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Buchprojekt zur Berliner Künstlerkolonie Doro Ohlischlaeger: Ein Karton, ein Vater, ein Roman

Ein alter Karton auf dem Dachboden führt Doro Ohlischlaeger zur vergessenen Geschichte ihres Vaters Geno: Hörspielautor, Schriftsteller und Liedtexter der Berliner Künstlerkolonie. Sieben Jahre recherchiert sie und schreibt nun den Roman „Hätt ja schlimmer kommen können“ – über einen Künstler und die Spurensuche der Tochter.

Auf dem Dachboden von Doro Ohlischlaeger stand 40 Jahre lang ein verstaubter Karton. Als sie ihn öffnet, findet sie Briefe, Fotos und Dokumente ihres Vaters Geno Ohlischlaeger – und entdeckt das Ausmaß seines Werks. Der gebürtige Rheinländer kam in den 1920er-Jahren nach Berlin, lebte in der Künstlerkolonie in Wilmersdorf, schrieb Kurzgeschichten, war einer der meistgesendeten Hörspielautoren der frühen 1930er-Jahre und textete Lieder für Stars wie Hildegard Knef und Lale Andersen.
 
Doro, die bei seinem Tod 13 war, rekonstruiert sieben Jahre lang seine Biografie, durchforstet Archive weltweit und merkt, wie viel sie mit ihm teilt. Aus den Funden entsteht der Roman „Hätt ja schlimmer kommen können“, den sie auch für ihre Kinder schreibt – als „altmodisches Buch“ mit Familiengeschichte. Der Verein der Berliner Künstlerkolonie unterstützte sie und ermutigte zur Öffnung der Büchse der Pandora.
 

Beitrag von Susanne Heim

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