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In Memoriam Luis Sepúlveda – Schriftsteller und Aktivist (1949-2020)

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Liebe Freundinnen und Freunde,

vergangenen Donnerstag erreichte uns die traurige Nachricht, dass der Schriftsteller und Aktivist Luis Sepúlveda am 16. April 2020 an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung in Oviedo in Nordspanien gestorben ist. Wir erinnern an einen großen Compañero.

Luis Sepúlveda wurde am 4. Oktober 1949 in Ovalle im Norden Chiles geboren. Sein Vater war Restaurantbesitzer und Mitglied der Kommunistischen Partei, seine Mutter Krankenschwester und Angehörige der Mapuche, die 300 Jahre lang die spanische Kolonisation bekämpft hatten, sein Großvater ein exilierter andalusischer Anarchist. Eine Familientradition, die prägte.

Der junge Sepúlveda schließt sich zunächst der Kommunistischen Jugend an. Früh beginnt er zu schreiben, für seinen ersten Erzählungen-Band »Crónica de Pedro Nadie« wird ihm ein Preis des kubanischen Kulturinstituts Casa de las Américas verliehen. Im Anschluss bekommt er ein Stipendium an der Lomonossow-Universität in Moskau, wird aber schon nach ein paar Monaten nach Hause geschickt, weil er gegen »die proletarische Moral« verstoßen habe, und aus der Kommunistischen Partei ausgeschlossen. Er wird nun Mitglied bei den Sozialisten, betätigt sich weiter als Schriftsteller, studiert an der Theaterschule. Ende der 1960er-Jahre lernt er seine erste Frau Carmen Yañez kennen, 1971 heiraten die beiden, kurz darauf wird ihr Sohn Carlos geboren.

Erst spät wird bekannt, dass Luis Sepúlveda zwischenzeitlich in den Reihen der bolivianischen ELN aktiv war, die sich nach dem Tod Che Guevaras reorganisierte und 1970 einen tragisch gescheiterten Versuch unternahm, einen neuen Guerillafokus in Teoponte, nördlich von La Paz, zu installieren. Zurück in Chile beteiligt er sich am Versuch der Unidad Popular, auf friedlichem Weg den Sozialismus aufzubauen. Luis Sepúlveda wird diese Phase später als die beste Zeit seines Lebens bezeichnen und es als Privileg empfinden, an diesem gelebten »schönen Traum« teilgehabt zu haben. Er gehört zum Kreis der GAP (Grupo de Amigos Personales), die die Leibgarde Salvador Allendes bildet. Durch den maßgeblich von der USA unterstützten Militärputsch Pinochets wird dieses Experiment einer solidarischen Gesellschaft 1973 in Blut erstickt. Luis Sepúlveda wird verhaftet und schwer misshandelt. Auf internationalen Druck kom mt er nach sieben Monaten frei, geht in den Untergrund, wird ein zweites Mal verhaftet und zu lebenslänglich verurteilt. Nach zwei Jahren Haft wird seine Strafe 1977 aufgrund erneuten Einsatzes von Amnesty International in acht Jahre Zwangsexil umgewandelt.

Schweden hatte ihm Asyl angeboten, doch bereits beim ersten Zwischenstopp des Flugzeugs in Buenos Aires durchkreuzt Luis Sepúlveda den Reiseplan und hält sich in der Folge in mehreren Ländern des Cono Sur auf. Schließlich landet er in Ecuador, wo er seine Theaterarbeit wieder aufnimmt. Eine Zeit lang lebt er hier unter den Shuar-Indígenas im Amazonasgebiet, eine Erfahrung, die später in seinen erfolgreichsten Roman »Der Alte, der Liebesromane las« einfließen wird. Ende 1978 schließt er sich der internationalen Brigade Simón Bolívar an und kämpft in Nicaragua gegen die Diktatur Somozas. Nach dem Sieg der Revolution verlässt er aufgrund von Differenzen mit der sandinistischen Führung das Land und lässt sich in Deutschland nieder. Hier lernt er seine zweite Frau Margarita Seven kennen, mit der er drei Kinder haben wird.

In den 1980er-Jahren lebt Luis Sepúlveda in Hamburg, arbeitet als Journalist u.a. für den »Spiegel« und entdeckt mit dem Umweltschutz das zweite große Thema seines Lebens. Er ist auf Schiffen von Greenpeace unterwegs und engagiert sich als Öko-Aktivist gegen den Walfang. Nach der Trennung von seiner zweiten Frau, mit der ihn Zeit seines Lebens weiter eine innige Freundschaft verbinden wird, verbringt er zwei Jahre in Paris. 1996 siedelt er schließlich nach Asturien in Nordspanien über, wo er seither mit Carmen Yáñez zusammenlebt, zu der er den Kontakt wieder aufgenommen hatte. Er heiratet Carmen, eine Überlebende der Pinochet-Diktatur wie er und längst eine anerkannte Dichterin, ein zweites Mal. Ein Liebesgeschichte, die selbst ein Roman ist. In Gijón ist er Gründer und Organisator des Salón del Libro Iberoamericano und beteiligt sich an dem von Paco Ignacio Taibo II alljährlich organisierten Literaturfestival Semana Negra in Gijón.

Sein Werk wurde in ca. fünfzig Sprachen übersetzt und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Zu seinen bekanntesten Büchern gehören neben »Der Alte, der Liebesromane las«, »Die Welt am Ende der Welt«, »Patagonia Express« und das Jugendbuch »Wie Kater Zorbas der kleinen Möwe das Fliegen beibrachte«. Bei Assoziation A erschien von ihm »Die Spur nach Feuerland« (Nombre de Torero; https://www.assoziation-a.de/buch/Die_Spur_nach_Feuerland). Hauptfigur des Romans ist der chilenische Ex-Guerillero Juan Belmonte, ein Alter Ego des Schriftstellers.

Von Luis bleibt mir neben seinem Werk die Erinnerung an eine begeisternde Woche, die wir mit vielen Genossinnen und Genossen gemeinsam im Rahmen der Semana Negra verbrachten. Es war ein einmaliger Mikrokosmos von Überlebenden der lateinamerikanischen Militärdiktaturen, dissidenten Kubanern und Kriminal-schriftstellern, die ihr Werk als kritische Röntgenaufnahme der Gesellschaft verstanden. Paco, Paloma und Marina Taibo; der Tupamaro Mauricio Rosencof; Justo Vasco, Leonardo Padura, Daniel Chavarría und Humberto Solás aus Kuba; Volker Alberts aus Bremen – sie alle waren dabei. Wir haben gesungen, gelacht und Wein getrunken. Es war seine Welt.

Die Literatur hat Luis Sepúlveda ganz im Sinne Walter Benjamins den Verlierern der Geschichte gewidmet. »Wir Schriftsteller müssen die Stimme der Vergessenen sein«, war sein Motto. Er war ein Kosmopolit und leidenschaftlicher Reisender, dem das Wort »Vaterland« nichts bedeutete. Er sei »rot bis auf die Knochen«, hat er einmal von sich gesagt. Dabei war er von einer anarchischen Unabhängigkeit des Denkens. Seinen politischen Zielen blieb er immer treu und hat den Traum von einer besseren Welt nie aufgegeben. Ihr galt wie der Liebe seine ganze Hingabe.

Um mit seinen Worten zu schließen:

 

»Cada uno
tiene en la memoria
un álbum privado
De recuerdos felices,
De esos días en los que
Lo hemos dado todo…
Y nos pareció
dar muy poco.«

»Jeder von uns
hat in seinem Gedächtnis
ein privates Album
glücklicher Erinnerungen
an jene Tage, in denen
wir alles gegeben haben,
und es uns schien,
als gäben wir nur sehr wenig.«

Adiós compañero!

© Theo Bruns

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Berlin startet Online-Marktplatz für Alltagsmasken

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Der Berliner Senat hat am Dienstag die Änderung der Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Berlin beschlossen. Der Senat empfiehlt weiterhin dringend eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, bei der Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs ist sie ab dem 27. April Pflicht. Um Angebot und Nachfrage nun rasch zu koordinieren, hat Berlin Partner gemeinsam mit den Senatsverwaltungen für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung und Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie der Senatskanzlei einen Online-Marktplatz für Alltagsmasken konzipiert.

Unter

https://www.alltagsmasken.berlin/

können sich Anbieter und Nutzer vernetzen und sich näher zum Thema informieren.

Die Plattform richtet sich vorwiegend an Firmen und Einrichtungen, die große Stückzahlen benötigen – oder anbieten können. Der eigentliche Verkauf wird anschließend nicht auf der Website abgewickelt. Werden mehr als 100 Masken benötigt, können Interessenten auch ein Gesuch aufgeben und so gezielt nach einem geeigneten Produzenten suchen. Für geringere Stückzahlen steht eine reguläre Suchfunktion zur Verfügung.

Wirtschaftssenatorin Ramona Pop: „Kontaktbeschränkungen und Abstandsregelungen sind weiterhin das Gebot der Stunde. Das Tragen von Mund- und Nasenbedeckung ist dringend empfohlen, insb. wenn der gebotene Mindestabstand von 1,5m nicht einzuhalten ist. Mit dem neuen Online-Marktplatz wollen wir Anbieter und Interessenten von Alltagsmasken unterstützen, damit sie unkompliziert und kostenfrei miteinander in Verbindung treten können.“

Das Portal bietet neben der Suchfunktion aber auch Aufklärung über den Nutzen von sogenannten Alltagsmasken. Anders als medizinische Fabrikationen können sie keinen vollumfänglichen Schutz vor einer Ansteckung durch Viren und Bakterien gewährleisten. Beachtet man aber die richtige Handhabung, stellen sie eine wirksame Ergänzung zu dem vorhandenen Maßnahmenkatalog dar. Gerade der Fremdschutz kann durch Alltagsmasken gewährleistet werden, indem eine Tröpfcheninfektion anderer Personen erschwert wird. Auch verhindern die Masken Berührungen im Gesicht, was ebenfalls zur Krankheitseindämmung beiträgt. Die Abstandsempfehlung von 1,50 Meter sollte dennoch weiterhin eingehalten werden, um umfassenden Schutz zu gewährleisten.

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Informationen zu Änderungen der Eindämmungsmaßnahmenverordnung beim Einzelhandel

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Der Senat hat am 21. April 2020 Änderungen der SARS-CoV-2-EindmaßnV beschlossen. Die Verordnung tritt am 22.04.2020 in Kraft.

Die Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Ramona Pop: „Wir befinden uns weiter in einer Krisensituation. Jede Lockerung muss angesichts der epidemiologischen Lage verantwortbar sein und nicht zu einer zweiten Welle der Infektionen führen. Deswegen muss klar sein, dass Kontaktbeschränkungen und Abstandsregelungen weiterhin das Gebot der Stunde sind. Die gezielten Lockerungen im Einzelhandel sollen der Versorgung dienen, nicht zum Bummeln und Verweilen einladen. Wir dürfen nicht aufs Spiel setzen, was wir durch unser gemeinsames verantwortungsvolles Handeln erreicht haben. Um einen zweiten Lockdown zu vermeiden, ist jede und jeder dringend gefragt, alles zu tun, um einem erneuten Anstieg der Infektionsraten, der zu einem nochmaligen vollständigen Runterfahren der Wirtschaft führen könnte, zu verhindern.“
Verkaufsstellen dürfen ab Mittwoch, 22.04.2020 eine Verkaufsfläche bis zu 800 qm für den Publikumsverkehr öffnen. Dabei müssen folgende Hygiene- und Abstandsregelungen beachtet werden:

 

    • Ein Mindestabstand von 1,5 m ist einzuhalten.

 

    • Bei der Öffnung von Verkaufsstellen gilt für die Steuerung des Zutritts zur Sicherung ein Richtwert von maximal einer Person pro 20 m2 Verkaufsfläche. Ist der Verkaufsraum kleiner als 20 m² darf sich jeweils nur eine Kundin/ein Kunde darin aufhalten.

 

    • Der Zutritt zu Einkaufszentren (Malls) ist vom Betreiber gesondert zu regulieren. Dabei gilt als Richtwert die Summe der maximal zulässigen Personenzahl für alle dort befindlichen Verkaufsflächen.

 

    • Aufenthaltsanreize in Einkaufszentren dürfen nicht geschaffen werden. Vorhandene Aufenthaltsangebote und Sitzgelegenheiten sind zu sperren.

 

    • Zur Gewährleistung der Personenzahlbegrenzung in Einkaufszentren darf der Zugang grundsätzlich nur über einen Eingang erfolgen, sofern nicht durch andere geeignete Maßnahmen sichergestellt werden kann, dass die maximal zulässige Personenzahl zu keinem Zeitpunkt überschritten wird.

 

  • In den Wartebereichen von Einkaufszentren dürfen sich nicht mehr als 10 Personen gleichzeitig aufhalten. In den zentralen Zugangs- und Aufenthaltsbereichen dürfen ebenfalls keine Aufenthaltsanreize geschaffen werden, insbesondere sind diese von Verkaufsständen freizuhalten. Vorhandene Aufenthaltsangebote und Sitzgelegenheiten sind zu sperren.
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Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz – Selbstständige

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Entschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz bei Tätigkeitsverboten und Quarantäne für Selbstständige:

Entschädigungsberechtigt nach §56 IfSG sind Ausscheider, Ansteckungsverdächtige, Krankheitsverdächtige oder sonstige Träger von Krankheitserregern, die einem behördlich angeordneten Tätigkeitsverbot oder einer behördlich angeordneten Quarantäne unterworfen waren oder sind.

Voraussetzungen

  • Bescheid eines Berliner Gesundheitsamtes
    Ein die Person betreffender Bescheid des Gesundheitsamtes zum persönlichen Tätigkeitsverbot (§ 31 IfSG) oder zur angeordneten Quarantäne (§ 30 IfSG).
  • Verdienstausfall
    Der antragstellenden Person muss durch die angeordnete Maßnahme ein Verdienstausfall entstanden sein.

Erforderliche Unterlagen

  • Hinweis zum Online-Verfahren
    • Halten Sie die für die Beantragung notwendigen Unterlagen im Dateiformat: JPG, JPEG, PNG oder PDF bereit.
    • Alternativ können Fotos der Dokumente mit einem QR-Code-fähigen Mobilgerät hochgeladen werden.
    • Die Gesamtgröße aller Dateien darf 5 MB nicht überschreiten.
  • Einkommenssteuerbescheid
    Kopie des letzten Einkommensteuerbescheids
  • Beitragsnachweise privater Versicherungen
    Kopie der Beitragsnachweise zur privaten Kranken-, Pflege-, Rentenversicherung
  • Betriebswirtschaftliche Analyse
    Kopie einer aktuellen betriebswirtschaftlichen Analyse

Gebühren

keine

Zuständige Behörden

Senatsverwaltung für Finanzen
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Tagesspiegel-Kiezhelfer werden und die Künstlerkolonie unterstützen

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Zur Unterstützung auf das Bild klicken

 

Das Online-Portal Tagesspiegel Kiezhelfer unterstützt Kiez-Orte, die von der Coronavirus-Krise bedroht sind – mit Ihrer Hilfe. Jetzt Gutscheine erwerben.

Was einer Stadt wie Berlin fehlt, merkt man erst, wenn man kaum mehr in ihr unterwegs sein kann. Was einem selbst fehlt, spürt man dann, wenn man seinen eigenen Kiez nicht mehr entdecken kann. Das Leben selbst in einer Metropole von Welt lebt von der Begegnung im Lokalen, vom Schwätzchen im Laden an der Ecke, vom Treffen im altbekannten Café oder im neu eröffneten Restaurant.

All diese liebgewonnenen Orte des Miteinanders haben nun geschlossen – und brauchen trotzdem in diesen Tagen unsere und Ihre Unterstützung, um nach der Coronavirus-Krise wieder öffnen zu können. Deshalb bauen wir ein neues Online-Portal auf: „Tagesspiegel Kiezhelfer“. Damit Berlins Kieze die Krise gut meistern.

Auf der Internetseite www.tagesspiegel.de/kiezhelfer können Sie künftig Gutscheine erwerben und damit Ihren Lieblingsorten in der Stadt helfen – um später dort einzukehren oder einzukaufen.

Wir danken allen Mitglieder, Nachbarn und Freunden für Ihre Unterstützung.

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Ideenwettbewerb in Corona Zeiten

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Ideenwettbewerb

“Es gibt nichts Gutes außer: Man tut es.”
Erich Kästner

Die aktuelle Situation ist für alle von uns aussergewöhnlich und belastend. Viele Gedanken bewegen uns. Gute und weniger Gute.

Wir möchten Euch aufrufen schreibt Eure Gedanken in einem kleinen Gedicht oder einer Kurzgeschichte nieder. Komponiert ein Lied. Malt ein Bild in dem Eure Gedanken zum Ausdruck kommen, oder… oder… oder… und schickt es uns, wir veröffentlichen es auch unserer Website oder unserem YouTube Kanal.

Unten folgt ein erstes Gedicht von Sigrun Casper zu Ihrem aktuellen Empfinden.

…und…bleibt gesund !

Euer KüKo Team

+++++

Corona

 

Der Frühling zeigt endlich sein Lachen,

was raus will, sprießt aus den Zweigen,

reckt sich bunt aus den Wintersachen,

tanzt im Wind einen fröhlichen Reigen.

 

Abgesehen von den ganzen Problemen

könnte alles wie jedes Jahr sein,

man pfeift für n Moment auf die Themen

und lässt frische Luft in sich rein.

 

Das ist aber dies Jahr kaum möglich,

denn was Schlimmes geschieht auf Erden.

Zu Tausenden krepieren wir täglich.

Noch hilft nichts, dass es weniger werden.

 

Wenn irgend möglich, zuhause bleiben.

Den Medien bleibt nur die eine Tonart,

um den Eingesperrten die Zeit zu vertreiben:
 von vorn und von hinten Corona.

 

Versucht wird alles, was möglich bleibt:

Die Cafés, die Geschäfte: verschlossen.

Und wer nun schwarze Zahlen schreibt,

kriegt bis auf Weiteres Geld vorgeschossen.

 

Abstand halten beim Einkaufen gehen

wir tun es brav, ist auch vonnöten.

Doch meiden wir ängstlich, uns anzusehen.

Als könnte ein freundlicher Blick schon töten.

 

Vor den Fenstern der Krankenräume

macht das Wachsen und Grünen nicht Halt

ein schneller Blick auf die schönen Bäume

gibt Träumen vom Lebenbleiben Gestalt.

 

Dank allen Retterinnen und Rettern

Und allen, die selbstlos dabei assistieren,

die Gefahr endlich zu zerschmettern,

damit wir die Lebenslust nicht verlieren!

 

© Sigrun Casper

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NEUE LESEBÜHNE FÜR AUTORINNEN UND AUTOREN

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Das Literarische Colloquium Berlin zieht zu rbbKultur ins Radio und ins Internet

Unter dem Titel “weiter lesen – das LCB im rbb” bieten das Literarische Colloquium Berlin (LCB) und der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) Autorinnen und Autoren eine neue Bühne. Die Lesebühne des LCB am Wannsee wird in Teilen zu rbbKultur ins Radio und ins Internet verlegt.

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Wie wir leben und was wir brauchen – So geht es Kindern und Jugendlichen in Deutschland

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Die Bertelsmann Stiftung hat die Ergebnisse der Studie Children’s Worlds+ in einer Broschüre kurz und einfach erklärt. Für die Studie hat die Bertelsmann Stiftung gemeinsam mit Sabine Andresen und ihrem Team von der Goethe-Universität Frankfurt rund 3.500 Kinder und Jugendliche in ganz Deutschland zu ihrem Leben, ihren Bedarfen sowie ihren Sorgen und Ängsten befragt. Zudem wurden 24 Gruppendiskussionen mit jungen Menschen geführt. Die Broschüre soll vor allem Kindern und Jugendlichen einen schnellen und gut verständlichen Einblick in die Ergebnisse der Befragung geben.

Lesenswert !

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So geht es Kindern und Jugendlichen in Deutschland

© Bertelsmann Stiftung 2020

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Corona-Hotlines des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf

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Neben der Berliner Hotline unter der Rufnummer 030 / 90 28 28 28 hat das Bezirksamt fünf spezifische Corona-Hotlines ins Leben gerufen, an die sich die Bürgerinnen und Bürger in Charlottenburg-Wilmersdorf wenden können.

 

    1. Bei Fragen zu bezirklichen Verdachtsfällen und Infizierungen mit dem Coronavirus erreichen Sie die Hotline des Gesundheitsamtes montags bis freitags zwischen 08.00 und 17.00 Uhr unter der Rufnummer 030 / 90 29 16662. Die Hotline steht Ihnen innerhalb der Sprechzeiten bei Fragen auch auf Englisch, Französisch, Arabisch und Kurdisch zur Verfügung. Auf Russisch und Ukrainisch erreichen Sie die Hotline werktags in der Zeit von 09.00 bis 13.30 Uhr.

 

    1. Wenn Sie eine ärztliche oder zahnärztliche Praxis in Charlottenburg-Wilmersdorf betreiben und beispielsweise Fragen zur Praxisgestaltung haben oder Mitarbeitende COVID19-positiv bzw. Kontaktpersonen sind, können Sie sich montags bis freitags zwischen 10.00 und 15.00 Uhr an die Hotline unter der Rufnummer 030 / 90 29 16274 wenden.

      Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine Fragen zu Schutzkleidung beantworten können.

      Informationen dazu finden Sie auf der Seite
      https://www.kbv.de/html/coronavirus.php.

 

    1. Sofern es sich um nicht medizinische Fragestellungen handelt, steht Ihnen montags bis freitags zwischen 09.00 und 15.00 Uhr eine Hotline unter der Rufnummer 030 / 90 29 12323 zur Verfügung. Hierunter fallen beispielsweise Fragen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bzw. Gewerbetreibenden, insbesondere auch zu Fördermöglichkeiten.

 

    1. Bei Fragen zur vom Senat erlassenen Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus in Berlin sowie deren Auslegung, insbesondere auch in Bezug auf die Öffnungsmöglichkeiten im Einzelhandel, wenden Sie sich bitte an die Zentrale Anlauf- und Beratungsstelle (ZAB) des Ordnungsamtes unter der Rufnummer 030 / 90 29 29000.

 

  1. Darüber hinaus haben die durch das Integrationsbüro des Bezirks finanzierten Begegnungszentren in Zusammenarbeit mit vielen weiteren sozialen Akteuren, Initiativen und Kirchengemeinden eine zentrale Anlaufstelle ins Leben gerufen, damit in den Nachbarschaften einander geholfen werden kann.

    Sie erreichen die Anlaufstelle telefonisch unter der Rufnummer 030 / 90 29 14970. Weitere Informationen finden Sie hierzu auch in unserer Pressemittelung “Charlottenburg-Wilmersdorf hält zusammen – Nachbarschaftsunterstützung in Zeiten von Corona” vom 24.03.2020.

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