ja auch heute noch präsent, diese ganze Nutzung der Infrastrukturen durch die jeweiligen Bewohnerinnen und Bewohner des Nachbarlandes.  

Andererseits waren Städte wie Charlottenburg oder Spandau eigenständig und selbstbewusst. Sind das die Bezirke bis heute oder gibt es sowas wie eine “Groß-Berliner-Identität”?

Nö. [lacht] Ich habe noch nie erlebt, dass sich irgendwer in einem Bezirk als Berliner fühlt. Das sind immer Kreuzberger oder Charlottenburger oder Spandauer. Spandau ganz besonders, die “freie Havel-Republik”. Da wird natürlich ein bisschen Folklore betrieben. Aber ich finde das ja nicht schlecht: selbstbewusste Bezirke, selbstbewusste Landkreise, selbstbewusste kommunale Ebene. Sie sind der Ausdruck eines positiv besetzten bürgerlichen Engagements.

Aber das Groß-Berlin-Gesetz ist doch dann in diesem Punkt gescheitert: Das eine, große Berlin gibt es nicht.

Das sehe ich anders. Vielfalt ist unsere Stärke. Da muss man einfach auch souverän sein und sagen: Nee, das Berliner Stadtmodell ist nicht die eine Mitte, wo sich alles zentral fokussiert. Wir haben ja auch ein anderes, förderalistisches Staatsverständnis. Und ich finde nicht, dass das Gesetz gescheitert ist, sondern man sollte es mal langsam weiterschreiben.

Was heißt “weiterschreiben”?

Zum Beispiel, dass es nicht mehr “Bernau bei Berlin” sondern “Bernau von Berlin” heißen sollte. Weil die Siedlungsstrukturen in den nächsten Jahrzehnten noch weiter wachsen werden und fließend ineinander übergehen. Wenn sie in Mahlsdorf unterwegs sind, wissen sie irgendwann nicht mehr, ob sie in Hönow sind oder in Hoppegarten. Oder nehmen Sie Falkensee und Spandau. Solche Beispiele gibt es viele. Da sollte man ernsthaft darüber nachdenken, ob diese Stadt nicht auch, was die Gebiete betrifft, weiter wächst. Die Fusion zwischen Berlin und Brandenburg war ja mal so eine Überlegung. Es gibt doch genügend verwaltungs- und kommunalpolitische Ansätze. Weil alle erkannt haben, dass diese Grenzen künstlich sind. Es würde viel einfacher sein, wenn man diese Grenzen auch überschreitet, was Verwaltung, Planung und vor allen Dingen die Realisierung gemeinsamer Projekte betrifft.

Die Verkehrswegeplanung zum Beispiel könnten sie wesentlich einfacher machen. Stellen Sie sich mal vor, heute wollen sie eine U-Bahn nach Brandenburg bauen. Da schlagen alle die Hände über dem Kopf zusammen. Damals, vor hundert Jahren, war das üblich. Was die Planung von Infrastruktur angeht, die ja der Siedlungsentwicklung vorausgehen muss, wäre das wesentlich einfacher.

Sie würden also ein “Update” zum Groß-Berlin-Gesetz von 1920 machen, mit weiteren Eingemeindungen?

Nicht bloß Eingemeindungen, das hört sich so nach Okkupation an. Sondern man muss für diese Region das Beste suchen, auch zum Nutzen der Gemeinden rund um Berlin. Das ist das Gebot der Stunde. Und da sind natürlich hundert Jahre Groß-Berlin nicht bloß ein guter Anlass, sondern auch ein guter Zeitpunkt.

Die Stadterweiterung 1920 sollte allerdings auch stärker zentralisieren. Wäre es einfacher, wenn Berlin nur noch aus dem Roten Rathaus regiert werden würde?

Nein, ohne Bezirke geht es nicht. Die haben ihre Aufgaben. Was ich mir wünsche – und auch deswegen ist so eine Debatte wichtig – ist, dass wir mal aus diesem Loch rauskommen, in dem sich Berlin gerne befindet: Da schimpfen die Bezirke über die Senatsverwaltung und umgekehrt. Es ist eine gemeinsame Stadt, jeder hat seine Rolle.

Wir brauchen vermutlich sogar mehr als zwölf Rathäuser, wenn die Stadt weiter wächst. Ich bin immer ein großer Freund von Anpassungen an Gegebenheiten. Diese Bezirksfusionen geschahen seinerzeit unter völlig anderen Voraussetzungen, damals hieß es, die Stadt schrumpft. Das ist heute nicht mehr so. Pankow mit über 400.000 Einwohnern ist fast schon zu groß, weil die Verwaltung gar nicht mit gewachsen ist.  

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Gespräch führte Sebastian Schöbel.

Sendung: Inforadio, 31.12.2019

© RBB Inforadio

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Frank Hildebrandt – Buchvorstellung Gedankenspiele

Im Rahmen unseres Januar Künstler Stammtisches konnten wir
Frank Hildebrandt begrüßen der Werke aus seinem Buch Gedankenspiele vorstellte. 

Gedankenspiele nimmt den Leser mit auf eine Gedankenreise, auf der alte und immer wieder neue Fragen gestellt werden: Was ist der Mensch? Wie sollen wir leben? Was ist gut und wie erkenne ich das Gute? Wo beginnt meine Freiheit und wo ist sie zu Ende, da sie auf die der anderen trifft? Eine der zentralen Fragen dabei ist es, wie Menschen in einen Dialog miteinander treten können und was es bedeutet, sich selbst und einander Fragen zu stellen.

Das Buch nähert sich dem Kern der Dinge in einer einfachen, klaren Sprache.PortraitFrank Hildebrandt, Jg. 1949, lebt in Berlin. Neben seiner pädagogischen Arbeit schrieb er Essays und Gedichte zu allen Fragen des menschlichen Daseins. Er sieht sich auf der Suche nach seinem ‚wahren Selbst‘, wie er es gern als Autodidakt formuliert.

2015 erschien sein Essay „Zwischen Entfremdung und Selbstbestimmung – die ABGETRENNTE Realität“.

 

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