Christian ist ein Berliner Junge und wuchs im Schöneberger und Friedenauer Kiez auf. Er kam 1962 in Berlin Schöneberg zur Welt, hat vier Kinder und kommt aus einer grossen mit den Medien sehr verbundenen Berliner Familie.
Er unterstützt den Verein bei seiner Aussenwirkung und der Dokumentation und dem Erhalt der Traditionen und Erinnerungen um diese einem grösseren Personenkreis zugänglich zu machen und der Nachwelt zu erhalten. Er ist in der AG Dokumentation und der AG Öffentlichkeitsrabeit tätig und Verantwortlicher Ansprechpartner im Sinne des Presserechts für den Verein.
Unser Antrag den Bündnis 90 / Die Grünen in die BVV CW eingebracht haben, zur der Initiative den Kiosk für die Künstlerkolonie am Ludwig-Barnay-Platz als Ort der Kunst zu nutzen, wurde in der BVV CW am 24. Oktober 2019 beschlossen. Wir danken insbesondere Dagmar Kempf, Ansgar Gusy und Christian Wapler und allen anderen Fraktionen der BVV CW.
Nach wochenlangen Debatten und einem Verhandlungsmarathon am Freitag hat der Koalitionsausschuss einen Kompromiss beim Mietendeckel gefunden. Die Mieten sollen für fünf Jahre eingefroren werden – Mietsenkungen sind nur unter gewissen Umständen möglich.
In Berlin sollen die zuletzt stark gestiegenen Mieten fünf Jahre lang eingefroren werden. Darauf hat sich der Koalitionsausschuss bei seiner rund sechsstündigen Sitzung am Freitagabend verständigt. „Grünes Licht im Roten Rathaus, habemus #Mietendeckel!“, twitterte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Bündnis90/Die Grünen).
Das Gesetz soll die Mieten für rund 1,5 Millionen Wohnungen, die vor 2014 gebaut wurden, deckeln. Anfang 2020 soll es rückwirkend zum 18. Juni 2019 in Kraft treten – dem Tag, an dem der Senat erste Eckpunkte dazu beschlossen hatte. Geplant sind neben dem eigentlichen Mietenstopp weitere Maßnahmen.
Mietsenkung soll kommen – ohne Einkommensbindung
Neben der in Berlin geplanten Deckelung der Bestandsmieten sind bei Neuvermietungen auch Obergrenzen abhängig von Baujahr und Lage der Wohnung vorgesehen. Mieter sollen in bestimmten Fällen zudem die Möglichkeit haben, die Wohnkosten auf diese Obergrenzen zu senken. Das teilten der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) sowie Vertreter von Linken und Grünen nach der Einigung im Koalitionsausschuss mit.
Stattdessen können Mieten dann gesenkt werden, wenn sie die in der Miettabelle stehenden Grenzen übersteigen. Die Miete darf maximal 20 Prozent über der Obergrenze liegen, alles darüber gilt als Wucher. Dabei soll die Lage des Gebäudes berücksichtigt werden.
Maßnahmen zur Modernisierung sollen weiterhin möglich sein, dürfen allerdings ohne Genehmigung nur in Höhe von einem Euro pro Quadratmeter umgelegt werden. Für darüber hinausgehende Kosten sollen Förderprogramme genutzt werden.
Besonders niedrige Mieten können auf maximal fünf Euro je Quadratmeter angehoben werden. Ab dem Jahr 2022 soll zudem ein Inflationsausgleich von 1,3 Prozent pro Jahr möglich sein.
Mietgesetz kann erst mit Senatsbeschluss in Kraft treten
Zunächst muss der Senat den Gesetzentwurf allerdings noch beschließen. Danach muss noch das Abgeordnetenhaus darüber abstimmen. Auch für andere Großstädte in Deutschland könnte das Modell, mit dem Berlin rechtliches Neuland betritt, interessant sein.
Wochenlang schienen die Positionen zum geplanten Mietendeckel-Gesetz innerhalb des rot-rot-grünen Regierungsbündnisses unvereinbar. Auch ein mehr als sechsstündiges Ausschusstreffen am Donnerstag brachte keinen Durchbruch. Schwierig war es bis zuletzt: Der Koalitionsausschuss am Freitag wurde mehrfach für interne Beratungen unterbrochen. Nun ist der Kompromiss gefunden.
Senat wollte Mietendeckel bereits Mitte Oktober beschließen
Ursprünglich hatte der Senat bereits am 15. Oktober das neue, von der Wohnungswirtschaft viel kritisierte Mietendeckel-Gesetz beschließen wollen. Doch das Feilen an den Details zog sich deutlich länger hin als zunächst erwartet und drohte zur ernsten Belastungsprobe für Rot-Rot-Grün zu werden. Der Beschluss nach der Einigung im Koalitionsausschuss könnte nun am kommenden Dienstag (22. Oktober) gefasst werden.
Hintergrund für die Mietendeckel-Pläne ist der angespannte Wohnungsmarkt in der Hauptstadt. In manchen Stadtteilen haben Normalverdiener kaum noch eine Chance, eine bezahlbare Bleibe zu finden.
Vor 100 Jahren durften Frauen erstmals an der Berliner Kunstakademie studieren. Doch wie schafften sie es, sich vor diesem Umbruch in der Kunstwelt zu etablieren?
Die Ausstellung „Kampf um Sichtbarkeit. Künstlerinnen der Nationalgalerie vor 1919“ geht dieser Frage nach und rückt die Frauen und ihre Kunst in den Fokus
von Karolin Korthase
Anna Dorothea Therbusch: Selbstbildnis, 1782
Müssen Frauen nackt sein, um ins Metropolitan Museum of Art zu kommen? Diese Frage stellten Ende der 1980er Jahre Aktivistinnen der feministischen Gruppe „Guerrilla Girls“ auf einem Plakat. Die Guerrilla Girls, die noch immer aktiv sind, wollten damit auf das eklatante Missverhältnis von weiblicher und männlicher Kunst in den Museen hinweisen. In den letzten Jahrzehnten hat sich jedoch in puncto Geschlechtergerechtigkeit viel getan.
Ralph Gleis, Leiter der AltenNationalgalerie, und die Kuratorin Yvette Deseyve im Depot
Auch in der Alten Nationalgalerie, die Kunst aus dem 19. Jahrhundert zeigt – einer Zeit, in der Frauen nur auf Umwegen und mit viel Durchhaltevermögen künstlerisch tätig sein konnten –, sind nur knapp zwei Prozent der Werke von Frauen. „Einige Malerinnen wie Sabine Lepsius oder Caroline Bardua werden zwar seit langem in der Dauerausstellung präsentiert, aber Künstlerinnen machen insgesamt nur einen Bruchteil der Sammlung aus“, erklärt der Kunsthistoriker Ralph Gleis, der die Alte Nationalgalerie seit 2017 leitet. Gerade im internationalen Bereich gebe es große Sammlungslücken: „Protagonistinnen des französischen Impressionismus sucht man bei uns bisher vergeblich.“ Insgesamt 83 Werke von 33 Malerinnen und 10 Bildhauerinnen aus dem „langen 19. Jahrhundert“, von der französischen Revolution und dem Klassizismus bis zum Ersten Weltkrieg und dem Expressionismus, gehören heute zur Sammlung der Nationalgalerie.
Viele dieser teilweise stark restaurierungsbedürftigen Werke lagerten bislang im Depot. Für die Ausstellung „Kampf um Sichtbarkeit. Künstlerinnen der Nationalgalerie vor 1900“ wurden sie aus dem Dornröschenschlaf geweckt und wieder ausstellungsfähig gemacht. Yvette Deseyve, Kuratorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin für den Bereich Skulptur und Plastik in der Alten Nationalgalerie, erzählt: „Wir stellen mindestens ein Werk von jeder Künstlerin aus, um zu zeigen, wie vielfältig die Kunst von Frauen im langen 19. Jahrhundert war.“
Erstaunlich ist, wie viele Werke
von Künstlerinnen in Vergessenheit
gerieten und wie wenig
über ihre Erfolge bekannt ist
Die Frauen mussten steinige Wege beschreiten, die individuell extrem verschieden waren, weiß Deseyve: „Diese spannenden Geschichten hinter den insgesamt 60 ausgestellten Werken wollen wir darstellen.“
Der ungarischstämmigen Künstlerin Vilma Parlaghy gelang es zum Beispiel, dank exzellenter Kontakte und einer perfektionierten Selbstinszenierung zur Malerfürstin aufzusteigen. Ihr größter Förderer war Kaiser Wilhelm II., den sie sieben Mal porträtierte.
Parlaghy wurde mehrfach auf Ausstellungen mit Medaillen ausgezeichnet und war 1902 das erste weibliche Jurymitglied der Großen Berliner Kunstausstellung. Ein historisches Foto zeigt ihren mondän eingerichteten Salon, den sie im New Yorker Plaza Hotel unterhielt.
Wie männliche Kollegen und Kunstkritiker mit Malerinnen wie Parlaghy umgingen, bezeugt ein Zitat aus der Feder des Malers Arthur von Ramberg: „Jedenfalls kann Vilma Parlaghy für sich den Ruhm in Anspruch nehmen, kein malendes Frauenzimmer, sondern ein berufener Bildnismaler — und nur dem Geschlechte nach ein weiblicher — zu sein.“ Lob und Herabwürdigung liegen hier nah beieinander. „Die Aussage, dass eine Frau wie ein Mann male, ist ein durchgängiger Topos in der männlich dominierten Kunstkritik und galt als das höchste Lob, das Künstlerinnen zur damaligen Zeit zugestanden wurde“, erläutert Ralph Gleis. Weit verbreitet war auch die Annahme, dass Künstlerinnen nicht von sich aus kreativ sein konnten und bestenfalls gute Nachahmerinnen männlicher Kunst waren. Umso erstaunlicher ist, wie unbeirrt und erfolgreich manche Frauen trotz des Gegenwindsihrer Berufung folgten.
Dora Hitz: Kirschenernte, vor 1905
Dorothea Therbusch, eine erfolgreiche Malerindes 18. Jahrhunderts, die sieben Kinder hatte und erst in ihren Vierzigern in vollem Umfang künstlerisch tätig sein konnte, wurde an der Pariser Académie Royale zunächst mit der Begründung abgelehnt, das von ihr eingereichte Bild sei zu gut, um von einer Frau stammen zu können. Spätergelang ihr die Zulassung nicht nur an derAcadémie in Paris, sondern auch an der Akademie der bildenden Künste in Wien,wo sie als erste Frau überhaupt ihr Studium aufnehmen konnte. In der Ausstellung „Kampf um Sichtbarkeit“ wird unter anderem ein kleines Selbstbildnis der Künstlerin zu sehen sein, auf dem sie sich mit auffälligem Augenglas als belesene Kennerin der Künste inszeniert.
Maria Slavona: Häuser am Montmartre, 1898
Es ließen sich noch zahllose weitere beeindruckende biografische Werdegänge mutiger Künstlerinnen erzählen. Erstaunlich ist jedoch, wie viele Werke weiblicher Urheberschaft im Laufe der Zeit in Vergessenheit gerieten und wie wenig überhaupt über die Netzwerke und Erfolge der Künstlerinnen zur damaligen Zeit bekannt ist.
„Wir wollen mit der Ausstellung zeigen, welchen Beitrag die mutigen Künstlerinnen zum Kunstgeschehen ihrer Zeit geleistet haben“, sagt Yvette Deseyve. Ihrer Ansicht nach gibt es in diesem Bereich noch immer viel zu forschen.
Das Konzept der Ausstellung sieht zwei thematische Blöcke vor: Neben einem chronologischen Rundgang, der einen Zeitraum von 140 Jahren abdeckt, wird es einen weiteren Raum mit Querschnittsthemen geben, in denen verschiedene Teilaspekte im Kampf um Sichtbarkeit beleuchtet werden.
Was ist erhalten und was nicht? Was macht eigentlich Sichtbarkeiten aus? Welche Möglichkeiten gab es für die Frauen, im Kunstbetrieb und im Ausstellungswesen präsent zu sein? Ein Booklet und eine umfangreiche deutsche und englischsprachige Publikation samt Künstlerinnenbiografien runden die Werkschau ab.
Sicher werden einige Werke nach der Schau einen Platz in der Dauerausstellung bekommen. Darüber hinaus wünscht sich Ralph Gleis für die Alte Nationalgalerie aber, dass zukünftig Sammlungslücken bewusst geschlossen werden können, um den Blick auf das 19. Jahrhundert auch aus der Perspektive der Malerinnen und Bildhauerinnen weiter zu vervollständigen.
Die Restaurierung zahlreicher Werke für die Ausstellung wurde durch die grosszügige Unterstützung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ermöglicht.
Zeitreise entlang der Berliner Mauer im Jahr 1987: Aus bislang unveröffentlichtem Archiv-Material, unterstützt von Inszenierungen spektakulärer Fluchten aus der DDR, erzählt Jean Bergeron von kleinen und großen Fluchten aus der Realität einer geteilten Stadt, in der sich niemand vorstellen konnte, dass die Mauer eines Tages verschwinden könnte.
1987: Der kanadische Kameramann Patrice Massenet berichtet seinem Land über die Feierlichkeiten zum 750. Geburtstag Berlins. Er ist fasziniert von der Stadt, bleibt zwei Monate und dokumentiert die gesamten 155 Kilometer der Mauer aus westlicher Sicht. Er begegnet Menschen, die sich in der geschlossenen Stadt eingerichtet haben, er spricht mit Soldaten, die die Grenze bewachen. Er fährt mit der S-Bahn, mit dem Auto, er spaziert an der Mauer entlang, immer begleitet von den Blicken der Grenzpolizisten, die jede seiner filmischen Aktionen misstrauisch beobachten. Ein Katz- und Mausspiel entwickelt sich diesseits und jenseits der Mauer. Erst 30 Jahre später entdeckt der Regisseur Jean Bergeron das bisher unzugängliche Material und schneidet daraus eine historische Momentaufnahme des Lebens in einer geteilten Stadt, das aus heutiger Sicht fast exotisch erscheint. Während die Westberliner sich in ihrem Alltag einrichten und zum Teil kuriose kleine Fluchten aus der Realität des Eingemauertseins erfinden, entwickeln ihre Ostberliner Mitbürger mit unvorstellbarem Einfallsreichtum Pläne, aus ihrem Teil der Stadt in den „freien“ Westen zu fliehen. Ausgewählte Fluchtgeschichten werden nachinszeniert. Die Dokumentation „Berlin – oder: Die Kunst der Flucht“ lässt die Teilung Berlins und den Alltag im Schatten der Mauer wieder sichtbar werden und macht anlässlich des 30. Jahrestags des Mauerfalls ein Stück Zeitgeschichte nachfühlbar.
Der neue Interkulturelle Kalender für das Jahr 2020 steht ab sofort als kostenloser Download und als Kalender-App zur Verfügung. Er kann auch in Papierform bestellt werden.
Der Kalender erfreut sich seit 25 Jahren großer Beliebtheit. Darin sind die wichtigsten religiösen und weltlichen Feiertage der großen Weltreligionen und Nationalitäten aufgeführt. Herausgegeben wird er von der Berliner Integrationsbeauftragten: „An dem interkulturellen Kalender lässt sich die internationale und multireligiöse Vielfalt Berlins gut ablesen. Er bietet eine gute Übersicht und ist für viele eine unverzichtbare Planungshilfe – im Umgang mit Geschäftspartnern, Kunden, Kolleginnen oder auch Mitschülerinnen. Denn in herkömmlichen Kalendern finden sich diese Termine meistens nicht“, so Katarina Niewiedzial.
Die Idee stammt von Getrud Wagemann, die auch das Konzept für den Kalender lieferte und jedes Jahr die Termine aktualisiert.
Als Download-Version wurde der aktuelle Kalender allein in diesem Jahr bereits mehr als 20.000 mal heruntergeladen. Die 2020er-Poster-Version erscheint in einer Auflage von 10.000 Stück.
Das DIN-A-3-Poster des Interkulturellen Kalenders 2020 auf Kunstdruck-Karton ist kostenlos zu beziehen bei der
Im Rahmen der Open-Air Ausstellung Am Ende des Tunnels und der Fotografie – Ausstellung Wandelhalle, die beide die Kindertransporte vor 80 Jahren aus Berlin thematisieren, findet am Sonntag, dem 13. Oktober 2019, um 14 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema „Kindertransporte 1938/39 aus aktueller britischer Sicht“ statt. Es diskutieren Dr. Andrea Hammel (Universität Aberystwyth), Prof. William Niven und Amy Williams (Universität Nottingham Trent). Die Diskussion wird in englischer und deutscher Sprache geführt. Eintritt frei. Ort: Kommunale Galerie Berlin, Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin, am Do., dem 3.10.2019 geschlossen.
Die Kindertransporte nach Großbritannien waren eine der wichtigsten und beeindruckenden Rettungsaktionen des 20. Jahrhunderts. Sie sind ein fester Bestandteil der kollektiven britischen Erinnerung. Lange Zeit wurde vor allem die positive Rolle der britischen Regierung und Gesellschaft hervorgehoben.
Im aktuellen Diskurs wird eine kritische Sicht auf die historischen Ereignisse mit einbezogen: Inwieweit hat die Trennung von den Eltern und die Übersiedlung zu Traumata geführt? Wie verlief die Integration der Kinder – während der Kriegsjahre und danach?
Einige der damals geretteten Kinder, die heute Personen des öffentlichen Lebens sind, engagieren sich in der aktuellen Flüchtlingskrise. Zum Beispiel fordert die Initiative „Safe Passage“ eine Neuauflage der Kindertransporte für Minderjährige aus syrischen Bürgerkriegsregionen.
Die britischen Experten für Holocaustforschung und Kindertransporte Dr. Andrea Hammel (Universität Aberystwyth), Prof. William Niven und Amy Williams (Universität Nottingham Trent) haben an der Open-Air-Ausstellung „Am Ende des Tunnels“ mitgewirkt. Sie berichten über den aktuellen Stand der Diskussion im Vereinigten Königreich, vergleichen ihn mit der deutschen Erinnerungskultur und zeigen, dass dieser historische Themenkomplex auch in unserer Zeit höchst aktuell ist.
Zugehörige Ausstellungen:
Open-Air-Ausstellung Am Ende des Tunnels – Die Kindertransporte vor 80 Jahren aus Berlin Ort: Vorplatz des Bahnhofs Charlottenburg Stuttgarter Platz, Ecke Lewishamstraße, 10627 Berlin Laufzeit: 16.8. – 27.10.2019
Von Karen Stuke Wandelhalle – Auf den Spuren von Sebalds Austerlitz Camera Obscura Fotografie Ort: Kommunale Galerie Berlin, Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin Laufzeit: 1.9. – 27.10.2019
Eröffnung der Triennale der Moderne in Berlin
am 10. Oktober 2019
Am Wochenende 11. – 13. Oktober 2019 findet in Berlin zum 3. Mal die Triennale der Moderne statt. Im Mittelpunkt stehen die architektonischen Zeugnisse der frühen Moderne über die 1920er Jahre bis zur Nachkriegsmoderne.
Zur Eröffnung lädt das Landesdenkmalamt Berlin zu einem Symposium „Berlin – Weltstadt der Moderne“. Vorgestellt werden Architekten, die für die Moderne in Berlin und Deutschland stehen, etwa Peter Behrens, Peter Grossmann, Paul-Rudolf Hennings, Otto Rudolf Salvisberg, Otto Bartning oder Erich Dieckmann. Staatssekretär Gerry Woop und Prof. Dr. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, eröffnen die Tagung.
Termin: Donnerstag, 10. Oktober 2019, 14.00 – 21.00 Uhr Veranstalter: Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit Architektenkammer Berlin und Landesdenkmalamt Berlin; Ort: Curt-Sachs-Saal, Musikinstrumenten-Museum, Staatliches Institut für Musikforschung, am Kulturforum, Eingang Ben-Gurion-Straße Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei, keine Anmeldung erforderlich.
Die Triennale der Moderne findet seit 2013 alle drei Jahre in den Bauhaus-Städten Weimar, Dessau und Berlin statt. Weitere Informationen: http://triennale-der-moderne.de/
Berlin bietet vom 11. bis 13. Oktober 2019 ein sehr umfangreiches Programm mit Führungen, Vorträgen, Workshops, Ausstellungen und Sonderaktionen an (teilweise kostenfrei, teilweise Anmeldung erforderlich). Weitere Informationen: http://triennale-der-moderne.de/komplettes-programm/ http://triennale-der-moderne.de/triennale-wochenende-i/
Kontakt im Landesdenkmalamt Berlin: Dr. Anke Zalivako, Tel. 030 90 259-3620, Mail: anke.zalivako@lda.berlin.de (nur Montags bis Mittwochs) oder Mail: landesdenkmalamt@lda.berlin.de
Die Autobahnbrücke zwischen den Stadtteilen Steglitz, Wilmersdorf und Zehlendorf soll abgerissen werden. Nun gibt es offenbar einen Zeitplan.
Abgesang auf die Brücke am Breitenbachplatz
Carolin Brühl und Katrin Lange
Nach einer Bauwerkuntersuchung im Jahr 2016 hieß es, die Brücke am Breitenbachplatz sei nur noch fünf Jahre verkehrssicher Foto: Carolin Brühl
Charlottenburg-Wilmersdorf. Der Abgesang ist schon geplant: Im nächsten Jahr gibt es die Autobahnbrücke am Breitenbachplatz seit 40 Jahren. „Zum Brückenjubiläum machen wir ein Fest“, sagte Ulrich Rosenbaum von der Bürgerinitiative (BI) Breitenbachplatz in einer Veranstaltung, zu der die Bezirksverordneten der Grünen aus Steglitz-Zehlendorf und Charlottenburg-Wilmersdorf ins Theater Jaro an der Schlangenbader Straße eingeladen hatten. Ein letztes Fest für die Brücke, denn das Bauwerk soll abgerissen werden. Das haben nicht nur die Bezirksverordneten beider Bezirke beschlossen, auch das Abgeordnetenhaus hat zugestimmt, eine Machbarkeitsstudie für den Abriss erstellen zu lassen.
Machbarkeitsstudie zum Breitenbachplatz erst Ende 2020
Schlechte Nachrichten brachte allerdings Benedikt Lux (Grüne) aus dem Abgeordnetenhaus mit: „Die Machbarkeitsstudie soll nicht vor Ende 2020 in Auftrag gegeben werden“, so Lux. Geld für die Studie sei da, aber nicht das Personal, um die Ausschreibung vorzubereiten. Immerhin sollen aber in einem nächsten Schritt bis Mai 2020 verschiedene Modelle der künftigen Platznutzung und der Verkehrsführung nach dem Abriss erarbeitet und dann im Verkehrsausschuss diskutiert werden.
Brücke nur noch fünf Jahre verkehrssicher
Die Zeit drängt. Denn bei der vergangenen Bauwerkuntersuchung im Jahr 2016 wurde festgestellt, dass die Brücke nur noch fünf Jahre verkehrssicher ist. „Das heißt, dass sich der Zustand bis heute schon weiter verschlechtert hat“, sagt Lux. Abriss, Sanierung Neubau – das sind die Optionen nach Ablauf der Frist. Wobei das nicht mehr die Frage ist. „Es ist ein gutes Zeitfenster, um den Abriss durchzusetzen“, so Lux. Der breite parteiübergreifende Konsens zeige schließlich, dass der Rückbau der Brücke sachlich begründet ist. Nun sei es wichtig, dranzubleiben.
Bürgerinitiative hat Ideen gesammelt
Das ist keine Frage für die Bürgerinitiative. Das Relikt aus der Zeit, als eine autogerechte Stadt das Thema war, soll weg. Für die Gestaltung des Platzes wurden schon viele Ideen entwickelt. Der motorisierte Verkehr soll künftig ebenerdig geführt werden, auf der frei werdenden Fläche mit einer Randbebauung die städtebauliche Fassung des Stadtplatzes nördlich und nordöstlich der Schildhornstraße wiederhergestellt werden. Dabei soll der Schaffung von Wohnraum Vorrang eingeräumt werden, darunter auch für Studenten.
Eine Idee für die künftige Gestaltung des Breitenbachplatzes von Oliver Kraatz Foto: Carolin Brühl
Eine Reduzierung des motorisierten Durchgangsverkehrs erhofft sich die BI durch die Einrichtung einer Tempo-30-Zone rund um den Platz sowie in der gesamten Schildhornstraße sowie besserer Querungsmöglichkeiten für den Rad- und Fußverkehr. „Damit können wir den Platz für die Menschen zurückgewinnen“, sagt Rosenbaum. Geben soll es auch Fahrrad-Angebotsstreifen wie es sie bereits rund um den Breitenbachplatz, den Südwestkorso und auf der Englerallee gibt. Der Verkehr soll Rosenbaum zufolge abgesehen von den Abbiegungen auf je eine Fahrbahn reduziert werden.
Derzeit beschäftigen sich sogar Studenten der Universität Bordeaux und der Hochschule Bremen mit dem Breitenbachplatz. Sie präsentieren ihre Ergebnisse am Montag, 14. Oktober, 10 Uhr, in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Die Studenten aus Bremen werden sich dann noch bis Januar 2020 mit der Thematik auseinandersetzen.
Erfolgreiche Umgestaltung in anderen Städten
Wie sehr Umgestaltungen Städte oder Stadtteile verändern und den Einwohnern wieder Flächen zur Nutzung zurückgeben können, weiß Uta Bauer. Die Geografin vom Deutschen Institut für Urbanistik hat Beispiele in anderen Städten gesammelt, die eine solche Veränderungen zeigen.
Ludwigshafen baut die Hochstraße Nord auf einer Länge von knapp einem Kilometer zurück. Die Straße führt über den Rhein nach Mannheim und ist Bauer zufolge in etwa mit der Rudolf-Wissell-Brücke in Charlottenburg vergleichbar. „Interessant ist, dass bei der Neuplanung der Abriss der Hochstraße und eine ebenerdige Führung der Straße bis zur Rheinbrücke die wirtschaftlichste Variante war“, sagt Bauer. Die frei werdenden Fläche stelle die Stadt für Wohnungsneubau zur Verfügung. Der Abriss beginne Ende dieses Jahres, abgeschlossen sein soll das Projekt mit dem Umbau in etwa neun Jahren.
In Siegen hat die Stadt unter dem Motto „Auf zu neuen Ufern“ eine Parkfläche mit 230 Stellplätzen, mit der man in den 60er-Jahren den Fluss überdeckelt hatte, wieder abgerissen und die Uferbereiche gemeinsam mit der Innenstadt, die sich nun zur Sieg hin öffnet, neu gestaltet. Nach der Beobachtung der Urbanistik-Expertin hat die Maßnahme dazu geführt, dass der Einzelhandel, aber auch das öffentliche Leben wieder aufgeblüht sind.
In Stuttgart gibt es den Österreichischen Platz, der er unter einem aufgestelzten Kreisverkehr verschwunden ist. Bist zum Frühjahr 2018 war unter der Paulinenbrücke ein Parkplatz, auf dem sich nun ein Experimentierfeld für die Zukunft städtischen Zusammenlebens befindet. Dort finden Flohmärkte, Kinoabende, Kulturevents, gemeinsame Essen und Sportveranstaltungen statt. „Das ist eine richtige Erfolgsgeschichte geworden“, sagt Uta Bauer.
Grüne regen zum Umdenken an: Der Abriss des Betonbrückenmonsters am Breitenbachplatz könnte ein Modell für die Stadt sein
Veröffentlicht am 03.10.2019 von Boris Buchholz
Der Berliner Verleger Wolf Jobst Siedler schrieb in seinem Buch „Die gemordete Stadt“ über den von der Autobahnbrücke geteilten Breitenbachplatz, dass hier „kein Planungsfehler, sondern die Abwesenheit von Planung“ vorliegen würde. Seit Jahren kämpfen Anwohner in der Bürgerinitiative Breitenbachplatz für den Abriss des Betonkonstrukts und den Wiederaufbau des einst schönen Stadtplatzes. Die Bezirksverordnetenversammlungen von Charlottenburg-Wilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf fordern den Rückbau der Autobahnbrücke, das Abgeordnetenhaus hat den Senat in die Pflicht genommen: Die Verwaltung soll eine Machbarkeitsstudie zum Rückbau der Brücke erstellen, die am 11. Juni 1980 feierlich eingeweiht worden ist.
Die Brücke als Relikt des Konzepts der autogerechten Stadt jetzt abzureißen,würde ein „exemplarisches Beispiel“ setzen, erklärte Christoph Wapler, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen Charlottenburg-Wilmersdorf. Der Umgang mit der Brücke könnte zu einem Modell für Berlin werden, denn vielerorts seien ähnliche Bausünden in den 1960er und 1970er Jahren in der Stadt begangen worden. Gleich zu Beginn der Veranstaltung „Den Breitenbachplatz wiedergewinnen!“, zu der die grünen Fraktionen aus Charlottenburg-Wilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf am Dienstagabend ins Theater Jaro in der Schlangenbader Straße eingeladen hatten, wurde klar: Hier geht es um mehr als nur um eine Autobahnbrücke. Wie wollen wir leben? Wie dominant darf der Autoverkehr heute sein? Wie können lebenswerte Stadträume gewonnen werden? Etwa achtzig Interessierte (und ein Hund) waren gekommen, um Antworten auf diese Fragen zu hören.
Viele gelungene Beispiele aus aller Welt, wie Orte aus Beton wieder zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt werden können, hatte Uta Bauer vom Deutschen Institut für Urbanistik im Gepäck. In Ludwigshafen wird seit 2011 um den Rückbau der Hochstraße Nord gestritten, einem Bauwerk ähnlich der Rudolf-Wissell-Brücke. „Der Abriss der ganzen Brücke und eine ebenerdige Straßenführung war die wirtschaftlichste Variente“, berichtet die Stadtforscherin. Auf der gewonnenen Fläche sollen Wohnungen gebaut werden, Busse und Bahnen werde auf der neuen ebenerdigen Straße Vorrang eingeräumt, Fußgänger würden viel „neue Fläche“ erhalten und der Radverkehr werde aufgewertet. Allerdings braucht all das Zeit: Erst 2029 soll das Projekt abgeschlossen sein. Auch die Stadt Siegen hat ihre Erfahrung mit der Autos-First-Strategie der Vergangenheit: Der Fluss Sieg wurde „überdeckelt und 230 Parkplätze wurden draufgeknallt“, erzählt Uta Bauer. Dieser Fehler wurde ab 2015 rückgängig gemacht, das freigelegte Ufer sorge heute für eine Revitalisierung der Innenstadt, „der Prozess ist abgeschlossen“.
Anderes Beispiel, andere Stadt – Stuttgart: Der Österreichische Platz war bis 2018 nur ein Kreisverkehr auf verschiedenen Ebenen, unten parkten Autos. Seitdem zeigt eine Bürgerinitiative mit Unterstützung der Stadt, was alles möglich ist, wenn man Plätze neu denkt und die Autos nicht mehr den Ton angeben. Ein Roller- und Skaterevent auf den Straßen des „Platzes“, ein BlöckleBattle, Open-Air-Cafés, Sommerkino unter der Paulinenbrücke, ein Kultur-Festival, eine „österreichischen Brettljause“, also ein Bürgerpicknick mit „heuriger Musik“ – fast jeden Tag findet etwas auf dem wiedergewonnenen Platz statt. Ende 2019 wird entschieden, ob die Stadt den alten Parkplatz und Verkehrsplatz wiederhaben möchte, oder man lieber den Österreichischen Platz weiter als Kieztreffpunkt fördern möchte. Uta Bauer warf Bilder von weiteren Projekten an die Wand: Utrecht, New York, es gebe unzählige weitere.
Es wird lange dauern. „Man muss viel Geduld bei solchen Rückbau-Projekten mitbringen“, sagte Uta Bauer dem Publikum am Breitenbachplatz. „Ich hoffe, dass es nicht so lange dauert wie in Ludwigshafen“, erwiderte der Grünen-Abgeordnete Benedikt Lux. Allerdings berichtete er, dass in der grün-geführten Senatsverkehrsverwaltung erst Ende 2020 mit der Ausschreibung und Durchführung der Machbarkeitsstudie zur Autobahnbrücke begonnen werden könne, es sei zu wenig Personal da. „Wir können schneller sein, wenn es entsprechend Druck der Abgeordneten und Bürger gibt“, machte er Hoffnung. Die Tatsache, dass es bis auf die AfD einen breiten politischen und gesellschaftlichen Konsens pro Abbau der Brücke gebe, nannte er „ein Riesengeschenk“.
Sehr viel Zeit haben die Rückbau-Befürworter nicht. Denn die Debatte wird davon beflügelt, dass die Brücke seitens der Verwaltung noch für etwa fünf Jahre als verkehrs- und standsicher eingeschätzt wird. In dieser Zeit muss etwas geschehen. Der grüne Abgeordnete beschreibt das Worst-Case-Szenario: „Jemand versucht das Ding instandzusetzen.“ Werde erst in eine Sanierung investiert, stünden die Chancen auf einen Rückbau schlecht. Positiv sei allerdings, so Lux, dass die Verantwortung für die Autobahn komplett beim Land Berlin liege; das betroffene Teilstück sei bis zum Anschluss an den Stadtring keine Bundesautobahn. Eine Verzögerung durch die Bundesregierung als weiteren Gesprächspartner werde es daher nicht geben.
Neubau, sanieren, abreißen – für Ulrich Rosenbaum von der Bürgerinitiative Breitenbachplatz ist allein der Abriss der Brücke eine Option. Es gehe vor allem darum, den durch den Betonbau zerrissenen Ort wieder zu einem lebendigen Stadtplatz zu machen und ihn städtebaulich zu vollenden. „Wir wollen den Verkehr vergrämen!“, rief er dem Publikum zu. Über achtzig Prozent des Brückenverkehrs „geht über die Schloßstraße hinweg und verteilt sich nach Lankwitz“, sagte Rosenbaum. Dorthin könnten die Autofahrer auch über das Schöneberger Kreuz gelangen. Statt der breiten Brücke und dem Straßengeflecht setzt die Bürgerinitiative auf eine ebenerdige Lösung. Entlang der Schildhornstraße würde Platz für neue Wohnhäuser entstehen – „es wäre nicht schlecht, wenn Wohnungsbaugenossenschaften zum Zuge kommen würden“ – auch im Norden des Breitenbachplatzes könnte neue Bebauung entstehen und den Platz stadtplanerisch einfassen.
Das Platz-Problem hat das Interesse nationaler und internationaler Nachwuchswissenschaftler geweckt: Im Oktober kommen Studierende der Hochschule Bremen und der Université Bordeaux Montaigne nach Berlin und entwickeln Ideen für die Zukunft des Breitenbachplatzes. Sie präsentieren ihre Ergebnisse am Montag, 13. Oktober, um 10 Uhr in den Räumen der Stadtwerkstatt der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen (Karl-Liebknecht-Straße 11). Die Studenten und Studentinnen des Lehrstuhls Städtebau und Entwerfen aus Bremen haben noch mehr vor: Unter der Federführung von Hochschullehrer Klaus Schäfer werden sie bis Ende Januar 2020 an Konzepten für den zukünftigen Stadtplatz arbeiten. Geplant ist, dass ihre Ergebnisse in einer Ausstellung zusammengefasst werden, die in beiden Bezirken, in denen sich der Breitenbachplatz befindet, gezeigt werden soll.
Zusammen politischen Druck erzeugen. Während sich die Bürgerinititaive Breitenbachplatz schon längst im Netzwerk „Menschengerechte Stadt“ mit gleichgesinnten Initiativen zusammengeschlossen hat, scheint die Politik noch Netzwerk-Probleme zu haben. „Vernetzt euch auf der Parteiebene“, riet ein engagierter Wilmersdorfer Bürger den Grünen aus den zwei Bezirken. Dadurch, dass sich Charlottenburg-Wilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf die Zuständigekit für den Platz teilen, ist auch das Werben für den Abriss zweigeteilt – und in der Folge geschwächt. Die Veranstaltung der beiden Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen könnte ein erster Schritt zu einer überbezirklichen Initiative gewesen sein.
Am 08. Juni 1980 verstarb der Jahrhundert-Sänger und -Schauspieler Ernst Busch, der von 1929 bis zu seiner Flucht vor den Häschern des Naziregimes 1933 hier in der Künstlerkolonie wohnte (und auch nochmal wieder vom[...]
Used by Google Analytics to determine which links on a page are being clicked
30 seconds
_ga_
ID used to identify users
2 years
_gid
ID used to identify users for 24 hours after last activity
24 hours
_gat
Used to monitor number of Google Analytics server requests when using Google Tag Manager
1 minute
__utma
ID used to identify users and sessions
2 years after last activity
__utmt
Used to monitor number of Google Analytics server requests
10 minutes
__utmb
Used to distinguish new sessions and visits. This cookie is set when the GA.js javascript library is loaded and there is no existing __utmb cookie. The cookie is updated every time data is sent to the Google Analytics server.
30 minutes after last activity
__utmc
Used only with old Urchin versions of Google Analytics and not with GA.js. Was used to distinguish between new sessions and visits at the end of a session.
End of session (browser)
__utmz
Contains information about the traffic source or campaign that directed user to the website. The cookie is set when the GA.js javascript is loaded and updated when data is sent to the Google Anaytics server
6 months after last activity
__utmv
Contains custom information set by the web developer via the _setCustomVar method in Google Analytics. This cookie is updated every time new data is sent to the Google Analytics server.
2 years after last activity
__utmx
Used to determine whether a user is included in an A / B or Multivariate test.
18 months
_ga
ID used to identify users
2 years
_gac_
Contains information related to marketing campaigns of the user. These are shared with Google AdWords / Google Ads when the Google Ads and Google Analytics accounts are linked together.
90 days
Marketing cookies are used to follow visitors to websites. The intention is to show ads that are relevant and engaging to the individual user.
A video-sharing platform for users to upload, view, and share videos across various genres and topics.
Registers a unique ID to keep statistics of what videos from YouTube the user has seen.
Session
DEVICE_INFO
Used to detect if the visitor has accepted the marketing category in the cookie banner. This cookie is necessary for GDPR-compliance of the website.
179 days
LOGIN_INFO
This cookie is used to play YouTube videos embedded on the website.
2 years
VISITOR_PRIVACY_METADATA
Youtube visitor privacy metadata cookie
180 days
GPS
Registers a unique ID on mobile devices to enable tracking based on geographical GPS location.
1 day
VISITOR_INFO1_LIVE
Tries to estimate the users' bandwidth on pages with integrated YouTube videos. Also used for marketing
179 days
PREF
This cookie stores your preferences and other information, in particular preferred language, how many search results you wish to be shown on your page, and whether or not you wish to have Google’s SafeSearch filter turned on.